Der Zustand in Burma, wo MENSCHEN aufgrund einer Naturkatastrophe unendliches Leid erfahren haben, das durch eine verbrecherische, nicht demokratisch legitimierte Junta ( nicht Regierung ) noch verschlimmert wird, ist furchtbar genug. Ich bin aber ueberrascht von 2 Dingen: 1.) Die Haltung Chinas und Russlands, denen Menschenrechte und nur simple Humanitaet voellig wurscht zu sein scheinen, wenn es um politische ( welche ? ) Interessen geht. 2.) Einge Kommentare hier, die eine Intrige oder einen Hegemonieanspruch des Westens sehen, wenn Fachleute die Katastrophenarbeit koordinieren wollen, um moeglichst viele Leben zu retten. Ich kann - mit Verlaub - gar nicht so viel Kotzen, wie mir schlecht ist !
Soso, nun ist es also Selbstdarstellung, wenn Helfer helfen wollen? Helfer und Regime auf eine Stufe zu stellen ("beide Seiten betreiben Selbstdarstellung") relativiert und verharmlost im Übrigen auf unerträgliche Weise das Verhalten des Regimes! Nochmals: (1) Burmas Militärs haben nicht die notwendige Logistik um allen möglichst schnell zu helfen. UN, NGOs etc. haben diese, dürfen sie aber nicht einsetzen. Nur das IRK nach so vielen Tagen ist wie die Versorgung einer Massenkarambolage erst nach einer Woche und durch nur einen Rettungswagen! (2) Das Militär hat bereits UN-Hilfslieferungen beschlagnahmt. Die zugesagte Verteilung von UN-Hilfe durch eigene Kräfte kann nach UN-Angaben aufgrund der vielen Auglagen nicht garantiert werden! Und dies im korruptesten Land der Erde. Naiv, wer denkt, diese Hilfe erreiche schnell und vollständig die Opfer! Davon abgesehen sind die genehmigten Transporte nicht mehr als ein Tropfen auf den heißen Stein. WAS SCHLAGEN SIE DENN VOR? Dass man zähneknirschen das Spiel der Junta mitspielen soll? Macht die Welt doch! Dass Helfer weltweit (Incl. Qatar, Thailand und UN, nicht nur der böse Westen) kritiklos hinnehmen, wenn lebensrettende Hilfe verhindert wird? Das kann doch nicht Ihr Ernst sein?!
Erfreulich das Engagement in den Diskussionen. Daher auch noch eine nachträgliche Klarstellung: Die Aufgeregtheit über die Kritik an der westlichen Politik, die diese mit dem Elend betreibt, macht es sich sehr einfach. Das kann dann nur die Einnahme des Standpunkts der burmesischen Regierung sein. Demgegenüber hat keiner dieser Diskutanten dies getan. Vielmehr waren die Aussagen, dass beide Seiten Politik mit ihrem Umgang mit der Zyklonkatastrophe machen. Hierzu ein letzter Beleg. Das IRK hat die eindeutige Zusage der burmesischen Regierung, dass es als IRK auch mit eigenen Helfern einreisen kann. Und das ist auch bereits praktisch geschehen. Das reicht den Kritikern der burmesischen Regierung aber nicht. Die haben eher die Sorge, die Hilfslieferungen könnten als Wohltat der dortigen Militärs erscheinen. Vor der Hilfe der Notleidenden steht also in beiden Fällen die Konkurrenz um die Selbstdarstellung des jeweiligen Staates. Deswegen wird das Verhalten des Westens nicht erfreulicher.
Sehr geehrte Leser Wenn eine Regierung eines Landes sich auf spirtuelle Ratgeber verlässt, um die Staatsgeschicke zu lenken, ist das zunächst ihre Sache. Wenn, wie in Burma geschehen, Dinge eintreten, auf die nicht reagiert wird, weil die Metaphysik vor dem menschlichen Leid steht, ist es Sache der Weltgemeinschaft, da zu reagieren. Ich kann die Kommentatoren zu dem vorstehenden Artikel nicht verstehen, wenn sie die Bemühungen der westlichen Staaten aus ihrer antiamerikanischen oder sozialistischen Haltung heraus derart in den Dreck ziehen, wie es hier teilweise zu lesen ist. Wollen Sie sich bei den Despoten dieser Welt als Berater bewerben? Sowohl die Staaten der Völkergemeinschaft als auch die freie westliche Welt empfindet großes Mitleid für die burmesische Bevölkerung und tiefe Abscheu gegen deren Führung. Daraus müssen nach Linderung der Folgen der Katastrofe politische Handlungen entstehen. Die UN sollte mal den Gedanken verfolgen, über dem Land Lebensmittel aus der Luft ab zu werfen. Eine solche Strategie könnte dem Volk helfen und die Militärs in die Luft zwingen. BOLO war in Vietnam erfolgreich. Das Prinzip ist anwendbar.
