Richard Wright posiert während der Turner-Preis-Ausstellung vor seinem Kunstwerk

Kunst

Turner-Preis 2009 geht an Wright

Ein Künstler, dessen Werke die Vergänglichkeit aller Dinge veranschaulichen, ist am Montagabend mit dem angesehenen Turner Preis ausgezeichnet worden: Richard Wright, in London geboren, in Glasgow ansässig, zeigte sich verblüfft, als er die mit vierzigtausend Pfund dotierte Ehrung entgegennahm. Von Gina Thomas

Verbeugung vor dem Weggefährten Oskar Pastior, der während der Arbeit an dem gemeinsamen Buchprojekt “Atemschaukel“ verstarb

Herta Müllers Nobelvorlesung

„Jedes Wort weiß etwas vom Teufelskreis“

Ich wünsche mir, ich könnte einen Satz sagen für alle, denen man in Diktaturen alle Tage, bis heute, die Würde nimmt: Vor der Verleihung des Literaturnobelpreises am Donnerstag hält die deutsche Autorin Herta Müller in Stockholm eine berührende Vorlesung. Wir dokumentieren die Rede in ungekürzter Fassung. Von Herta Müller

Albtraumbubi Erich (Oliver Kraushaar) verliert in der Umlaufbahn der Trafikantin Valerie (Constanze Becker) alle Schwerkraft

Horváth in Frankfurt

Die Friedhofsjodler der Laubgerechten

An der Rampe hockt ein Höllenhund: Günter Krämer zeigt Horváths Wiener Wald als Gespensterbezirk, bevölkert von Schauspielern, die wunderbar wirbeln. Neuerdings bleibt man ihretwegen in Frankfurt im Theater. Von Gerhard Stadelmaier








Schon die Überschrift bewegte: “Jedes Wort weiß etwas vom Teufelskreis“

Herta Müllers Nobelvorlesung

Die Wörter kennen nicht den Mund

Wie sehr ihre Wörter zu Herta Müller gehören, und sie zu ihren Wörtern, ist an diesem Abend deutlich geworden - selbst dann, wenn sie das Gegenteil behauptete: Vor der Verleihung des Literaturnobelpreises hat Herta Müller eine berührende Vorlesung gehalten. Felicitas von Lovenberg war dabei.

Hoch ragt der Westturm des Doms auf, von den neueren Bauten der Kunsthalle Schirn aus gesehen

Frankfurter Dom

Ein Geniestreich im internationalen Stil

Seit sechshundert Jahren wird, mal tatkräftig, mal nachlässig, am Frankfurter Domturm gewerkelt. Nach weiteren neun Jahren Sanierung ist er nun so wuchtig und zugleich anmutig, wie ihn sein Schöpfer Madern Gerthener 1405 plante. Von Dieter Bartetzko

Klimakonferenz

Rettet erst das Klima, dann die Welt

Passen wir auf, was wir uns für die Klimakonferenz wünschen, die an diesem Montag in Kopenhagen begonnen hat: Es sind die falschen Fragen, die hier verhandelt werden, und die diskutierten Lösungen sind untauglich. Hier eine Alternative. Von Myles Allen

Gefällt sich als Sänger der Nachtgestalten und Schauspieler in Gammler-Gastrollen: Tom Waits

Tom Waits zum Sechzigsten

In der Gammler-Gastrolle seines Lebens

Sein Verlierer-Blues lässt uns das Herz aufgehen, seine Extravaganz bewies er auch im Film, als Komiker wird er zu wenig gewürdigt: Zum sechzigsten Geburtstag von Tom Waits nähert sich Barney Hoskyns' Biographie dem rätselhaften Sänger. Von Jan Wiele

Kann sich alte Witze gut merken: Til Schweiger in “Zweiohrküken“

Im Kino: Zweiohrküken

Piep piep, ich hab' dich lieb

Nach dem großen Erfolg von „Keinohrhasen“ ärgerte sich Til Schweiger zu Recht darüber, dass sein Werk beim Deutschen Filmpreis komplett übergangen wurde. Bei der Fortsetzung, „Zweiohrküken“, ist das anders. Sie wird vollkommen zu Recht ignoriert werden. Von Johanna Adorján

Nebeneinander: Minarett und Kirchturm in Wangen in der Schweiz

Zum Minarett-Verbot

Was ist denn „meine“ Kultur?

