Ihre Anhänger werden die Wahl argwöhnisch verfolgen: die Demokratin Nancy Pelosi

Kongreßwahl

Im Zweifel für die Republikaner

Die amerikanische Kongreßwahl hat viele Tücken. Die diversen Wahlmaschinen haben eines gemeinsam: Sie sind anfällig. Dabei sind sie nur eine der vielen Unwägbarkeiten, die einem Mehrheitsentscheid an diesem Dienstag im Wege stehen.

Lesermeinungen zum Beitrag

07. November 2006 15:01

Nur noch Briefwahl

Bernhard Schmitz (DerKetzer)

Ich habe mir schon vorgenommen, bei den nächsten Wahlen, die bei uns mit Wahlmaschinen statt finden, nur per Briefwahl zu wählen. Außerdem ist die Wahrscheinlichkeit sowieso sehr hoch, dass ich zu diesem Zeitpunkt gerade in der Schweiz arbeite.

Diese Lesermeinung bewertenBelanglos Lesenswert
07. November 2006 14:49

Herr Wenzel,dieser Weisheit folgen wir !

Markus Teuber (arathorn)

Dem Rest der Welt gegenüber-auch den übelsten Schurken wie S. Hussein- ein Pazifist,Amerika gegenüber ein Militarist.
Wirklich prima,die Idee.
Wenn dann Amerika nicht nach europäischer Pfeiffe tanzen will,dann greifen wir den "Noch(?),Ex(?) oder Wie- Verbündeten" einfach an.
Schließlich hat das Land nichts anderes verdient,wenn es der "europäischen Weisheit und dem europäischen langen Atem" nicht gehorchen will und wir in Europa warten schließlich schon so lange darauf.
Ihre Vorstellungen, daß
1. Wahlgesetze -welche nun ,die europäischen (?) denn die
gehen uns nur etwas an - übertreten (!) werden ,
und
2. diese "Ungezogenheit der Amerikaner" wir Europäer zu
"ahnden" (!) hätten mit einem gehörigen Säbelrasseln,
das wir sonst nicht einmal den wirklichen Schurken wie
der iranischen oder nordkoreanischen Regierung
angedeihen lassen,
diese Vorstellungen nehme ich als einen Beitrag zur Karnevalsbütt auf.Der 11.11. ist ja nicht mehr weit.

Diese Lesermeinung bewertenBelanglos Lesenswert
07. November 2006 12:59

Ausgerechnet Kritik aus Deutschland

Markus Teuber (arathorn)

Im Gegensatz zu so manchem neunmalklugen europäischen Staat ist die USA immerhin die am längsten funktionierende "unterbrechungsfreie" Demokratie.
Welches europäische Land kann denn diese Tradition vorweisen ? Nicht einmal Frankreich,das kurz nach seiner "Revolution" schnell und willig wieder zu einer Monarchie wurde,die sich fast in das 20. Jahrhundert hinüber gerettet hätte.
Aus Deutschland mit seiner nun 55jährigen jungen Demokratie ,die noch dazu als Resultat und Antwort auf das dunkelste Kapitel der Deutschen von außen gewaltsam herbeigebracht werden mußte und danach in ständiger Gefahr stand,von links oder heute gar wieder von rechts gekippt zu werden,sollten nun wirklich keine Naseweisheiten zur amerikanischen Demokratie und dem dortigen Wahlsystem kommen.
Wer von Ihnen ,meine Herrn Kommentatoren,weiß,wie fehleranfällig so manches europäische Wahlsystem ist ?

