Trauer um Bhutto - Sorge um Pakistan

Drama in Pakistan

Wer tötete Benazir Bhutto?

Woher genau ihre Mörder kamen, darüber wird noch gestritten. Doch in jedem Fall zeigt der Mord an der Oppositionspolitikerin: Die islamistischen Extremisten in Pakistan sind eine größere Bedrohung für die Stabilität der Welt als jene im Irak oder in Afghanistan. Von Ahmed Rashid, Lahore

Lesermeinungen zum Beitrag

02. Januar 2008 22:12

Der ganze Grund für die Paranoia!

Herold Binsack (Devin08)

Ich glaube wir müssen lernen, die Welt so zu sehen, wie sie vermutlich wirklich ist. Da gibt es eine Gruppe von Staaten (mit einem Alpha-Staat an der Spitze, und dies wäre dann der Unterschied zum antiken Vorbild „Rom“), die den Hauptteil der Welt direkt oder indirekt (in die moderne „Tributpflicht“ also genommen) beherrschen (und letztere lassen sich all zu gerne beherrschen, da sie, das heißt ihre Oberschichten davon profitieren), bis auf eine Minderheit (oder ist es die Mehrheit?) die von all diesen „Barbaren“ (heute wohl eher Terroristen, bzw. Achse des Bösen) genannt werden. Die Frage wäre da nur, wann diese Barbaren die Grenzen überrennen. Vielleicht ist das Wissen oder die Ahnung hiervon eines Bush ganzer Grund für dessen Paranoia!?

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02. Januar 2008 00:16

Eine US-Kolonie? Was Washington von Demokratie in Pakistan halt,

Martin Enzinger (FlorianGeyer)

..das konnte man sehr gut dem Artikel
"Pakistan auf Amerikanisch"
in der Ausgabe vom 31.12.2007 entnehmen.
Da maßen sich US-Politiker tatsächlich an,
den Wahltermin und nach Möglichkeit auch gleich die künftige Regierung
Pakistans vorzuschreiben.
Und wundern sich dann, wenn der lt. FAZ vom 23.06.2006, S.7,
mit einem angedohten Bombardement seines Landes "in die Steinzeit"
im Sptember 2001 an die Seite der USA gepreßte General Musharraf die US-Planungen hintertreibt, indem er bspw. die von Washington für den "régime change" vorgesehene korruptionsbelastete Frau Bhutto ausschalten läßt.

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31. Dezember 2007 19:15

Die Taliban, der BND und pakistanische Begehrlichkeiten!

Herold Binsack (Devin08)

Vor wenigen Monaten verkündete ein wichtiger Mitarbeiter der Nordrhein-westfälischen Staatskanzlei in der Welt (oder auch in der FAZ – so genau weiß ich das nicht mehr), dass Pakistan im Kampf gegen die Taliban, oder wohl auch eher in der Zusammenarbeit mit diesen, eine wie immer wichtige Rolle einnähme, und dass es der Bundesregierung gut anstünde, wenn sie sich auf die Socken mache (natürlich gut abgeschirmt durch einen BND) und dort eine selbstständige diplomatische Mission durchführe, so ähnlich, „wie auch schon in früheren Jahren, als es gegen die Sowjets ging“, gab er dem wohl nicht schlecht staunenden Publikum so nebenbei noch zu verstehen. Wenige Tage später konnte man in allen Zeitungen lesen, dass es Pläne gäbe, die Taliban in die Regierung mit einzubeziehen, anstatt sie, wie bisher, zu bekämpfen. Dies mag die Doppeltaktik der pakistanischen Militärs, bzw. Geheimdienste erklären, zumal solches die Begehrlichkeiten jener Kräfte noch zusätzlich füttert; und Frau Bhutto war da wohl eine ernstzunehmende Konkurrenz!

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31. Dezember 2007 18:16

Denken wir nach...

