Huber: Gewaltfreier Charakter geistiger Auseinandersetzungen „unaufgebbar”

Evangelische Kirche

Protestanten kritisieren den Islam

Glaubensüberzeugungen könnten es nicht rechtfertigen, Menschenrechte in Frage zu stellen, meint die Evangelische Kirche in Deutschland. Im Text „Klarheit und gute Nachbarschaft“ übt sie deshalb scharfe Kritik am Islam.

Lesermeinungen zum Beitrag

12. Dezember 2006 15:33

Endlich klare Worte der Ev. Kirche

Christiane Edelmann (Edelm)

Die ev. Kirche äußert sich zu vielen Themen oft sehr vage und verständnisvoll nach allen Seiten, um bloß niemandem auf die Füße zu treten. Ganz anders, als ihr großes Vorbild, Jesus. Endlich gibt es zum Thema Dialog mit Muslimen eine klare Stellungnahme. Die Muslime werden aufgefordert, sich eindeutige gegen religiös begründete Gewalt auszusprechen, sich klar zur demokratischen staatlichen Ordnung zu bekennen. Ohne wenn und aber. Mir gefällt in der kirchlichen Stellungnahme auch, daß die Kirche die gewaltfreie geistige Auseinandersetzung fordert und allen Versuchen eine Absage erteilt, durch Einschüchterung, Drohungen. Mordanschläge, kollektive Hysterie alle kritischen Stimmen zum Schweigen zu bringen. Die Forderungen an die Muslime sich zum Dialog, zur Gewaltfreiheit und zur Religionsfreiheit zu bekennen, sind berechtigt und müssen beständig eingefordert werden. Daran ändern weder die Kreuzzüge noch die antisemitischen Äußerungen Luther's was. Übrigens: Luther war der, dem wir eine der wichtigsten Errungenschaften in Europa zu verdanken haben: Religionsfreiheit, die wiederum bürgerliche Freiheiten nach sich gezogen hat. Heute müssen wir das wieder ganz neu verteidigen.

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06. Dezember 2006 09:08

da spricht die Gerechtigkeit

Yasmin Hamuda (yasminH)

ja, die Muslime sind schon ein schlimmes Volk. Sie geniessen Sonderrechte wie das Schächten, haben sie schon einmal koscher gegessen? Ist übrigens die im Bezug auf das Fleisch genau die gleiche Prozedur.
Und unsere jüdischen Mitstudenten und -stundentinnen müssen auch keine Semestergebühren zahlen. Genauso wie jeder andere jüdische Mitbürger Steuererleichterung in erheblicher Höhen genießt, weil wir noch bis 3428 unsere Schulden aus dem 2.Weltkrieg abbüßen müssen.
Und sie tragen für jedermann sichtbar ein Kopftuch, was ja ungeheuerlich ist, da es in Deutschland nun Kleidervorschriften zu geben scheint. Ich bin dafür, dass auch alle Christen ihr sichtbar getragenes Kreuz an einer Halskette von nun an zu verstecken haben, wenn sie es denn unbedingt tragen müssen. Und Brillen sollten nur Leuten zustehen, die auch wirklich eine Fehlsichtigkeit haben. Jawoll! Ebenso treten die Muslime die Menschenrechte mit Füßen- sie lassen sie einfach im z.B. im Gazastreifen von den friedlebenden Israelis umbringen und lassen es aussehen als ob sie Schuld sind!
Und sie machen der Kirche konkurrenz wenn sie ihnen die Gläubigen abwerben, die scheinbar ihren freien Willen verloren haben.

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04. Dezember 2006 09:46

stelle man sich vor...

Servet Kizilkaya (Sergen)

der Rat der Muslime würde Christentum oder Judentum kritisieren.Da gibt es viele Themen.Aber der Islamrat kennt natürlich den Respekt gegenüber der anderen Religionen.Gewalt gibt es auf beiden Seiten...da ist z.B. Busch-Blair Angriff auf Irak.Busch sprach vorher von einem Kreuzzug.Auch Israel bombardiert ohne Angaben von wahren Gründen seinen Nachbarland Palästina.Mein Rat an die evangelische/katholische Kirche...Tun sie was für die Menschen.Anstatt zu sagen, Islam und Christentum wären Konkurrenten.Diese Zeiten sind schon längst vorbei.

