Trauer

„Eta no“: Spanier gehen auf die Straße

11. März 2004 „Der 11. März hat bereits einen Platz in der Geschichte der Niederträchtigkeit eingenommen. Wir werden nicht vergessen. Aber wir werden die Terroristen voll und ganz besiegen. Den Sonnenaufgang werden sie nur noch hinter den Mauern ihrer Gefängniszellen erleben können.“

Mit diesen Worten wandte sich Spaniens Ministerpräsident José María Aznar an das spanische Volk. „Die Verbrecher, die für so viele Todesopfer verantwortlich sind, werden gefasst werden", sagte Aznar am Donnerstag in einer im Fernsehen übertragenen Ansprache. „Wir werden die Terrorbande erfolgreich zur Strecke bringen.“

Spanier demonstrieren gegen die Eta

Überall in den Städten des Landes fanden sich die Menschen zu spontanen Demonstrationen zusammen. Auf Transparenten war zu lesen „Paz ahora!“ (Frieden jetzt!) und „Eta no“ (Nein zur Eta). Andernorts wurden Mahnwachen und öffentliche Trauer-Altäre errichtet.

Das Massaker löst eine spontane Welle der Hilfsbereitschaft aus. Zwei Stunden, nachdem die Krankenhäuser zum Blutspenden aufgerufen haben, wird bereits Entwarnung gegeben. „Es kamen so viele Freiwillige, daß unsere Bestände wieder ausreichen“, sagt ein Sprecher des Gregorio-Marañón-Hospitals.



Text: @dho, mit Material von dpa, AP, AFP
Bildmaterial: AP, dpa/dpaweb, REUTERS

 
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