Aydogdu Sezer (aydogdu)

Kann ein Mensch, wie der Usame Bin Laden, der bekanntlich seiner Zeit von CIA nach Afghanistan geschickt wurde, um den Widerstand gegen die sowjetischen Okkupanten zu organisieren, aus einer Höhle aus (zwischen Afghanistan und Pakistan) all diese hochkomplizierte terroristische Aktivitäten seit 11.Sept. 2001 UNBEMERKT durchführen? Ist er ein Geist oder kommt er aus einem Stern, der uns intelligenzmäßig um Lichtjahre voraus ist

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30. Dezember 2007 10:41

Immer gegen das Volk!

Herold Binsack (Devin08)

Die Taliban und Al Qaida waren nützlich als es darum ging die Sowjets aus Afghanistan zu vertreiben, und sie bleiben es, um dem Westen seine Kriegsrethorik zu ermöglichen. „Krieg gegen den Terror“ bedeutet (und Schäuble hat es dem deutschen Volk verkündet), dass wir niemals mehr einen Nichtkriegszustand haben werden. Und die Demokratie wird dabei mit abgewickelt, zunächst noch im Krieg gegen die obsolet gewordene Friedens-("Demokratie")-semantik. Nützliche Idioten oder Agent Provokateurs, wer will das schon so genau wissen? Und in Pakistan befindet sich seit den ersten Tagen von Taliban und Al Qaida die eigentliche Kommandozentrale. Nicht nur US-amerikanische, sondern auch deutsche Geheimdienstoperationen wurden zusammen mit dem pakistanischen Geheimdienst durchgeführt, zunächst mit den Taliban, dann gegen sie, aber auf jeden Fall immer auf eigene Rechnung, will heißen: hinter dem Rücken des Volkes - des pakistanischen wie des deutschen oder auch amerikanischen. Ist es da nicht sehr real anzunehmen, dass der pakistanische Geheimdienst nun auf eigene Rechnung im Trüben fischt? – gegen oder mit den Terroristen, versteht sich, aber wie gehabt, immer gegen das Volk.

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30. Dezember 2007 10:36

Wirre Spekulationen

Ivan Poppov (poppov)

Die Argumentation des Verfassers des Artikels ist ja zum Teil geradezu "hanebüchen" und bedient garadezu permanent geschürte, gängige Vorurteile.

Was ist passiert. In Pakistan ist eine Frau getötet worden, welche an einer Wahl teilnehmen wollte.

Für Pakistan und seine Bevölkerung ist es eher unbedeutend. Die Menschen werden in einer freien Wahl eine Volksvetretung wählen und dann wieder zur Tagesordnung übergehen. Das war's dann auch schon.

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30. Dezember 2007 07:36

Danke für den Hinweis, Jennifer Pahlke

Friedrich-Karl Antonius (fk.antonius)

>Die "Organisation Al Qaida" in ihrer ursprünglichen Form ist vermutlich mit Bin Laden und seinen damaligen Getreuen längst "verstorben".<

Das nächste "Bin-Laden-Band" im Rahmen wohl einer Desinformationsstrategie ist bereits im Umlauf, wie andere Zeitungen berichten. Allerdings wenig glaubwürdig, denn man läßt ihn nicht zu den aktuellen Ereignissen in Pakistan sprechen, sondern legt ihm wieder mal die übliche "Propaganda" in den Mund.

Wenn "Bin-Laden" noch leben würde, dann hätte er es sich nicht nehmen lassen, zu den Vorgängen in seiner vermuteten "2. Heimat" Pakistan und insbesondere zu dem Mord an Frau Bhutto Stellung zu beziehen. Dies konnte man allerdings wohl deshalb nicht wagen, weil man den/die Täter nicht kennt, gelle.

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29. Dezember 2007 23:59

Noch

uwe gottwald (ugottwald)

steht nicht fest , wer die Drahtzieher waren.

Musharraf (?), AlQuida (?) , die Schnittmenge zwischen beiden im pakistanischen Geheimdienst (?) Doch wohl nicht als Eigenentscheider ohne Genehmigung des amerikanischen Geheimdienstes (!)

