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Kommentar
Die Filme der Anderen
Einfach mal Freude zeigen
Die Deutschen stehen für authentische Darstellung ihrer Vergangenheit. Das ist ein Markenzeichen, dass es in Hollywood auch zu vertreten gilt. Ich hatte bereits Bruno Ganz den Oscar gegönnt, aber in Zusammenhang mit der historischen Figur Hitler war das wohl nicht möglich. Dieser Film gibt dem internationalen Publikum endlich mal Einblick in das, was bei uns Vergangenheitsbewältigung im naheliegendsten Sinne bedeutet. Die Filmfiguren könnten unsere Nachbarn sein oder unsere Arbeitskollegen. Ein ausländischer Betrachter hat die Möglichkeit zu erkennen, dass die Wiedervereinigung so schön sie auch wahr uns erneut vor einer anderen Form der Vergangenheitsbewältigung gestellt hat. Eine Diktatur, die Narben hinterlassen hat, die nicht einer aussterbenden Generation zugefügt wurden sondern Menschen, die heute noch aktiv im Arbeitsleben beteiligt sind. Für das Deutsche Publikum hoffe ich auf den Effekt, dass er der aufkommenden "Ostalgie" rigoros einen Riegel vorschiebt. Nichts ist schön an einer Diktatur. Weder KDF Schiffe im Dritten Reich noch FDGB Urlaub in Warnemünde. Es sind nur Masken, die eine hässliche Fratze von GESTAPO und STASI verbergen.
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