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03. Dezember 2006 16:05

zu dem Beitrag: Systematische Diffamierung des Islam

Monika Schmitz (moschmitz)

Keinesfalls vertrete ich auch nur ansatzweise Ihre Meinung. Der Islam wird auch nicht ungerechtfertigt angefeindet. Der Islam ist es, der die freie Welt bedroht. Menschen wie Sie suchen nach Verständnis aus angeblich christlicher Sicht, um von der Wahrheit abzulenken.
Ihr weiterer Einwurf, Israel übe Gewalt und Unterdrückung aus religiösen Gründen aus, dient lediglich dazu einen radikalen Islam mit seinem ganzen Vernichtungswillen und israelische Selbstverteidigungspolitik gleichzusetzen. Das Schema ist bekannt.

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03. Dezember 2006 12:43

Systematische Diffamierung des Islam

Lukas Werth (lukaswerth)

Doch noch ein weiterer Kommentar:
Ich kann Frau Schmitz nicht einmal einen Vorwurf machen, wenn sie mich für entweder einen "Muslim" oder "Nazi" hält: nein, ich bin keines von beidem, wenngleich ich für das erstere Label Sympathien hege bzw. Toleranz einfordere, für das zweite nicht.
Mein Vergleich ging von der Beobachtung aus, daß heute der Islam einem ähnlich diffamierenden Diskurs ausgesetzt ist wie das Judentum vor dem 2. Weltkrieg, und Frau Schmitz bewegt sich mit ihrer Vermutung in diesem Diskurs. Auch die Gleichsetzung "Muslim", "Islamist", "Nazi" legt das nahe.
Ich spielte darauf an, daß das Christentum mit dem Judentum im Laufe seiner Geschichte in einer ebensolchen Konkurrenz stand wie mit dem Islam, und daß heute der Staat Israel im Namen einer Religion selbstverständlich Gewalt und Unterdrückung ausübt, eine Klasse Mensch unterdrückt, was ich nicht gutheißen kann, ebensowenig wie Folter, Mord und Unterdrückung von jeglicher anderer Seite, muslimische Kontexte selbstverständlich eingeschlossen.
Zudem ging mein Kommentar von den Grundgedanken der Bergpredigt aus wie von dem Satz von dem Splitter im Auge des anderen, den man sieht, nicht aber den Balken im eigenen Auge.

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02. Dezember 2006 19:45

Auch der Islam muss sich der Kritik stellen

Wilfried Schinke (Schinke)

Ein dankenswerter Beitrag der EKD. Es geht nicht an, in der heutigen Zeit sich nicht den Erkenntnissen der Menschheit zu stellen und sich der Rechtsordnung hier zu beugen. Menschenrechte gelten universal dass muss der Islam endlich begreiben. Eine Nonne umzubringen, weil der Papst sich in seiner Augsburger Rede mit einem Zitat äußert ist unbegreiflich. Einen Menschen zum Tode zu verurteilen, weil er sich vom islamischen Glauben abwendet ist unmenschlich.

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02. Dezember 2006 17:23

Zu dem Kommentar: "Was würde man von dem statement..."

Monika Schmitz (moschmitz)

Dieser Betrag war überfällig und er ist inhaltlich vollkommen in Ordnung. Nachdem ich lange auf eine Erklärung der evangelische Kirche gewartet habe, Danke Herr Huber.

Wenn ich jedoch einen Kommentar lese: "was würde man von dem statement der protestantischen Kirche halten, wenn man den Terminus "Islam" "Judentum"/"Judaismus" ersetzen würde, dann gehe ich davon aus, dass es sich bei dem Absender um einen Muslime, Islamisten oder gar um einen Nazi handelt. Es sind nicht Juden, die die Menschrechte in Frage stellen, ihre Frauen erniedrigen, Terrorismus gutheißen oder bestenfalls dazu schweigen.
Es sind auch nicht Juden, die unsere demokratischen Werte in Frage stellen, ihre religiösen Richtlinien über die Verfassung stellen und in der Erziehung ihrer Kinder vollkommen versagen. Es sind Muslime und nicht wenige.
ms

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02. Dezember 2006 12:29

Islam und Judaismus

Lukas Werth (lukaswerth)

Ein später Nachschlag, der mir noch in den Sinn kam, nachdem ich die anderen Kommentare las:

was würde man von dem statement der protestantischen Kirche halten, wenn man den Terminus "Islam" durch "Judentum"/"Judaismus" ersetzen würde? Alle Punkte hätten hier theoretisch ebensolchen Bestand; der Text wiese auch die gleichen Verbiegungen auf, die uns nur viel mehr ins Auge fallen würden.

