Polens Vorschlag

Quadratwurzel-Behandlung für Europa

„Niemals“ will sich Polen mit der geplanten „doppelten Mehrheit“ für Entscheidungen im EU-Ministerrat zufriedengeben - und schlägt stattdessen ein „Quadratwurzelverfahren“ vor. Mathematiker aus zehn Staaten halten die Idee für besonders gerecht, schließlich war es ihre eigene. Von Stefan Tomik.

Lesermeinungen zum Beitrag

20. Juni 2007 15:09

Polenstreit in der EU

Heiner Hummel (HeinerHummel)

Wie gut, dass Schröder und Putin die Ostsee-Pipeline initiiert haben, oder ? Die Ostsee steht nicht im Verdacht, jemals einen Erpressungsversuch zu unternehmen.

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19. Juni 2007 18:09

Alles Mumpitz

Ronald Gruenebaum (bruxman)

Nach meinem Wissen ist die EU eine politische Organisation, wie es sie noch nie gegeben hat. Folglich helfen diese hirntoten Zahlenspiele nicht weiter, und ich möchte doch in aller Höflichkeit bitten, dass alle Mathematiker jetzt erst einmal die Schnauze halten.

Der Rat stimmt fast nie ab. Es geht dort nicht zu wie in einem nationalen Parlament. Man mag das bedauern, aber so ist Europa eben.

Die doppelte Mehrheit ist das richtige System, weil die EU eben eine Gemeinschaft von Staaten UND von Bürgern ist. Niemand darf einfach überstimmt werden, und das ist gut so.

Die polnische Regierung hat einfach nichts verstanden. Der ganze Ansatz zu Europa stimmt nicht. Hat denn etwa die hohe Gewichtung Polens unter den Nizza Regeln den Polen etwas gebracht? Natürlich nicht. Die Gründe sind einfach: Keine guten Ideen, keine Freunde, kein Geld. Und vor allem: Kein Einfluss in der Kommission, weil keine guten Leute geschickt werden.

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19. Juni 2007 17:58

Ich liebe die Polen ...

Peter E. Pahlberg (Pahlberg)

Jetzt nunmal ...
Wir lieben die Polen und singen ihr Lied:. „ eh, Maryś, Marysiu, ty kochanie moje ...“ Aber jetzt?

Was können wir denn noch beitragen, wenn ein Lech Kaczynski-Enterich seine präsidentiale Würde in die europäische Waagschale wirft und ein Nein anfertigt?
Wofür? Weiß er wohl selber nicht so genau. Noch nicht! Manche müssen lernen! Aber Wahlen kann man damit womöglich vielleicht nicht immer gewinnen. Wahlen? Welche und wann? Und zu wessen Gunsten und Lasten?

Wir wenige deutsche Intellektuelle werden Euch inzwischen nur noch mit leisen Zwiebel-Zweifeln verfolgen.

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19. Juni 2007 17:23

Taschenspielertrick?

Friederine Teich-Erdmann (Teich-Erdmann)

Was interesiert mich ein englicher Psychologe. Warum soll das 4 x so grosse Land nicht 4 x so viele Stimmen haben? Weil kleine Laender auch als solche zu beachten sind? Warum gerade die Polen? Wir haben so ein schoen tariertes System von Ungleichheiten.

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19. Juni 2007 16:21

Quadratwurzel oder Tod !

Karlheinz Wiechel (wiechk)

Welch ein romantischer politischer Schlachtruf ! Da verblassen alle je gehörten Forderungsvarianten , von unsäglichem Schlachtgeschrei für französischen Bauernwünsche bis zum legendärem "Ich will mein Geld zurück!" der Eisernen britischen Lady.
Aber Vorsicht, alle haben gewonnen und hüten ihre Beute bis heute!
Die EU, begründet zur Kontrolle und Ausbeutung Deutschlands , war und ist ein feilschender Haufen egoistischer Staaten.
Doch die Ergebnisse diese Handelns sprechen für sich ! Wohlstand nahezu überall. Auch Deutschland prosperiert durch die Handelsfreiheit in Europa nicht schlecht und könnte durch eine Reduzierung dieser Freiheiten sehr viel verlieren.
Auch Polen will die EU ,ohne dessen Milliarden wäre und bliebe es ein Armenhaus . Aus eigenen Möglichkeiten und Fähigkeiten hat es nicht viele Erfolgschancen.
Also das versuchen , was die anderen EU-Staaten bisher mit beachtlichem Erfolg geschafft haben: Deutschland erpressen.
Da kommt die Quadratwurzel gerade zur rechtenZeit.
Was hat Deutschland direkt von der Quadratwurzel zu befürchten ? Ein paar Stimmen weniger im Abstimmkonzert von 27 EU-Länder.
Lasst den Polen ihre QW und bremst beim nächsten Feilschgang die Freigiebigkeit gegen zu laute Schreier ein wenig.

