„Black Boxes”, mit denen man Schach spielen kann

E-Wahlen

Wie sicher sind Wahlcomputer?

Obwohl der Bundestag seinen Einspruch abgelehnt hat, will Ulrich Wiesner nicht aufgeben: Der Informatiker hält die Bundestagswahl 2005 für ungültig und den Einsatz von Wahlmaschinen für undemokratisch. Nun will er vor das Bundesverfassungsgericht ziehen.

Lesermeinungen zum Beitrag

04. Januar 2007 00:47

Computer umgehen - Briefwahl beantragen!

Bernd Martin Rohde (bmrbern)

Wer Briefwahl beantragt, bekommt ja einen Wahlschein nach Hause geschickt. Das sollte doch auch in den Gebieten so sein, in denen Computer im Wahllokal stehen? Diese Wahlcomputer kann man ja nicht dem Wähler per Post zusenden, da muss es dann Papier sein!
Wäre eine interessante Sache, wenn aus Protest gegen Wahlcomputer plötzlich der Grossteil der Wahlberechtigten in dem Einsatzgebiet dieser Geräte Briefwahl beantragen würde. Man müsste nur die Massen entsprechend mobilisieren können, bzw. den Prozentsatz der Wahlberechtigten, der definitiv auch wirklich wählen will und nicht erst in letzter Sekunde entscheidet, wem man seine Stimme(n) gibt.
Ich bleibe jedenfalls bei meiner Empfehlung: Beantragen Sie Briefwahl - die "zwingenden Gründe zur Abwesenheit am Wahltag" liefert Ihnen der Wahlcomputer!

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03. Januar 2007 16:34

Politiker manipulieren Menschen, nicht Computer!

norbert doerre (ndoerre)

Wenn sich gestandene Bürger mit der Manipulierbarkeit von Wahl-Computern befassen, dann frage ich mich ernsthaft, warum sich die gleichen Menschen nicht schon lange vorher mit der Manipulierbarkeit der Wähler beschäftigt haben. Letzteres Risiko wird immer schon mit dem Wohlwollen aller Fachleute und vor allem dem der Politiker und Parteien geduldet. Die Gefahr der Manipulation von Menschen ist ungleich größer als die von Computern.
Gerade bei der letzten Bundestagswahl hat sich in nie dagewesener Dimension gezeigt, wie sehr Wähler kurzfristig manipulierbar sind.
Wenn man einen Computer manipuliert, muß alles, was man ihm einflößt, für ihn verständlich und logisch sein. Bei Wählern dagegen zählen in der Regel offenbar weder Verstand noch Logik.
Es sollten in Zukunft die neuen Medien vielmehr dazu genutzt werden, möglichst authentische und unbeeinflußte Nachrichten und Werte zu vermitteln, die einer Nachprüfung standhalten. Unsere politisch über DPA gleichgeschalteten Rundfunkanstalten des Öffentlichen Rechts sind ein Paradebeispiel für bewußte Manipulation der Bürger und für politischen Aktionismus.
Wehrt Euch also nicht gegen manipulierbare Maschinen, sondern gegen Diejenigen, die sie immerzu mißbrauchen.

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03. Januar 2007 16:06

Black Boxes

Edgar Gärtner (Edsches)

Was für die Software von Wahlcomputern gilt, sollte auch bei den Großcomputern beachtet werden, mit deren Hilfe "Klimaforscher" auf Kosten der Steuerzahler die Entwicklung des Wetters bzw. Klimas bis zum Ende des 21. Jahrhunderts glauben simulieren zu können. Außer einem kleinen Kreis Eingeweihter kennt niemand die Programme, Modelle und Daten, mit denen diese Computer gefüttert werden. Und den beteiligten Forschern selbst fehlt die Übersicht über die Millionen von Verknüpfungen, die der Computer zwischen Abermillionen von eingegebenen Daten herstellt. Klima-Computer sind im wahrsten Sinne des Wortes "Black Boxes". Dennoch nimmt die Politik die Ergebnisse solcher Simulationen für bare Münze und bürdet dem Volk die Kosten für die Rettung eines "Weltklimas" auf, das offenbar nur im Computer existiert. In der Realität hingegen ist Klima als 30-jähriger Durchschnitt des Wetters immer das, was eine Region von einer anderen unterscheidet. Ein "Weltklima" ist gar nicht definierbar. Wäre es nicht an der Zeit, den Bürgern nahezulegen, ihre Erfurcht vor Computersimulationen abzulegen?

