Wahlen in Kongo

Der Selbstmord einer favorisierten Partei

Ganz gleich wie die Wahlen in Kongo ausgehen werden, einen Schönheitsfehler haben sie schon jetzt: Die UDPS, eine der Parteien mit den größten Chancen, nimmt gar nicht teil. Thomas Scheen berichtet aus Kinshasa.

Lesermeinungen zum Beitrag

24. Juli 2006 13:18

Endlich Wahlen!!!

Thomas Mecha (Alimekka)

„Endlich Wahlen!“

Ich kann die Meinung von Arndt Ludwig (Lorddersith) nicht teilen.

Sicherlich ist er als deutscher Steuerzahler berechtigt den deutschen Geldfluss zu kommentieren und für ihn "wichtigere" Investitionsmöglichkeiten vorzuschlagen. Allerdings darf er das deutsche/europäische Engagement in Kongo nicht anhand einer Aktion bewerten und dann entscheiden ob dieses fortgesetzt werden solle oder nicht.

Sie scheinen indirekt die Fortsetzung der Übergangsregierung mit Herrn Joseph Kabila zu fordern, da Sie keine Option für die Wahlen in Kongo nennen. Glauben Sie denn wirklich, dass ein Regime, dass einen Begriff wie Demokratie nicht ernst nimmt, dieses Land aus den Trümmern helfen kann.
In den Jahren der Regierungszeit von Joseph Kabila wurde genau 0% (!) für das Gesundheits-, und Bildungswesen ausgegeben.
Wenn wir in einer solchen Situation nun Kongo alleine lassen dürfen wir uns nicht wundern wenn dort wieder ein Bürgerkrieg ausbricht.
Natürlich sind der Wahlkampf, welcher derzeit geführt wird aufs schärftse zu kritisieren, da die demokratischen Standarts nicht gewahrt werden.

Trotzdem dürfen wir die Menschen dort nicht alleine lassen, da sie selber die Demokratie wollen!

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21. Juli 2006 17:22

Geld gespart !??

Arndt Ludwig (Lorddersith)

Nun, nichts ist so beständig, wie die Lageänderung !

Dass die nun eingetretene Situation im Kongo die "Wahl" bereits jetzt sinnlos macht, könnte dem deutschen Steuerzahler viel Geld sparen:

Die Bundeswehr zieht ab, verbucht das Ganze als kleine Luftverlegungsübung mit hohem Realitätswert, und gut ist.

Statt aber einzusehen, dass westliche politische Standards kein universeller Exportartikel für andere Kulturen sind (sollte seit dem Afghanistan-Drama, spätestens aber dem Hamas-Wahlerfolg in Palästina, endlich jedem klar sein), werden sich unsere "Spitzen"-Politiker weiter in aller Welt engagieren.

Macht ja auch mehr Spaß, als nach dreissig Jahren ungehemmten Prassens und Nichtstuns endlich Deutschland zukunftsfähig zu reformieren.

Wenn offensichtlich zu viel Geld und arbeitslose Truppen zur Verfügung stehen, dann wäre beides an den EU-Außengrenzen besser aufgehoben

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