Diese Lesermeinung bewertenBelanglos Lesenswert
07. November 2006 12:34

was können wir tun

Thomas Wenzel (Coloneltw)

Ich glaube die Lösung liegt bei uns.
Ich habe vor ein paar Jahren in einer Bundeswehrzeitschrift gelesen, dass es nicht reicht, das die EU wirtschaftlich stärker als die USA ist, sie muss auch militärisch ebenbürdig sein. Ich muss ehrlich gestehen, auch als pazifist, dem ist so. Amerika braucht einen gegenpol, jemand der den Weltpolizisten nicht nur wirtschaftlich droht sondern auch an seiner empfindlichsten Stelle - dem Militär. Wenn wir Europäer vor dem nächsten Krieg uns dazwischenstellen müssen die USA Ruhe geben da sie keinen Krieg mit ihren Bündnispartner riskieren können. Wir müssen die USA bei solchen Übertretungen der Wahlgesetze und den Menschenrechtsverletzungen mit wirtschaftlicher Blockade und Militärischen Säbelrasseln auf die Finger klopfen. Wir Europäer haben einen Vorteil, wir haben Erfahrung und mehr Atem. Wir müssen nur zusammenhalten.

Diese Lesermeinung bewertenBelanglos Lesenswert
07. November 2006 11:43

Was bitte ist Demokratie?

Jörg Stollberg (JoeStollberg)

Dass bei den Wahlabläufen in den USA einiges im Argen liegt, wissen ist ja seit der Wiederwahl von G. Bush bekannt. Es ist jedoch schockierend, zu erfahren, welche Wild-West-Methoden - und dazu noch gesetzlich mögliche! - beim Stimmenfang den Ausschlag geben können. Man mag es sich nicht vorstellen, dass sich ein Land als Demokratie bezeichnet kann, in dem der Wählerwille gesetzlich sanktioniert uns systematisch derart mißachtet werden kann. Das ganze Wahlsystem ist offensichtlich schutzlos der Einflussnahme der Machthabenden ausgesetzt.
Wenn die einzelnen Bundestatten die Wahlen ihrer Gouverneure und Parlamete unterschiedlich regeln, mag dies noch angehen. Das jedoch auf Bundesebene keine einheitliche Gesetzgebung zu Wählerlisten, Wahlverlauf und Abstimmungsprozedere existiert, ist skandalös. Was ist daran demokratisch, wenn das wichtigste Bürgererecht durch den Federstrich eines Gouverneurs aufgehoben werden kann?
Hätten die Wahlen nur in den USA Folgen, müssten wir uns keine großen Gedanken machen, aber sie entscheiden ja wesentlich auch Geschicke des gesamten Globus! Trotz der Unzulänglichkeiten unserer Demokratie bin ich froh, in Deutschland zu leben und wählen zu können! - Na dann: Good night and good luck!!

Diese Lesermeinung bewertenBelanglos Lesenswert
07. November 2006 11:40

Bush siegessicher

Bernhard Schmitz (DerKetzer)

Kein Wunder, dass Bush gegen den Trend mal wieder siegessicher ist.

War es nicht ein US-amerikanischer Politiker (19. Jhd.?), der sagte: Nicht das Wählen macht die Demokratie, sondern das Zählen.

2 Hauptursachen: Manipulationen und technische Imkompotenz.

Die Dunkelziffer bei der Korruption in USA (Platz 20 bei Transparency Internationals Korruptionsindex für 2006) würde ich in der USA-Politik höher ansetzen (s. Dokus über bestechliche Politiker, Enteignungspraktiken von Bush und Konsorten, Schmiergelder und Schwund im Irak, etc.).

Als Diplom-Informatiker bin ich über den gebastelten Schund bei den Wahlautomaten nicht verwundert. Wahrscheinlich sind auch in USA die wenigsten, die sich in der IT-Branche tummeln, ausgebildete Computer Scientists, sondern abgebrochene Studenten aus anderen Fächern, hauptsächlich den Ingenieur-"Wissenschaften".

Aus COM! (2001): ca. 17% Informatiker, 50-60% Ingenieure, Rest aus Natur- und Geisteswissenschaften und anderen Fächern.

Und diese Leute sorgen dann für das schlechte Image der IT-Branche.

Diese Lesermeinung bewertenBelanglos Lesenswert
1 - 6 von 6 Lesermeinungen
Suche in Beitrag Lesername oder Login
Datum bis
FAZ.NET Suchhilfe
F.A.Z.-Archiv Profisuche