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29. November 2006 18:36

Es geht nicht um den Glauben!

norbert doerre (ndoerre)

Ich möchte noch einmal ausdrücklich betonen, daß es bei dem Konflikt überhaupt nicht um den Glauben geht, sondern um das deutsche Recht und das deutsche Grundgesetz.

Die EK redet von dem, was die die Politik schon längst hätte durchsetzen müssen.

Es werden derzeit in Deutschland einigen Immigrantengruppen angeblich aus "religiösen Gründen" Zugeständnisse gemacht, die Bürgern deutscher christlicher oder 'unchristlicher' Kultur vorenthalten werden. Man denke allein an das Schächten, das für den deutschen Normalbürger unter Strafandrohung verboten ist. Man denke auch an die Frauen und Mädchen, deren Rechte zum Teil erheblich eingeschränkt werden. All dies ist in Deutschland verboten.
Eine Entwicklung, mit der Derivate vom Grundgesetz in Abhängigkeit von der Religionszugehörigkeit entstehen können, darf es nicht geben. Das Grundgesetz muß zwingend für ALLE Bürger gelten, ganz gleich, welcher Religion sie angehören. Wenn nach dem Antidiskriminierungsgesetz kein Bürger wegen seiner Religion benachteiligt werden darf, dann muß gleichzeitig sichergestellt sein, daß keine Religion unser Grundgesetz aushebeln kann. Wer glaubt, sich daran nicht halten zu können, muß dann letztlich ein anderes Gastland für sich wählen.

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29. November 2006 17:06

Längst überfällig

Dirk Krueger (Benedikt25)

Diese Stellungnahme der EKD war längst überfällig. Man konnte bislang glauben, dass die evangelische Kirche den Dialog mit dem Islam in blinder Naivität führt.

- Die ev. Kirche hatte sich mehrfach Milli Görüs als Gesprächspartner erwählt, eine Gemeinschaft, die vom Verfassungsschutz beobachtet wird und einen Gottesstaat errichten will.

- Die Dialogbeflissenen in der ev. Kirche betonten immer wieder, der Islam sei eine friedfertige Religion. Zur Verfolgung von Christen und der Unterdrückung der Frauen in islamischen Lndern wurde aber geschwiegen.

- Muslimischen Imamen wird erlaubt von Kirchenkanzeln zu predigen, aber wann war es einem Pfarrer je gestattet, Gleiches in einer Moschee zu tun?

- Dialog wird von Muslien meist nur als Chance begriffen, für den Islam zu missionieren. Umgekehrt verbitten sie sich aber alles was nur den Anschein christlicher Mission haben oder gar eine Kritik am Islam darsellen könnte.

Hoffentlich ist die Erklärung der EKD ein Zeichen dafür, dass man die Augen nicht länger verschließt. Mslime und Christen glauben vielleicht an den selben Gott, mit Sicherheit jedoch nicht an den gleichen.

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29. November 2006 07:20

Einfach falsch.

Alexander Draeger (dral)

"Auch wenn der Islam sich auf die Bibel berufe, gehe er von einem eigenen Glauben und Gottesbild aus."

Der Islam beruft sich nicht auf die Bibel, sondern sieht in Jesus einen Propheten. Die Bibel und ihre Entstehungsgeschichte selbst werden im Islam sehr kritisch gesehen.

"So lehnten Muslime die Heilsbedeutung von Jesu Tod und den Glauben an den dreieinigen Gott ausdrücklich ab."

Selbst wenn sich der Islam auf die Bibel beruft (wie ja gerade behauptet wurde), an welcher Stelle in Bibel ist von Trinität die Rede?

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29. November 2006 07:20

Einfach falsch.

Alexander Draeger (dral)

"Auch wenn der Islam sich auf die Bibel berufe, gehe er von einem eigenen Glauben und Gottesbild aus."

