EU-Gipfel mit Putin im finnischen Lahti

Geheime Notizen aufgetaucht

„Bei Putin nur die Ruhe bewahren“

Manchmal gewährt ein Mülleimer ungewohnte Einblicke: Im Abfall des Madrider Außenministeriums fanden sich nun „vertrauliche“ Notizen vom jüngsten EU-Gipfel. Demnach waren viele Staats- und Regierungschefs vor dem gemeinsamen Essen mit Rußlands Präsident Putin tief beunruhigt.

Lesermeinungen zum Beitrag

10. November 2006 21:42

Politiker unter sich - und trotzdem kein Skandal

Marc Rieger (rieger74)

Eigentlich ist das doch beruhigend: Da vereinbaren unsere Regierungschefs eine geheime Strategie im Umgang mit Russland, und wo mancher sicherlich Schlimmstes Gemauschel vermutet haette, kommen stattdessen Themen wie die Pressefreiheit in Russland zur Sprache! Normalerweise wird ja Politikern gerne vorgeworfen, sich um solche Themen nur zu scheren, wenn die versammelte Fernsehnation zuschaut. Die Realitaet sieht wohl anders (weniger schrecklich, aber eben auch weniger skandaloes, sprich: interessant) aus. Und so sind dann die vertraulichen Aktennotizen aufschlussreich, aber ganz und gar nicht dazu geeignet, Sensationsgier zu befriedigen oder Politikerfrust zu erzeugen.

Ist aber auch nicht noetig. Wir haben ja unsere Leserbriefschreiber, die finden dann schon einen Weg, sich trotzdem ueber die Politiker zu aergern. Und sei es auch nur ganz ohne Bezug zu diesem Artikel...

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10. November 2006 20:59

Bei Europa die Ruhe verlieren

Andreas Jacobsen (andreas.jacobsen1)

Unglaublich. Verlaufen diese Gespräche von Frau Merkel und Co nach dem Prinzip, daß jeder Anwesende seine Sprechblasen zum Besten geben muß? Sozusagen als gruppendynamischer Prozeß? Da muß man ja unruhug werden!

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10. November 2006 18:22

Eine sehr gute Beschreibung europäischer Außenpolitik!

Rolf-Dirk Maehler (RDMAEHLER1)

Von allen anwesenden Regierungschefs kann Herrn Putin niemand auch nur das Wasser reichen. Und so sind sie denn auch die "vertraulichen" Notizen. Und so geht die spanische Regierung damit um. Herr Zapatero und seine Regierung sind schon etwas besonderes.

Rolf-Dirk Maehler

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