Daten zu speichern ist vergleichsweise günstig

Datenschutz

Nur eine Nummer

Weniger Bürokratie? Das klingt immer gut. Dafür soll den Bürger demnächst eine Steuernummer von der Wiege bis ins Jenseits begleiten. Aber der elektronische Zentralismus hat auch seinen Preis. Ein Kommentar von Reinhard Müller.

Lesermeinungen zum Beitrag

10. August 2007 13:03

ich

wolfgang schoenberger (lupos)

vermute mal,
da sich der verfasser in brüderlichkeit mit den regierenden
wähnt,kann er so naiv sein!
mfg

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09. August 2007 15:25

Apokalypse - Offenbarung des Johannes Kapitel 13

Bernhard Schmitz (DerKetzer)

"Und ich sah ein anderes Tier aus der Erde aufsteigen: [...] Und es bringt alle dahin, die Kleinen und die Großen, und die Reichen und die Armen und die Freien und die Knechte, daß sie ein Malzeichen annehmen, an ihre rechte Hand oder an ihre Stirn; und daß niemand kaufen oder verkaufen kann, als nur der, welcher das Malzeichen hat, den Namen des Tieres oder die Zahl seines Namens. Hier ist die Weisheit. Wer Verständnis hat, berechne die Zahl des Tieres, denn es ist eines Menschen Zahl; "

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09. August 2007 10:59

Geld oder Liebe - Transparenz oder Selbstbestimmung

Franz-Josef Wilde (drfjwilde)

Zweifelsohne kann die Datenverarbeitung Bürokratismen vereinfachen. Der erste Gedanke sollte allerdings darauf verwendet werden, welche denn eigentlich minimiert oder abgeschafft werden können. Der Gesetzgeber verschlimmbessert und vereinfacht nicht - will er wohl nicht - kann er wohl nicht.
Das Datenschutzgesetz sieht es als wesentlich an, daß mit Daten sparsam umgegangen wird. Und es besteht ein großer Unterschied, ob diese elektronisch gespeichert oder maunell geführt werden. Datenauswertung und Zusammenführung lassen ungeahnte Möglichkeiten zu.
Ich verstehe eh nicht, daß die Bürger nicht auf die Barrikaden gehen. Es ist wohl eine tumbe Masse. Im Angesicht von angeblichen Milliardeneinsparungen durch die elektronische Gesundheitskarte, E-Rezept, E-Patientenakte etc und der damit erzeugten Datenflut ist die elektronsiche Lohnsteuerkarte ein Fliegendreck. Kaum jemand regt sich darüber auf und die es tun werden fast verfolgt. Eigentlich will es wohl auch keiner wissen, was sich dort abspielt. So droht durch Ersatzvornahmen durch das Gesundheitsministerium die Reduzierung der Schutzmaßnahmen (z.B. durch Einführung einfacher Kartenlesegeräte) auf ein Minimum zu schrumpfen. Schnell weg hier, weg, aber wohin?

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09. August 2007 10:43

Das ich nicht lache !

Andreas Koerner (follow22)

Ist dieser Artikel als Ironie zu verstehen? Dann entschuldige ich mich, dass ich dessen subtilen Sinn nicht erfasse. Ist er ernst gemeint sein, bin ich bestürzt, wie tief Demokratieverständnis in unserem Land bereits gesunken ist. Zitat: Die zentrale Erfassung soll es dem Bürger einfach machen…In einem Land, das jetzt schon die meisten Steuergesetze und Vorschriften der Welt hat, die nicht einmal ein gestandener Wirtschaftsprüfer mehr überblickt? Was bitte soll da durch die Einführung einer Nummer einfacher werden? Zitat: Einfacher wird es auch für den Staat: Niemand kann sich mehr durch Umzüge.. können Gehälter… abgerufen werden …Bürgerpflicht, es dem Staat einfacher (!!) zu machen? Will man uns ernsthaft weismachen, die Steuerflüchtlinge sind dort zu finden, wo Paul M. mal schnell von Augsburg nach Bochum umzieht? Welcher Kreis entzieht sich denn tatsächlich in großem Ausmaß dem Steueraufkommen?? Zitat: Es ist töricht, jetzt reflexhaft die DDR mit ihrer persönlichen Kennzahl für jeden Bürger …Die technisch mittelalterliche DDR ist gar nicht in der Lage gewesen, diese Datenflut auszuwerten, die heutige BRD schon…Und das allein ist der feine, ja subtile Unterschied…. Womit wir wieder bei eingangs erwähntem Umstand wären…

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09. August 2007 07:52

Sehr einfach.