Der Islam beruft sich nicht auf die Bibel, sondern sieht in Jesus einen Propheten. Die Bibel und ihre Entstehungsgeschichte selbst werden im Islam sehr kritisch gesehen.

"So lehnten Muslime die Heilsbedeutung von Jesu Tod und den Glauben an den dreieinigen Gott ausdrücklich ab."

Selbst wenn sich der Islam auf die Bibel beruft (wie ja gerade behauptet wurde), an welcher Stelle in Bibel ist von Trinität die Rede?

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29. November 2006 04:08

Leider nichts neues!

Emre Ertürk (HSCD)

Diese Haltung ist typisch für protestantische (u. kathol.)Religionsführer. Möglichst nicht auf die eigene, dunkle Vergangenheit eingehen, sondern immer nur auf Andere (Religionen) zeigen. Das heißt nicht nur negativ darstellen, sondern auch vieles verdrehen. Diese Vorurteile sind in den Köpfen so fest betoniert, daß man auch mit logischen Gegendarstellungen nichts mehr machen kann.

Deshalb würde mich eher die Stellung der evangel. Kirche zu ihrem "Gründer" Martin Luther interessieren. War dieser nicht ein Judenhasser? (Man sollte mal wieder seine berühmten Tischreden lesen, bevor man in einem Interview über den Islam herzieht!) War dieser Hass und diese Intoleranz etwa keine Menschenrechtsverletzung?

Warum gibt es dazu keine Selbstkritik? Oder vielleicht Selbstzweifel? Wer der Wahrheit aus dem Weg geht, belügt sich am Ende selbst.


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29. November 2006 01:36

erstaunt

markus netzer (paulusaulus)

ich bin außerordentlich erstaunt über die Drastik des dogmatisch verhärtetene Grundtons, der aus der hier beschriebenen Position der EK-Führung spricht.

persönlich sehr besorgt über die Gefahr eines vorbehaltslos und naiv geübten 'I love them all', mißfällt mir das 'Steinerne' der hier erkennbaren Position gleichwohl.

Zwanzig Jahre Lebenserfahrung auf den Strassen Europas und des Mittleren Ostens' haben mich, als - ganz und gar einflußlosen - Menschen gelehrt, daß es Brücken gibt, die jenseits von Naivität, aber auch und insbesondere jenseits von jener Selbstschwäche liegt, die Zuflucht in der Verhärtung sucht.

Diese Brücken mögen sich allerdings der Mentalresere des Allgemeingültigen entziehen - anders gesagt: hierfür mußt Du Dich selbst in den Ring werfen und sehen wies' ausgeht.

mfg
markus netzer

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29. November 2006 01:33

erstaunt

markus netzer (paulusaulus)

ich bin außerordentlich erstaunt über die Drastik des dogmatisch verhärtetene Grundtons, der aus der hier beschriebenen Position der EK-Führung spricht.

persönlich sehr besorgt über die Gefahr eines vorbehaltslos und naiv geübten 'I love them all', mißfällt mir das 'Steinerne' der hier erkennbaren Position gleichwohl.

Zwanzig Jahre Lebenserfahrung auf den Strassen Europas und des Mittleren Ostens' haben mich, als - ganz und gar einflußlosen - Menschen gelehrt, daß es Brücken gibt, die jenseits von Naivität, aber auch und insbesondere jenseits von jener Selbstschwäche liegt, die Zuflucht in der Verhärtung sucht.

Diese Brücken mögen sich allerdings der Mentalresere des Allgemeingültigen entziehen - anders gesagt: hierfür mußt Du Dich selbst in den Ring werfen und sehen wies' ausgeht.

mfg
markus netzer

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29. November 2006 00:20

Arrogant und blind bleiben wir!

Behrouz Rajabi (rajabi)

Gleichberechtigung gibt es nach 2000 Jahren in Christentum nicht, Islam ist nur 1400 Jahre alt.
und dafür ist in vielen Punkten fortgeschrittener.
nur, wenn das die Katholiken und Protestanten zu geben würden, dann müssen sie ja zum Islam übertreten.
da kommt die frage, wer kassiert dann die Kirchensteuer.

und lebt gut, ohne etwas zu tun!
dann hätte man in Europa mind. 3000000 Priester ohne Job!