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19. Juni 2007 15:00

Quadratwurzel im Bundesrat

Jacek Pliszka (kubusja)

Die Stimmengewichtung im der Bundesrat ist:

2.05+Quadratwurzel(2*Einwohners (mlns))

Land Einwohners Stimmen 2+Quadratwurzel(2*E)
Bremen 0,66 3 3,2
Saarland 1,04 3 3,49
Mecklenburg-Vorpommern 1,69 3 3,89
Hamburg 1,75 3 3,92
Thüringen 2,31 4 4,2
Sachsen-Anhalt 2,44 4 4,26
Brandenburg 2,55 4 4,31
Schleswig-Holstein 2,83 4 4,43
Berlin 3,41 4 4,66
Rheinland-Pfalz 4,05 4 4,9
Sachsen 4,25 4 4,97
Hessen 6,08 5 5,54
Niedersachsen 7,98 6 6,04
Baden-Württemberg 10,74 6 6,68
Bayern 12,49 6 7,05
Nordrhein-Westfalen 18,03 6 8,05

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17. Juni 2007 17:14

Wurzelprinzip: Ausdruck von Euroskepsis

Chrysostomos Panagiotou (chryspan)

Man muss beim Prozess des Bauens eines vereinten Europas fertig sein das richtig zu tun und nicht experimentieren.Wer für die Vertiefung der Europäischen Integration ist, bevorzugt selbstversändlich die klaren Regeln, wo jeder zählt das gleiche wie jeder andere (one man-one vote Prinzip).D.h. die Stimme des Deutschen darf nicht weniger als die Stimme des Slovener zählen,genauso wie die Stimme des Zyprioter darf nict mehr als die Stimme des Spanier zählen. Bei der EU geht es nicht um eine intergouvernementale, sondern um eine supranationale Organisation. Wer dabei sein möchte, muss das Selbstverständliche tun und sich den logischen &getesteten Regeln der Demokratie unterwerfen. Vorschläge wie das Wurzelprinzip sind Experimentierungen, die beweisen dass die Nation und statt der gemeinsamen Interesse im Mittelpunkt des Interesses sind.
Ich komme aus Griechenland, ein kleines Land, dass vom NizzaV zur Zeit bevorzugt wird. Aber hier ist es den meisten klar(das ist mindestens mein Eindruck),dass die EU auf eine gerechte und wirklich demokratische Weise entscheiden muss, um effektiv zu sein. Das ist der einziger Weg für die Befürwörter einer Europäischen Föderation. Deswegen unterstütze ich die Stimmengewichtung des VerfassungEntwurfs.

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17. Juni 2007 14:20

Europa... ist das Synonym dadür, daß unsere Politiker nichts handfestes.....

Liam Aberdeen (Aberdeen)

zustande bringen können.

Vor einem solchen Quatsch, wie er hier offenbart wird, muß es jedem vernunftbegabten Menschen Grausen.

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16. Juni 2007 18:29

Die Gewichtung im Parlament nicht vergessen

Ralph Greb (R.Greb)

Für mich wird ein wenig das Pferd von hinten aufgezäumt: Deutschland sollte vielleicht stärker darauf hinwirken, dass die Gewichtung im Europaparlament zu seinen Gunsten verschoben wird. Angesichts der Kompetenzen, die das Parlament künftig bekommen wird, kein zu vernachlässigender Faktor. Die Sitzverteilung nach Mitgliedsstaaten ist m.E. noch ungerechter. Man sollte einmal den Quotienten aus der Bevölkerungszahl und der Abgeordnetenzahl pro Land ermitteln, dann kann man sich ein Bild davon machen, wie viele Einwohner auf jeden Abgeordneten kommen.

Wenn hier Gerechtigkeit erzielt wird und das EP die Befugnisse hat, die ein ordentliches Parlament verdient, dann sind die Stimmgewichtungem im Minsterrat sekundär. Auch in den USA hat ja im Senat, durch den jedes Gesetz gehen muss, Alaska so viel Stimmen wie Kalifornien, während das Repräsentantenhaus ein faires Spiegelbild der Bevölkerungszahl ist.

Ansonsten gilt: Der Fehler wurde bei der Verhanldung des Nizza-Vertrags gemacht. Auch der neue polnische Vorschlag ist eine Veränderung des Status Quo (nämlich NIzza) zugunsten Deutschlands. Einige tun so, als ob Polen einen schon bestehenden Stimmeneinfluss von Deutschland beschneiden wolle. Das ist so nicht ganz korrekt.

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16. Juni 2007 15:57

Quadratwurzel berücksichtigt die Landesfläche!!!!