Nicht erst seit Somalia 1991/1992 ist Hunger eine Waffe. Bei einem Regime welches die eigene Bevölkerung niederschiesst, muss davon ausgegangen werden, dass es auch vor dem Einsatz der Hungerwaffe nicht zurückschreckt. Darüber hinaus ist Burma laut Transparency International das korrupteste Land der Erde. Somit sollte selbst für Frau/Herrn Isidro nachvollziehbar sein, warum die UN & NGOs VOR ORT DURCH EIGENE MITARBEITER sicher stellen möchten, dass die Hilfsgüter bei den Betroffenen ankommen. Dazu kommt, daß UN & NGOs über lebensrettende Erfahrung im Umgang mit derartigen Katastrophen verfügen, die es vor Ort nicht geben kann. Für Ihre Herabwürdigung der engagierten Helfer als Keksverteiler sollten Sie sich schämen! Bei den von Ihnen angeführten Geldbeträgen handelt es sich übrigens um Soforthilfe. Typischerweise folgen weit höhere Beträge für den Wiederaufbau (siehe Bandah Aceh nach 2004). Sollte die Junta jedoch nur dankend eine Bankverbindung angeben (in Liechtenstein?), so werden diese Mittel wohl kaum fliessen. Nur ein Verblendeter kann dies anderen als den Militärs in Burma anlasten. Die Kritik an der burmesischen Junta herabzuwürdigen, wie Herr Lorenz dies tut, ist in Anbetracht obiger Ausführungen naiv & beleidigend.
China, der du dieses Regime doch so liebst , unterstützt und kontrollierst wo bist du? Welches Gesicht zeigt das Familienmitglied in dieser Situation, auch nur wieder eine Maske?
für 95.000 Menschen (wohl eher 95.000 Kekse) wollten die UN-Hilfskräfte nur dann bereit stellen, wenn sie die Verteilung im Land selbst kontrollieren dürften, als quasi Proteinkeks-Verteilungsexperten. Interessant! Denen hätte ich ihre Kekse auch abgenommen und verteilt. Aber glücklicherweise geht es morgen weiter: 10 Millionen US-Dollar hat die UN zur Verfügung gestellt, 2 Millionen die Bundesregierung, die USA haben laut Spiegel von 250.000 auf 1 Million $ augestockt. Astronomische Summen! Hier wird schäbige Katastrophenpolitik auf Kosten der Opfer betrieben. Der Flughafen von Rangun ist offen für alle zivilen Hilfslieferungen. Fliegt endlich los!
Was soll das Geheule ? Glauben Sie wirklich, es ist der Zusammenarbeit mit diesen Machthabern dienlich, wenn sie vorher erst einmal ausgiebig beschimpft werden ? Und: Hoffen Sie nicht auf einen "geschenkten" Umsturz mithilfe der Naturgewalten.
"Burma ist noch nicht bereit, Suchmannschaften oder Journalisten aus anderen Ländern einzulassen" Das Wörtchen "noch" hinterläßt einen seltsamen Nachgeschmack. Was hat es zu bedeuten? Hat man "noch" etwas zu tun, bevor man sich in die Karten bzw. das Land schauen läßt? Oder will man "noch" einen Hauptsponsor finden, der neben guter Publicity beim Helfen auch etwas für die gebeutelte Junta tut? Was denn "noch", Burma?!
Ich glaube, diese Unterstellung eines Vorposters ist wohl lächerlich: In allen Hungerregionen der Welt ist die UNO und die einschlägigen Hilfswerke vertreten, letztere zum großen Teil mit Spendengeld aus "dem Westen". Das wird nur nicht täglich in den Medien breitgetreten, denn die stellen ja das Tagesgeschehen dar. Nichtsdestotrotz hat der UN-Ernährungsfond genug zu tun, und kümmert sich um die schlimmsten Hungerleider überall. Was Burma betrifft: Natürlich soll sich das Land endlich öffnen und modernisieren. Es ist ja wirklich lächerlich (wenn es nicht so ernst wäre), wie die Militärjunta seit Jahrzehnten die Menschen- und Freiheitsrechte mit Füßen tritt. Wer das hier in Deutschland in Abrede stellt, und relativieren will, stellt sich meiner Meinung nach auf eine Stufe mit den braunen Holocaustleugnern. Das soll kein Totschlagargument sein, sondern ich finde es einfach unerhört, daß Menschen, die tagtäglich die Menschen- und Freiheitsrechte, die hart erkämpft wurden, geniessen, und gleichzeitig diese Rechte als "Durchsetzungsmittel westlichen Imperialismus" in den Dreck ziehen. Ich lade jeden dazu ein, eine Demo gegen das Regime in Rangun zu versuchen. Es wird nicht lange dauern, bis ihr in den Folterkammern landet.
