Beitrag
Zur Trauerfeier von Bernd Eichinger
Ein Nachruf auf seine Gegner
Ein Mensch als Leinwand
Das Leben eines Menschen, hoch oben auf einer Erfolgsempore an der sich die kontroversen Wellen der deutschen Filmkultur brechen, ist wahrlich oft ein Drama.
Der unerwartete, frühe Tod eines Menschen ist für jene die ihn liebten, kannten oder zu kennen glaubten fast öfter noch eine Tragödie.
Der Nachruf als Mittel der Würdigung dieses Menschen, dessen Ausführlichkeit sich in Relation zu seiner Bekanntheit verhält, verkommt indes immer zur gefühligen Verklärung.
So auch hier, wo sich der Autor gegen eben jene ausdrücklich verwahrt.
Ein Künstler seie Eichinger gewesen, kein bloßer Manager sondern ein Regisseur, entwachsen einem Milieu kommerzfeindlicher, elegischer Sensibilität. Seine Arbeiten seien intelektuelle Herausforderungen, seine Dialoge im Buch zum "Untergang" schlichtweg meisterhaft. Über Geschmack lässt sich nicht streiten.
Unsere Generation junger Filmemacher schert sich wenig um eine Debatte über Kunst und Kommerz, schert sich wenig um die Glorifizierung Einzelner, die zu Projektionsflächen der Wünsche und Ansprüche verschiedenster Kreise werden.
Trauer und Beileid seie bei denen, die Eichinger wirklich kannten.
Was uns anderen bleibt, sind Filme und die Entscheidung, ob es sich über sie zu reden lohnt oder nicht.
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