Markus Hengsberg (markushengsberg)

Die von Polen favorisierte Quadratwurzel-Gewichtung bedeutet:

"Polen plädiert deshalb für eine Stimmgewichtung, die sich aus der Quadratwurzel der Bevölkerungszahl des jeweiligen Staates geteilt durch seine Landesfläche orientiert. Klingt kompliziert. Ist es auch. Aber der Effekt ist einfach zu verstehen: Statt mehr als doppelt so groß wäre das Gewicht Deutschlands nur noch 1,5-mal so groß wie das Polens."

Wie kann es anders sein, als dass in Europa die Gewichtung der Stimmen sich ausschließlich nach der Bevölkerungszahl bestimmt? Nach der territorialen Größe???
Der obige Beitrag ist aus der Kölnischen Rundschau. Auch in anderen Zeitungen habe ich gelesen, dass Polens Vorschlag die Landesfläche bei der "Quadratwurzel-Gewichtung" berücksichtigen soll. Davon ist aber in diesem Artikel nicht die Rede! Sollte sich Polen hier durchsetzen, werden nicht nur die in Deutschland lebenden EU-Bürger den letzten Funken Interesse an diesem Konstrukt (der Europäischen Gemeinschaft) verlieren.

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16. Juni 2007 01:40

an Herrn Schliefkowitz und Kranz

Witold Burker (wburker)

Es ist wirklich falsch die polnisch-deutsche Beziehungen nur als eine Kette der geschichtlichen Feindseligkeiten wahrzunehmen. Es stimmt, daß sie von Erfahrungen des Zweiten Weltkrieges sehr schwer belastet wurden und in der Zeit des Kommunismus befestigte man die Einstellung: die Deutschen aus DDR sind "Freunde"/ obwohl die Grenze zwischen beiden " befreundeten" Ländern war praktisch gesperrt/ und diese aus "BRD" sind Feinde. Alles war in schwarz-weiß Farben vorgestellt.
Das war doch ein ämtlicher Standpunkt, der in keinem Fall wirkliche, gesellschaftliche Stimmungen wiederspiegelte. Nach 1956 folgte eine Wende: die ersten westdeutsche Filmen wurden gezeigt ( Kaserne-Front-Kapitulation nach dem Kirst) und erste gemeinsame Musizieren der polnischen und deutschen Jazzmen. Nicht die Politiker aber nur Kulturschöpfer und Geistlichkeit beider Ländern " reinigten" langsam das Vorfeld der Annäherung und Vesöhnung. Schade, daß bis jetzt von beider Seiten die wirkliche Geschichte der Beziehungen beider Völker in beider Gesellschaften fast unbekannt ist was könnte besser und objektiv die Voraussetzungen der Stellung auch der polnischen Regierung zu bewerten.

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15. Juni 2007 19:56

Der Kritische am polnischen Vorschlag ist ...

Klaus P. Lücke (microplan2002)

... nicht die 'Quadratwurzel' als solche. Denn schon jetzt gilt ja in der EU, dass die 'Großen' - gemessen an ihrer Bevölkerungszahl und Wirtschaftsleistung - nur ein deutlich unterproportionales Stimmengewicht haben. Nichts anders besagt, wenn auch mit abweichenden Resultaten, das Quadratwurzelverfahren. Das Kritische ist, dass Polen genau DAS Verfahren durchzusetzen sucht, das sein Stimmengewicht - nämlich das eines mittelgroßen Staates - maximiert und gleichzeitig (dabei völlig undiplomatisch) gezielt auf Konfrontationskurs mit Deutschland geht und in fast chauvinistischer Manier die Minimierung von dessen Einflussgewicht anstrebt. Man könnte ein solches Vorgehen - zumal es ungeniert öffentlichkeitswirksam durchgezogen wird - schon als so etwas wie eine kleine Kriegserklärung innerhalb der EU bezeichnen ...

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15. Juni 2007 10:08

One man one vote

Uli Hausmann (tlmk)

Dem kann ich nur zustimmen. Und es gibt das Beispiel, dass das auch funktioniert (und nicht schlecht): die kleine Schweiz.

Dort gilt, ganz banal, das doppelte Mehr:

ein Referendum gilt als angenommen, wenn 50% + 1 Stimme sowie die Mehrheit der Kantone (die sich untereinander in Grösse gewaltig unterscheiden (Zürich > 1 Mio, Appenzell Innerrhoden < 20.000)) zugestimmt haben.

Wenn man sich die Schweiz anschaut, hat man nicht den Eindruck, dass das in den Untergang führt.

Mfg

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15. Juni 2007 08:40

@@Walter Gaenger (Gaenger)

Hartmut Schliefkowitz (Kapau2007)

Lieber Herr Gaenger!