Die vom Zyklon am schwersten betroffenen Gebiete sind seit Beginn der Katastrophe von der Außenwelt abgeschnitten. Es handelt sich um ein dicht besiedeltes Gebiet, in dem ungefähr 1/3 (um 18 Mio. Seelen) der Bevölkerung lebt. Die Leute in Rangoon (nochmal 6 Mio. Menschen). dürften mit ihren eigenen Problemen noch ein Weilchen beschäftigt sein. Es handelt sich also um eine akut aufgetretene Notfallsituation von nationalem Ausmaß. Es ist selbstverständlich, dass man in einer solchen Situation Hilfe in's Land lässt; das konnte sogar Indonesien nach dem Tsunami, Iran nach dem letzten großen Erdbeben usw. In dieser Situation Hilfe ohne Helfer in's Land zu lassen birgt mannigfaltige Gefahren: 1. Die Hilfe wird selektiv verteilt & unliebsame Personen lässt man einfach verhungern. 2. Hilfsgüter werdern beschlagnahmt und in den lokalen Markt "eingespeist", d.h. für teuer Geld (das diejenigen, die die Hilfe am Nötigsten brauchen, nicht haben) verkauft. Ein General kauft sich von dem Erlös einen z.B. Geländewagen, mit dem sein Sohn im Chat prahlt 3. Die Hilfe kommt nicht an, da es zu wenig "Manpower" hat. Unter diesen Umständen ist Hilfe ohne Helfer rausgeschmissenes Geld. So und so verhungern die Mesnchen wie die Fliegen
Interessant durch die Kommentatoren zu erfahren, dass die UN politische Ziele verfolgt und Machbestrebungen hat. Wusste ich gar nicht. Fazit aus den Vorkommentaren: Am Besten überhaupt keine Katastrophenhilfe mehr für Burma. Die Militärregierung hat alles im Griff und die Bevölkerung ist bestens versorgt. Wieder einmal lässt sich die freie Welt von Witzfiguren in Uniform auf der Nase rumtanzen!
Soso meine Herren, nun ist mal wieder (oder doch eher wie immer?) der Westen schuld? Ihre relativierenden und verharmlosenden Worte über die Verhaltensweise der burmesischen Militärjunta sind zumindest verstörend. Die Hilfsorganisationen, Regierungen oder die UN möchten nur so arbeiten, wie sie dies nach dem 2004 Tsunami und bei anderen Katastrophen tun. Nämlich mit eigenen Helfern, die jahrelange Erfahrung besitzen. Nur so, und durch die Anwesenheit von Journalisten, kann sichergestellt werden, dass die Hilfsmittel bei allen (auch politisch mssliebigen) Bedürftigen ankommen und nicht zweckfremd verwendet werden. Die burmesische Junta verhindert entgegen den Interessen der Betroffenen durch einzigartige Beschränkungen für internationale Helfer (seien sie von Einzelstaaten, NGOs oder der UN) eine effiziente Hilfe für die Betroffenen. Diese muss übrigens - analog zu Bandah Aceh nach 2004 - langfristig sein, was ohne Helfer Aceh-erfahrener NGOs schwierig bis unmöglich sein dürfte. Willfähriges Akzeptieren der Beschränkungen ist aus oben genannten Gründen inakzeptabel und kontraproduktiv. Wer "dem Westen" incl. UN hier Machtpolitik vorwirft verkennt Ursache und Wirkung oder ist geistiger Mittäter. Was ist es bei Ihnen, meine Herre
Unter welchen Umständen wurden denn die Hilfsgüter beschlagnahmt? Etwa weil deren Herausgabe von der UN oder sonstwem solange verweigert wurde, bis "internationale Hilfskräfte" und CNN-Journalisten von US-Militärhubschraubern ins Land geflogen werden dürfen? Schande über die Einstellung der Hilfslieferungen, Schande!
Das klang gestern in den ARD Nachrichten durch die korrespondentin vor Ort durchweg anders und positiver. Da hiess es: Ja,nach anlaufschwierigkeiten kann jetzt geholfen werden, hilfsgüter werden auch selbständig durch die NGOs verteilt und es gibt keine probleme. Und die bevölkerung beruhigt sich, da die Regierung mittlerweile auf Trab gekommen ist und ordentliche Hilfe anläuft. Ja und nun ? Was soll man denn nun glauben ?