Abendgebet türkischer Muslime in Berlin

Islamkonferenz

Im Zeichen alter Gegensätze

Vor der Islamkonferenz an diesem Mittag im Berliner Schloß Charlottenburg sind die großen muslimischen Verbände enger zusammengerückt. Sie fühlen sich schlecht behandelt, kritisieren die Einladungsliste Schäubles und fordern mehr Rechte.

Lesermeinungen zum Beitrag

29. September 2006 11:38

mit Führer oder ohne Führer

Behrouz Rajabi (rajabi)

was hier in Deutschland den Menschen so schwer vorstellbar ist, dass es auch Menschen gibt,
die gemeinsam eine Ideologie vertreten, ohne in einem Verband zu sein.
Das macht zwar das Leben nicht leicht aber auch nicht schwerer.

Dazu kommt, manche Dialog-Unwillige, Besser-Wisser, die angeblich besser wissen, was ein Muslime zu Mittag gegessen hat als die Person selbst.
Woher Manche zu solchen Erkenntnisse erlangt sind, ist mir bis heute schleierhaft.

Denn das Glauben ist eine Privatsache.
Ich kann die Menschen hier empfehlen und bitten, sich über Islam zu informieren, bevor sie sich öffentlich so Weise präsentieren. Islam hat viele Facetten, vielfältig und aufregend.
So vielfältig, dass selbst die normale Muslime nicht über alles beschied wissen.

Glaube wird dadurch nicht besser oder vollwertiger, wenn man ein Papst hat!

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29. September 2006 09:43

@Genc - "Islamhasser" ?

Elisabeth Müller (liemue)

"Damit sie auch wissen wo es lang gehen soll, holt man gleich die Islamhasser Kelek, Ates etc. warum nicht auch Alice Schwarzer, Hirsi Ali und Oriana Fallaci??"

Die Diffamierung der o.g. Personen als "Islamhasser" spricht schon Bände. Ich vermute mal, daß Sie alle diese Personen persönlich kennen müssen, um zu diesem vernichtenden Urteil zu gelangen ?

Und warum haben Sie etwas dagegen, wenn man ALLE Aspekte des Islam in der BRD in dieser Konferenz beleuchtet. Schliesslich werden nur maximal 20% aller in Deutschland lebenden Muslime von den muslimischen Verbänden vetreten.

Ich kann mir jedenfalls nicht vorstellen, daß die offiziellen Vertreter zu Themen wie Zwangsehe, Unterdrückung von Frauenrechten und anderen (negativen) Erscheinungsformen des Euro-Islam Stellung beziehen werden.

Desweiteren werden keine "Muslime gebacken", sondern endlich deutlich gemacht, daß in einem Rechtsstaat lebende Einwanderer auch glasklar definierte Pflichten haben. Es ist schon traurig genug, daß man Konferenzen einberufen muss, um dies zu klären.

Gruß
Dr. Elisabeth Müller

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29. September 2006 08:41

Herr Engin Eker öffnet die Augen!

Markus Teuber (arathorn)

Ob der Beitrag von Herrn Engin Eker nicht endlich zu Denken
geben sollte ?

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28. September 2006 00:02

@Sigfrid Genc

Dirk Krueger (Benedikt25)

Sehr geehrter Herr Genc,

Ihr Beitrag zeigt weder die typische Einstellung, die mich mittlerweile bei vielen Muslimen nur noch nervt:

Wieso sollen die Muslime bei dieser Konferenz über den Tisch gezogen werden? Warum wird von muslimischer Seite immer nur geklagt und gefordert? Warum darf die "Mehrheitsgesellschaft" nicht durchaus berechtigte Erwartungen für ein friedliches Miteinander an die Muslime formulieren?

Übrigens: Demokratie lebt auch von Meinungsvielfalt. Es gibt auch Menschen, die sich nicht von den eingeladenen muslimischen Verbänden vertreten fühlen, sondern von den ebenfalls teilnehmenden Islam-Kritikern. Doch Sie denunzieren diese Menschen ja direkt als "Islam-Hasser". Warum?

Die Diskussion wird durch diese Teilnehmer bereichert, auch wenn die muslimischen Verbände versuchen, jede Kritik am Islam vorab im Keim zu ersticken. Aber in einer Demokratie muss man lernen mit Kritik zu leben und umzugehen.

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27. September 2006 16:15

@Sigfrid Genc es geht nicht darum, was gibst du mir....

W.P. Bayerl (Dr.Bayerl)

....sondern darum dass der Staat hier sein Gewaltmonopol einfordert. Im Religiösen selbst muß er sich zurückhalten, höchstens Religionsfreiheit garantieren.
Schon die Beiträge hier im Forum zeigen, dass man mit viel Fingerspitzengefühl hier wenig ausrichten kann,
leider

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27. September 2006 16:00

Wer ist für die Auslegung des Korean verantwortlich?

B Santina (BAS2)

So wie die christlichen Kirchen sich für die den Menschenrechten und der Vernunft gemässe Auslegung der Bibel als Gesamtheit verantwortlich betrachten, so können Vertreter des Islam nur als Gesprächspartner für die Politik ernst genommen werden, wenn sie sich gemeinschaftlich als für eine den Menschenrechten gemässe Auslegung des Koran verantwortlich betrachten. Welchen Sinn hat eine Diskussion mit Gruppen, die erklären "Wir selbst stehen auf der Basis des Grundgesetzes und der Charta der Menschenrechte, mit den anderen Gruppen, die im Namen unserer Religion Mord und Völkermord fordern, haben wir nichts zu tun!"

Schliesslich haben die christlichen Kirchen die Menschenrechte auch nur nach Jahrhunderten, und nach massiven und erbitterten internen Kämpfen, akzeptiert.

Sicher ist es besser als gar keine Diskussion, mit (im philosophischen Sinne) aufgeklärten Muslimen zu sprechen. Ansprüche für ihre Glaubensgemeinschaft können sie aber nur stellen, wenn sie diese auch tatsächlich vertreten.

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27. September 2006 14:07

Deutsche Scharia

Thomas Seifert (Thomas_Seifert)

Vielleicht liegen die Gesprächspartner doch nicht so weit auseinander. Ich vermisse in dem Artikel einen Hinweis auf den soeben vom Islamforum erarbeiteten Vorschlag einer "deutschen" Scharia, der für die hierzulande lebenden Muslime verbindlich sein soll. Auf den ersten Blick sieht das nach etwas aus, mit dem alle Beteiligten leben könnten. Dokumentiert bei der "Konnkurrenz" unter:
www.frankfurter-rundschau.de/in_und_ausland/dokumentation

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