EU-Militärmission

Sterben für Kongo?

Für Eufor, die europäische Schutztruppe in Kongo, haben sich die Einsatzbedingungen grundlegend geändert: In Kinshasa herrscht Krieg. Sterben für Kongo? Davon war nie die Rede. Ein Kommentar von Thomas Scheen.

Lesermeinungen zum Beitrag

25. August 2006 12:54

Dürften Sie sich wehren?

R. Lettow (r.lettow)

Es stellt sich mir auch die Frage, ob die Soldaten sich entsprechend wehren dürften? Ist das Mandat so ausgelegt, das Artelerieangriffe mit Zerstörung der angreifenden Artellerie beantwortet werden darf?
Nur dann hätten die potentiellen Bürgerkriegsparteien ein wenig Respekt vor der Eufor-Truppe.
Falls nun das Mandat kaum zur Selbstverteidigung reicht, hätte man es sein lassen können und sollen.

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25. August 2006 10:41

Sterben fuer Kongo ?

Humberto Pericelli (Pericelli)

Ich kann mir nicht vorstellen, dass die Eufortruppe ohne einen moeglichen Rueckzugsplan eingesetzt wurde, also fuer den Fall der zitierten Klemme. Natuerlich spricht man nicht von solcher Alternative, das waere unklug. Ich hoffe, dass es keine Opfer erst geben muss damit dieser Plan ausgefuehrt wird. Buergerkrieg zu vermeiden kann nicht Aufgabe der Eufor sein.

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24. August 2006 20:37

Sterben für den Kongo ?

Claus Hagenhoff (cdhagenhoff)

Die im Artikel aufgezeigten Szenarien zeigen eines deutlich: Der Komplexität der Machtverhältnisse in Afrika - neben Kongo und Cote D'Ivoire sind z.B. Sudan, Simbabwe zu nennen - ist mit der Denkweise aufgeklärter Politiker, bei denen gemäßigte Schritte zur Wahrung von Demokratie und Menschenrechten im Vordergrund stehen, nicht beizukommen. Man kann nur hoffen, dass die militärischen Einsatzplaner der Eufor die möglichen Szenarien durchdekliniert und sich ihre strategischen Handlungsalternativen überlegt haben. Ob sich die politischen Entscheider des Eufor Einsatzes sich allerdings dessen mögliche letzte Konsequenzen gut überlegt haben, darf bezweifelt werden. Denn dann hätte man gleich den Einsatz abgeblasen. Gab es überhaupt eine "Exit-Strategy" für die Eufor Truppe?

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24. August 2006 18:26

Globalisierte Eingreiffung

burget lajos (samuelson)

Die Situation in Kongo sei ein neuer Beweis, daß die europaeische Schutzgruppen, überhaupt die verschiedene fremde Soldaten in die Konfliktzonen sind unnötig. Es ist lacherlich zu behaupten, dass einige hundert oder tausend UN-Truppen oder NATO-Krafte können die innenpolitische oder Stamm-politische Problemen lösen geschichtliche Gegensatze auflösen. Es ist ein ünnötiges Opfer junge Soldaten mit eine hoffnunglose Aufgabe zu belasten. Noch dazu, in diese Situationen sterben viele, ganz egal, ob wir von Afganistan, Irak, Kongó, Somalien, Sri Lanka usw. reden. Ich glaube, man muß lassen das die Gegner sollen gegeneinander ordnen Ihre Problemen. Was ich überhaupt vorstellen kann, dass ist eine Sicherheitspere, was verhindert, dass die Konflikte sich óbertragen sollen in die Nachbarstaten. Tod für Kongo? Nie. (burget, Budapest)

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