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28. November 2006 22:49

Eine richtige und deutliche Stellungnahme der EK!

norbert doerre (ndoerre)

Die Formulierungen in diesem Beitrag sind in weiten Teilen korrekt, vor allem die, welche sich auf das deutsche Grundgesetz und auf die Menschenrechte beziehen.

Es ist darum begrüßenswert, wenn wenigstens EINE Gruppe in Deutschland eine klare und unmißverständliche Aussage zur Scharia im Verhältnis zu unserem Grundgesetz macht.

Umso bedauerlicher ist es, daß unsere deutsche, mit vorauseilendem Gehorsam unterwürfige Politik bislang keine Meinung dazu geäußert hat und sogar unser Grundgesetz mit Verordnungen z.B. zum Schächten und stillschweigender Duldung von Unrecht dem Islam dazu verhilft, seine Position unter der Scharia in Deutschland zu finden und sukkzessive in seiner Parallelgesellschaft zu verwirklichen.

Jede Duldung der Überschreitung deutscher Gesetze, auch innerhalb der Parallelgesellschaften, ist als ein Unrecht des Staates gegenüber seinen Bürgern zu werten, weil durch Unterlassung das Grundgesetz beschädigt wird.

Die EK hat als Glaubensgemeinschaft erstmalig diesen Zusammenhang öffentlich gemacht. Dieser mutige und unmißverständliche Vorstoß war schon lange überfällig. Wir werden nun auf die Stellungnahme der Politik warten müssen. Diese wird wohl feige schweigen oder sie als einseitige Meinung abtun.

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28. November 2006 22:38

Kritik muss erlaubt sein!

Thorsten Kreutz (dawscek)

Es wurde Zeit, dass auch endlich mal jemand offen ausspricht, wo die Unterschiede liegen. Dialog ist ja gut und schön, aber was ist ein Dialog Wert, wenn jede Kritik Drohungen und Terror nach sich zieht?
Wo führt das hin, wenn die christliche Kirche ihre Glaubensinhalte immer über Bord wirft, während die "heilige Kuh" Islam nicht angerührt werden darf und äußern kann, was sie will? Ich würde mir wünschen, dass häufiger Klartext gesprochen wird; in der Tat hatte ich das Gefühl, dass gerade die EKD sich damit in letzter Zeit schwer getan hat. Hoffentlich ist dies nicht nur ein kurzer Höhenflug, sondern der Wechsel auf einen dringend benötigten Kurs: die EKD braucht eine klare Richtung und eindeutige Ziele. Niemand identifiziert sich dauerhaft mit einem Fähnchen im Wind.

Und auf die Frage meines Vorredners "was hätte Jesus getan?": Auch Jesus hat seinerzeit deutliche Worte gebraucht, wenn die Situation es erforderte - und ich denke, die heutige Situation erfordert es ebenfalls.

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28. November 2006 18:34

Oh Gott!

Lukas Werth (lukaswerth)

Mich stimmt diese Kritik traurig. Ich will mich nicht auf einen Austausch der einzelnen Punkte einlassen, sondern feststellen, daß sich in der 2000jährigen Geschichte des Christentums und der 1400jährigen des Islam alle möglichen Aspekte von Gewalt und Gegengewalt und doch auch Verständigung, Liebe und Toleranz finden lassen. Am jetzigen Punkt der Geschichte haben sich viele Kontexte des Christentums mit der säkularisierten Welt des modernen Westens arrangiert, ja sie sich intellektuell angeeignet, und damit auch dessen faktische Macht, während sich viele islamische soziale Kontexte eher in einer Situation der Verteidigung und Unterdrückung befinden: so in Palästina, Tschetschenien, dem Libanon, Iraq und Afghanistan; die politische Dominierung etwa von Saudi-Arabien und Pakistan ist dazu zu rechnen. Da entstehen auch Verwerfungen, die uns globale Diffamierungen leicht machen. Das Christentum sollte aber nicht fragen: wie grenze ich mich ab? sondern: wie ist ein Dialog möglich? Ansatzpunkte gäbe es viele: gut, böse, Sünde, Paradies, Hölle, Liebe, Verzeihung, Hinwendung zum anderen, Vorstellungen von menschlicher Seele und Gleichheit. Die andern fragen das nicht? Das war noch nie eine Entschuldigung. Was hätte Jesus getan?

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