1) Nicht die Jahremiete (Jahresbruttomiete), sondern die JahresNETTOmiete ist ausschlaggebend für den Wert einer Mietswohnung. 2) Nicht das 20fach, sondern das 12-14 fache einer Jahresmiete sit akzeptabel. Bsp: Wohnung (89m²) bringt ca. 10 EUR Bruttomiete monatlich ein. Die Nettomiete ist ca. 20-25% niedriger, also ca. 7,50 EUR. Der Wert der Wohnung beträgt max. 80m²x10EUR/m²x75/100x12x12= 86.400 EUR, was etwa 1.100 EUR/m² bedeutet. Die Vermieter würden die Wohnung aber für 80m²x10EUR/m²x12x20= 115.200 EUR bzw. wenn man einen m²-Preis von 1700 anlegt, sogar für 136.000 EUR. Bedenkt man aber, dass die WOBA Dresden (Bestand 2,6 Mio m²) für nur 1,7 Mrd EUR verkauft wurde, dann betrug dort der m²-Preis knapp 600 EUR. Die Heuschrecken kaufen also für ca. 500-600 EUR und verkaufen nach ein paar kosmetischen Eingriffen für den dreifachen Wert! Im Übrigen sind die Wohungen (meist 1950er Baujahre) auch längst abgewohnt, weil der lebensdauer nicht auf 100 Jahre, sondern nur auf ca. 75-80 Jahre ausgelegt war. Bleiben noch also ca. 20 jahre Restnutzungsdauer... Einige besonders schlaue VERMIETER verkaufen nur das Gebäude (als nachträgliche Erbpacht!) ohne Miteigentumsanteil am Grundstück....
Nach meiner Auffassung werden Wohnungen von solchen Wohnungsgesellschaften meist zu 150% ihres Fair Value angeboten. Ich weiß nicht inwieweit man mit diesen Wohnungsgesellschaften über den Preis verhandeln kann. Bei den meisten Angeboten, die ich mir angeschaut habe, wäre es wesentlich günstiger die vielen Tausend Euro, die man hinblättern müsste, vernüftig anzulegen und zu Miete zu wohnen.