Angeblich setzten die US-Machthaber als 2. Option auf Bhutto .

Aber Dick Cheney setzt eher alles auf die alles oder nichts (Armageddon) Karte .
Beschäftigen Sie sich mal mit seiner mentalität und Strategie des : Alles oder Nichts !

Im Iran ist aufgrund der derzeitigen Faktenlage eine Intervention schwierig .

Nur Chaos nützt dem Endzeitszenario der Bush/Cheney -Administration noch in der Verwirklichung ihrer 'Visionen'.

Wie schrieben die neocons : Während Ihr noch über die rechtmäßigkeit der geschaffenen Fakten (siehe Irak) diskutiert , schaffen wir schon neue.

Ich wette drauf ...

Diese Administration trifft das nicht unvorbereitet !

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29. Dezember 2007 22:43

Immer gegen das Volk!

Herold Binsack (Devin08)

Die Taliban und Al Qaida waren nützlich als es darum ging die Sowjets aus Afghanistan zu vertreiben, und sie bleiben es, um dem Westen seine Kriegsrethorik zu ermöglichen. „Krieg gegen den Terror“ bedeutet (und Schäuble hat es dem deutschen Volk verkündet), dass wir niemals mehr einen Nichtkriegszustand haben werden. Und die Demokratie wird dabei mit abgewickelt, zunächst noch im Krieg gegen die obsolet gewordene Friedens-("Demokratie")-semantik. Nützliche Idioten oder Agent Provokateurs, wer will das schon so genau wissen? Und in Pakistan befindet sich seit den ersten Tagen von Taliban und Al Qaida die eigentliche Kommandozentrale. Nicht nur US-amerikanische, sondern auch deutsche Geheimdienstoperationen wurden zusammen mit dem pakistanischen Geheimdienst durchgeführt, zunächst mit den Taliban, dann gegen sie, aber auf jeden Fall immer auf eigene Rechnung, will heißen: hinter dem Rücken des Volkes - des pakistanischen wie des deutschen oder auch amerikanischen. Ist es da nicht sehr real anzunehmen, dass der pakistanische Geheimdienst nun auf eigene Rechnung im Trüben fischt? – gegen oder mit den Terroristen, versteht sich, aber wie gehabt, immer gegen das Volk.

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29. Dezember 2007 22:07

Musharaf ist die letzte Ordnungsmacht in Pakistan

Gerhard Dünnhaupt (dunnhaupt)

Joschka Fischer behauptete noch einige Tage vor dem Attentat in der "Zeit", Musharaf sei die größte Gefahr für Pakistan. Jetzt aber ist er die einzige noch verbleibende Ordnungsmacht, die das Land vor totaler Anarchie und Chaos bewahren kann. Es bleibt der Welt momentan keine Wahl als ihn zumindest so lange zu unterstützen, bis der gegenwärtige Ausnahmezustand überwunden ist.

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29. Dezember 2007 20:20

Wahrscheinlich nicht die, die wir vermuten...

Stefan Horn (hornile)

Zuerst ging Al-Qaida durch die Medien, dann andere islamistische Extremisten.

Ich vermute ganz stark, dass der momentane Machthaber Musharraf dahinter steckt. Und als Täter findet der pakistanische Geheimdienst bestimmt irgendnen verblendeten Islamist, der sich opfert...

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29. Dezember 2007 11:12

Al Qaida ist eine Begrifflichkeit, welche für ALLES oder auch NICHTS mißbraucht

Jennifer Pahlke (JenPahlke)

...werden kann, insbesondere hier im Westen.

Unter dem "Pseudonym Al Qaida" melden sich sowohl unsere "westlichen Dienste" als auch islamisch geprägte Gruppen regelmäßig zu Worte. Bei einer intensiven und kritischen Betachtung der Dinge kann dies einem unvoreingenommenen Beobachter nicht verborgen bleiben.

Die "Organisation Al Qaida" in ihrer ursprünglichen Form ist vermutlich mit Bin Laden und seinen damaligen Getreuen längst "verstorben".






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