Bundespräsident

Die Zeit des Wartens ist für die SPD vorüber

Die SPD schweigt zu einer zweiten Amtszeit von Bundespräsident Köhler. Dieses Abwarten ergibt nur dann einen politischen Sinn, wenn sie die Aufstellung eines eigenen Kandidaten erwägt, der dann auch von den Delegierten der Grünen und der Linkspartei gewählt würde. Von Günter Bannas

Lesermeinungen zum Beitrag

15. Mai 2008 12:43

Die Taktik der Bürgerlichen....

bernd ullrich (demokrat2)

.....war es schon immer, die SPD als eine zerrissene und unzuverlässige Partei darzustellen. Herr Bannas versucht es auch, aber es wirkt unglaubhaft. Anfangs schreibt er: Aus der heutigen Sicht könnte die SPD doch sagen, dass sie Köhler mitwähle, um dann alle Gründe aufzuzählen, warum sie es nicht tut. Er liefert also die Argumente, warum die SPD zögert, zumal keiner weiß, wie sich Köhler denn entscheiden wird. Stimmt die SPD der Wiederwahl Köhlers zu und Köhler lehnt ab, schwächt sie die eigene Kandidatin, denn sie wäre dann nur zweite Wahl. Übrigens: Ob Merkel so von Köhler begeistert ist, kann man eigentlich auch nicht glauben. Also: Dauernd zu sagen, spring doch, weil man es selbst nicht riskieren will, ist feige.

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15. Mai 2008 12:00

Armes Deutschland!

norbert doerre (ndoerre)

Sollte es bei der Wahl des Bundespräsidenten wirklich nur um Ideologie gehen? Sollte nicht eher eine Person aus dem Volke gewählt werden, deren Unbescholtenheit und Weisheit zum Ausgleich der zänkischen Parteiinteressen dienen kann? Doch wie immer geht es Parteien um Macht. Besonders eine, deren Mitglieder nach dem Zerfall der DDR zwar geduldet, innerhalb der Volksparteien sogar zum Teil hoffähig gemacht wurden, hat sich durch ihre Aktivitäten im Untergrund mit Mitteln, die sie schon im Detail vor dem Mauerfall ausgetüftelt hatte, stets für einen schnellen Untergang unserer Marktwirtschaft eingesetzt, von der sie nur profitiert und erhalten wird. Ideologie ging und geht in Deutschland immer noch soweit, daß sich Menschen eher ins Nichts stürzen, als sich von Besserem überzeugen zu lassen. Das ist nicht Mut, das ist Dummheit! Mit deren Hilfe will die sozialistische SPD nun eine zweite Amtszeit des Bundespräsidenten verhindern, um einen linken Genossen in dieses hohe Amt zu heben, mit dem Deutschland nach innen und außen repräsentiert wird. Den Genossen sind dabei alle Mittel recht, und sie sehen in der Wahl des Bundespräsidenten schon den Probefall der künftigen linken Macht der Volksfront in den Parlamenten. Armes Deutschland!

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