Kann man Angst vor Überfremdung kulturell begründen, wie es ein CSU-Politiker am Wochenende als Reaktion auf das Schweizer Minarett-Verbot getan hat? Wie hilfreich oder irreführend ist es, die Minarett-Moscheen-und-Kreuz-Debatten als Identitätsdebatten zu führen? Von Christian Geyer

Unter den Händen von Stephan Knobloch, dem Chefrestaurator des Städel, gibt die liegende Frau im weißen Hemd all ihre Reize frei.

Ernst Ludwig Kirchner

Die Wiedergeburt der Dodo

In der Restaurierungswerkstatt kommt ein vergessenes Meisterwerk Ernst Ludwig Kirchners wieder ans Licht. Was mag den Maler 1922 bewogen haben, das Porträt seiner früheren Geliebten zu verbergen? Von Rose-Maria Gropp

Glaubt nicht an Geister, obwohl sie von ihnen schreibt: Die französische Schrifstellerin Marie NDiaye

Im Gespräch: Marie NDiaye

Glauben Sie an Magie, Madame?

Mit 18 Jahren veröffentlichte sie ihren ersten Roman, in diesem Jahr hat sie den Prix Goncourt für ihren Roman „Drei starke Frauen“ gewonnen: Die französische Schriftstellerin Marie NDiaye, Jahrgang 1967, wohnt seit einem Jahr in Berlin, wo es ihr wieder gefällt.

Die globale Erwärmung hängt im Wesentlichen vom kumulativen Ausstoß des Kohlendioxids über viele Jahrzehnte ab

Klimakonferenz

Die Prüfung der Menschlichkeit

Die bevorstehende Konferenz in Kopenhagen muss zum historischen Wendepunkt der globalen Klimapolitik werden. Es wäre für die Welt fatal, diese Chance zu vertun. Ein Gastbeitrag der Klimaforscher Mojib Latif und Hans Joachim Schellnhuber.

Ja nicht lachen: Nikolaus Harnoncourt dirigiert 2003 das Neujahrskonzert der Wiener Philharmoniker

Dirigent Nikolaus Harnoncourt

Farbstabiles Chamäleon der heiligen Tonkunst

Begonnen hatte er als Cellist unter Karajan. Heute zählt er zu den wirkungsmächtigsten Dirigenten der letzten fünf Jahrzehnte. Er bleibt sich treu, indem er jede Aufführung als Uraufführung nimmt: Nikolaus Harnoncourt zum Achtzigsten. Von Jürgen Kesting

Alfred Hrdlicka starb am Samstag im Alter von 81 Jahren in Wien

Österreich

Bildhauer Alfred Hrdlicka ist tot

Einer der bedeutendsten zeitgenössischen Bildhauer Österreichs ist tot. Alfred Hrdlicka starb im Alter von 81 Jahren in Wien. Sein Werk umfasst viele Skulpturen, Zeichnungen und Grafiken, die sich mit Krieg, Gewalt und Faschismus auseinandersetzen.

Satellitenaufnahme der Eisausdehnung in der Arktis in den Jahren 2008/09 - der Handlungsbedarf liegt offen zutage

Klimagipfel

Wie Kopenhagen ein Erfolg würde

Wissen die Regierenden nicht, was der Klimawandel bedeutet? Sie wissen es. Aber warum sind die Klimaverhandlungen dann so schwierig? Zwei Klimaforscher benennen Minimalforderungen für Kopenhagen. Von Ottmar Edenhofer und Nicholas Lord Stern

Ausstellung: David Lynch

Wo Schneemänner über ihre Zukunft rätseln

„Box of Bees”, ein Aquarell aus den Jahren 1989–90„I See Myself”, Lithographie auf Japanpapier aus dem Jahr 2007Mit Kugelschreiber und Buntstift bemaltes StreichholzheftMit Tusche bemaltes Streichholzheft

Bildergalerie Hier ist der große Surrealist des Kinos am rechten Platz angekommen: Im Max Ernst Museum in Brühl kann man Regisseur David Lynch als bildenden Künstler entdecken. Er übt eine Macht über uns aus, die aus seinen Filmen kommt. Von Verena Lueken

Kai Diekmann

Widerruf

Widerruf zum Artikel „Der Glückliche“ aus der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung vom 29. November und FAZ.NET.

Ein Dankeschön von rechts

Die Schweiz nach dem Minarett-Verbot

Ein verängstigter Volksstaat schafft sich Feinde

Das Volk hat entschieden, Minarette sind in der Schweiz künftig verboten, doch vor den Konsequenzen verschließt man noch die Augen. Martin Otto wirft einen Blick auf die Besonderheiten der Schweizer Verfassung, der Autor Lukas Bärfuss beleuchtet die Tragik des Entscheids.

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