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Jörg Kachelmann
Nach dem Prozess die Schlammschlacht
Das Opfer heißt Kachelmann
Ich kann mich über die Selbstgerechtigkeit so mancher hier geäußerten Lesermeinung nur wundern. Fakt ist doch: Ein bis dahin hoch angesehener TV-Moderator und Medienunternehmer wurde durch eine "Opferzeugin", die nachweislich gelogen und Beweismittel manipuliert hat, wirtschaftlich ruiniert und durch öffentliche Bloßstellung gesellschaftlich unmöglich gemacht. Staatsanwälte, die merken, dass ihre Belastungszeugin ein Griff ins Klo ist, versuchen regelmäßig, den Angeklagten ebenfalls in ein schlechtes Licht zu rücken. Aufgabe des Gerichts wäre es gewesen, dies zu verhindern. Ich als Richter hätte es abgelehnt, das Privatleben des Herrn K. öffentlich auszubreiten, soweit es nicht unmittelbar mit dem Tatvorwurf zu tun hatte. Der Schutz der Intimssphäre, auf die auch der Angeklagte einen Anspruch hat, zwingt dazu, die Grenzen hier sehr eng zu stecken. Insofern beklagen sich J.K. und sein mutiger Anwalt mit vollem Recht. Und ebenso ist ihnen zuzubilligen, nach dem Prozess für die Reputation des Justizopfers Kachelmann zu kämpfen.
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