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03. Januar 2007 15:42

Ungültig wählen

Niko Akathari (NikoA)

Es ist bei einem Wahlcomputer unmöglich ungültig zu wählen. Bisher war es möglich, zwar zur Wahl zu gehen und man wurde in der Wahlliste abgehakt (war mithin unverdächtig), konnte aber trotzdem bei der Wahl seinen Unmut durch Ungültigwählen kundtun. Dieser Möglichkeit ist man nunmehr beraubt. Das Durchstreichen des "Wahlzettels" eines Wahlcomputers läßt der anständige Mensch ja bleiben, da es wohl zur Sachbeschädigung führen dürfte.

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03. Januar 2007 15:15

In diesem Bericht fehlt ...

erich rupp (erichr)

1. Der Hinweis, dass den Wahlcomputern nicht nur das Schachspielen beigebracht wurde, sondern auch das Fälschen des Wahlergebnisses.

2. Es ist nicht nur Nevada in den USA, die Kontrollausdrucke verlangen, 27 Staaten verlangen sie, 18 weitere setzen sie ein.

3. Das Kontrollausdrucke nicht zentral durch Manipulation der Software gefälscht werden können (im Extremfall von einer einzigen Person), sondern nur dezentral in jedem einzelnen den Wahllokal.

4. Der Satz "Das Wichtigste ist, dass die Wähler sich sicher fühlen." ist doch eher lächerlich, das Wichtigste ist, dass die Wahlen frei, geheim und nachvollziehbar ablaufen.

5. Die Internet-Wahlen in Estland sind kein Schritt weiter, sondern einer zurück. Abgesehen von der technischen Manipulierbarkeit, die niemand kontrollieren kann, gibt es die gleichen Probleme wie bei Briefwahlen: Stimmen können leicht verkauft werden und innerhalb einer Familie gibt es kein Wahlgeheimnis, d.h. ein dominantes Familienoberhaupt kann bequem die Stimmen der ganzen Familie kontrollieren.

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03. Januar 2007 14:29

Der entscheidende Einwand:

gisbert heimes (gisbert4)

Zitat:
<<<Und in einer öffentlichen Petition gegen den Einsatz von Wahlcomputern des Mathematikers Tobias Hahn aus Berlin, die in den vergangenen Wochen auf den Internetseiten des Deutschen Bundestags von mehr als 40.000 Personen unterzeichnet wurde, heißt es: „Werden Wahlcomputer eingesetzt, wird ein einfaches, unzählige Male erprobtes, evaluiertes und bewährtes System durch ein komplexes, von nur wenigen Einzelnen überprüfbares System ersetzt.“>>>

Natürlich kann das von Hand ausgezählte amtliche Wahlergebnis niemals 'richtig' sein.

Aber die Wahlcomputer mögen noch so gut funktionieren, vor der Manipulation durch 'nur wenige einzelne' können sie niemals sicher sein.

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03. Januar 2007 14:13

Fälschungssicher?

Mathias Höpfner (Hoepfner98)

"In Amsterdam wurde dann bei der Parlamentswahl Ende November zur Sicherheit wieder mit Papier und
B l e i s t i f t abgestimmt."

(??)

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03. Januar 2007 13:32

Ein neues Wundermittel zur Entmachtung des Wahlvolkes

Martin Enzinger (FlorianGeyer)

Wenn das verstockte Volk nicht so wählt, wie es die Regierung und die ihr verbundenen "anständigen" gesellschaftlichen Gruppen wünschen, dann ändert man eben die Methoden der Auszählung.
Der Satz des PTB-Professors,
"diese Geräte stehen nicht auf dem Marktplatz herum, sondern sind gesichert aufzubewahren." ist die reinste Volksverdummung.
Wer verwahrt die Rechner denn vor der Wahl,
und wer überprüft vor dem Wahltag ihre Funktion?
Doch wohl die Regierung und nicht der CCC oder andere von der Exekutive unabhängige Verbände.

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