St. Koch (Pensacola)

Jaja alles wird besser für den Bürger, das alles geschieht in seinem Interesse - nur um ihm den Umgang mit der Bürokratie leichter zu machen.....

Diese Art des Bürgerbrandings erinnert ein bisschen an die Wildwest-Zeiten als jeder Kuh noch schnell eins übergebruzelt wurde um sie sicher erkennen zu können.

Fakt ist - mit dieser Methode lässt sich nicht nur gut durch die Klippen der Bürokratie schiffen - nein - der Staat kann auch wunderbar schnüffeln, separieren, ausgrenzen und lenken, einfach indem er die Nummer manipuliert, kennzeichnet, mit verschiedenen Eigenschaften versieht.....

Der große, wichtige, weise Bruder hinterm Teich - der macht das auch schon ewig so....da müssen wir einfach mitmachen schließlich warten die Amerikaner schon auf die Daten.

Schämen sollten sich deutschen Politiker, kein Stolz, keine Ehre, keine Liebe zu den Menschen die sie gewählt haben. Immer nur billig den Weg des geringsten Widerstandes gehen wenn die Amerikaner weltweit ihre Neurosen ausleben.

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09. August 2007 01:45

Für den gläsernen Staat

Johannes Stockburger (stockburger)

Es wäre gut und auch gerecht, wenn automatisch eine email versendet würde an die Person, über die Daten aus dieser Steuerdatei, oder auch über deren Bankkonten Nachforschungen von staatlicher Seite abfragen gemacht werden.
Die eMail sollte folgende Informationen enthalten:
Wer (Name und Dienststelle) hat die Transaktion veranlaßt?
Welche Daten wurden abgefragt?
Wurden der Datenbank Informationen hinzugefügt?
Wurden Informationen aus der Datenbank gelöscht?
Was war der Grund der Transaktion?
Um sicherzustellen, daß nur der Euigentümer der Daten (Nicht der Staat, sondern die betroffene Person) die eMail lesen kann, sollte mit der eMailadresse ein Public Key zur Verschlüsselung der eMail hinterlegt werden. Das System sollte die eMails auch automatisch mit einer Signatur versehen, die Manipulationen sichtbar macht.
Das alles würde fast nichts kosten. Nämlich nur 2 zusätzliche Felder in der Datenbank.
Was spricht also dagegen? Dafür spricht, daß staatlicher Mißbrauch schnell sichtbar würde, und daß man dann auch gerichtlich dagegen vorgehen könnte.

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08. August 2007 19:33

Datenschützer sollten demonstrativ abtreten

Heiner Hummel (HeinerHummel)

Ich denke, alle offiziellen Datenschützer sollten demonstrativ abtreten. Sie haben doch nur Feigenblattfunktion. Vielleicht können sie damit in letzter Minute etwas erreichen!

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08. August 2007 17:37

Betätigt sich Herr Müller etwa als "Jubelperser"?

Rolf-Dirk Maehler (RDMAEHLER1)

Was er sicherheitshalber nicht erwähnt ist, daß mitlerweile mehr Steuersünder in den Finanzämtern tätig sind. Und man dort auch gleich noch andere Straftaten wie etwa Nötigung hinzufügt. Ein Rechtsstaat ist die Bundesrepublik Deutschland schon lange nicht mehr. Wirklicher Datenschutz wäre, wenn auch der Staat nur auf genau definierte Daten zugreifen dürfte und jedes Fehlverhalten strafbewert wäre. Aber wie wir alle wissen ist dem nicht so.
Deutschland ist immer weniger ein Land in dem Leistungsträger leben möchten. Die Auswanderungszahlen belegen es. Demnächst hat man den perfekten Sozialstaat und das perfekte Steuersystem, nur niemanden mehr der Steuern zahlen kann. Ludwig Erhardt, der so oft zitierte, hat einmal gesagt, wenn die Bürger mehr als 1/3 ihres Einkommens beim Staat abliefern müssen, wird das niemand mehr verstehen.

Rolf-Dirk Maehler

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