Nach der Freilassung

Entführte Bergsteiger am Abend in Bayern erwartet

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21. Juli 2008 Die drei von der verbotenen kurdischen Arbeiterpartei PKK verschleppten und am Sonntag freigelassenen deutschen Bergsteigern werden am Montagabend in München erwartet. Die drei Deutschen seien auf dem Weg in die türkische Hauptstadt Ankara, „und wir hoffen, dass es soweit klappt, dass sie heute Abend noch von Ankara nach Bayern fliegen können“, sagte Bayerns Innenminister Joachim Herrmann am Montag im Deutschlandfunk.

Nach seinen Informationen geht es den Männern den Umständen entsprechend gut. Sie seien jedenfalls nicht krank und nicht verletzt. Allerdings müssten sie im Laufe des Tages intensiver medizinisch untersucht werden. Bundesaußenminister Steinmeier zeigte sich in Berlin abermals erleichtert über die Freilassung der Deutschen.

Herrmann: „Auswärtiges Amt hat sehr gut gearbeitet“

Zu den Umständen der Freilassung machte Herrmann keine Angaben. Er sagte nur, nach seiner Wahrnehmung hätten die Gespräche der Mitarbeiter des Auswärtigen Amtes und deren Kontakt zu Kreisen der Entführer „im Vordergrund“ gestanden. „Ich denke der öffentliche Druck oder der militärische Druck auf die PKK hat da weniger eine Rolle gespielt.“

Insgesamt würdigte Herrmann die Arbeit des Außenamts bei der Entführung. Die Kollegen hätten „wirklich eine sehr gute professionelle Arbeit abgeliefert“. Ob Lösegeld für die drei Entführten gezahlt wurde, ließ er offen. „Da will ich mich nicht dazu äußern, das ist Sache des Auswärtigen Amtes“, sagte er. Zugleich mahnte Herrmann, der Konflikt zwischen der Türkei und den Kurden dürfe nicht nach Deutschland übertragen werden.

In keinem anderen Land der Welt außerhalb der Türkei, des Iran und Iraks lebten so viele Kurden wie in Deutschland. Von den geschätzten rund 500 000 Kurden in der Bundesrepublik seien die meisten „absolut friedlich“. „Aber den gewalttätigen Kampf, den die PKK und die Nachfoger führen wollen, den können wir natürlich auf keinen Fall in unserem Land akzepterien“, sagte Herrmann. Es müsse jetzt „sorgfältig analysiert“ werden, ob die PKK auch Anschläge in Deutschland verüben könne. „Grundsätzlich müssen wir hier auf der Hut sein“, befand er.



Text: FAZ.NET
Bildmaterial: AP, dpa, reuters

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