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Die Rundschau am Ende
Ich bin schuld!
Ich habe noch mal nachgesehen. Vor 8 Jahren sind wir von der FR zur
Süddeutschen gewechselt. Dem waren zwei quälende Jahre
vorausgegangen, in denen wir an der Zeitung litten, aber uns doch nicht
zum Wechsel entschließen konnten. Seit 1981 waren wir Abonnenten
der FR gewesen, seit dem Studenten-Abo im ersten Semester. Die Ausgaben
zur Abwahl Schmidts, zu Breschnews Tod, zur Challenger-Katastrophe und
zu Tschernobyl habe ich heute noch zu Hause. Von August 1989 an habe ich
ein ganzes Jahr lang die Ausgaben der FR zur Deutschen Einheit gesammelt
und binden lassen. Sie liegen noch sperrig unter dem Sofa. Ab Ende der
90er fand ich die Zeitung immer langweiliger. Die Autoseite wurde durch
eine Umweltseite ersetzt; auch sonst gab es langweilige Themenseiten.
Der sozialökoliberale Tenor war etwas angestrengt und konnte
über Mängel nicht hinwegtäuschen. Ehrlich: Der Wechsel im
Abo zur SZ fühlte sich an wie Ehebruch. Ich werde das
Telefongespräch mit der nachfragenden Abo-Stelle nicht vergessen.
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