Ich empfehle Ihnen mal zu gogglen. Geben Sie einfach "Polnisch/Deutsche Geschichte" ein. Und zudem: Versuchen Sie doch bitte nicht, die Existenzjahre der DDR zu leugnen. Diese immerhin 17 Millionen Deutsche nannten sich ganz offiziell das Brudervolk Polens! Nun kommen Sie doch bitte nicht daher und behaupten, das hätte es nie gegeben! Die Polnisch/Deutsche Geschichte ist von vielen Gemeinsamkeiten geprägt. Mehr als uns manchmal lieb ist.

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15. Juni 2007 00:14

@markus kranz: Zu Ihren Milchmädchenrechnungen ...

Klaus P. Lücke (microplan2002)

Ohne 'Hitler/Stalin' ... um den Gedanken mal fortzuspinnen - hätte Polen heute gut 1/3 weniger Fläche (die besten übrigens, über die Polen verfügt). Und ohne 'Hitler/Stalin' wäre Deutschland entsprechend größer - nicht nur an Fläche, sondern auch an Bevölkerung, wenn man die Kriegsverluste hochrechnet. Und zwar um mindestens etwa 20 Millionen Personen (wenn ich mich mal Ihrer auf Polen angewandten Hochrechnungsmethode bediene) !

Apropos Ihr Hinweis auf 'Israel': den Staat gab es vor 'Hitler/Stalin' gar nicht !

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14. Juni 2007 22:44

Mathematik - auf die Ausgangsannahmen kommt es an

arthur hund (arturhund)

Bei mathematischen Berechnungen bestimmen die Ausgangsbedingungen das Ergebnis. Es geht aber nicht um den Einfluss einer Regierung, sondern um den Einfluss jedes einzelnen Bürgers auf die Entscheidungen der EU.

Da ist aber nicht die Frage, wie sich Regierungen durchsetzen können, sondern welchen Einfluss jede Stimme eines Wählers haben kann. Und das dürfte immer noch heissen: One man, one vote! - ausser jemand beweist das Gegenteil.

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14. Juni 2007 22:41

ohne Hitler/Stalin hätte Polen über 60mio rein poln.Einwohner

markus kranz (markus1234)

mögliche Zuwanderer ausgenommen.

Als deutscher sollte man deshalb etwas vorsichtiger mit Bevölkerungszahlenvergleichen umgehen ,wenn man dafür mitverantwortlich ist ,daß diese Vergleiche zwischen Deutschland-Polen oder Deutschland-Israel 60 Jahre nach dem Krieg so sind und nicht anders....

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14. Juni 2007 21:43

@Offermanns

Carl Weekbrod (weicc001)

Leser Offermanns sollte vielleicht erst einmal das für ihn gültige Staatssystem studieren, bevor er "one man, one vote" fordert. Zugegeben, die EU hat ein Demokratiedefizit. Aber woran liegt dies? An der Machtstellung des Rates zum Nachteil des Parlaments. Letzteres wird nach dem von Offermanns geforderten Kritierium gebildet (leichter Vorteil für Klein(st)staaten). Der Rat sollte in Zukunft lieber die Rolle eines Bundesrates bekommen. Und wie der Zufall es will, auch in unserem eigenen Bundesrat haben nicht alle Länder das gleiche Stimmgewicht. Ein Gegenbeispiel findet sich im amerikansichen Senat. Ob Polen es aber in seiner Größe ertragen könnte, mit Malta auf einer Stufe zu stehen???

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14. Juni 2007 21:03

Bestmoegliches Verfahren

Martin Heck (mheck82)

Das vorgeschlagene Verfahren ist eindeutig das bestmoegliche. Jeder, der ein bisschen was von Mathematik versteht, weiss, dass fuer die Naehrung einer unendlichen Zahl von Mitgliedsstaaten, das Wurzelverfahren genau das beschrieben bewirkt, naemlich, dass jeder Buerger gleich haeufig fuer die Entscheidung ausschlaggebend ist.
Die nationale Demoktratie geht bei der Regelung "one man- one vote" davon aus, dass es ueber alle Politikfelder hinweg nur eine geringe Korrelation zwischen den Interessen einzelner existiert oder aber, dass es sich dabei um aehnlich grosse Gruppen handelt.
In der EU stimmt aber ja ein ganzes Land ab, es gibt also eine Korrelation von 1 statt 0 zwischen den Stimmen etwa der Deutschen.
Fuer Laender duerfte die Annahme noch bedeutend besser erfuellt sein, als fuer einzelne Menschen.
Dass es auch noch auf Laenderebene starke Allianzen geben kann, z.B. moeglicherweise im Baltikum kann durch kluge Politik ausgeglichen werden, indem sich D z.B. mit anderen westeuropaeischen Laendern abspricht.
Das Wurzelverfahren waere ein ungewoehnlicher Sieg der Vernunft in der Politik

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14. Juni 2007 20:59

Polen waren auch immer etwas aggressiv

Friederine Teich-Erdmann (Teich-Erdmann)

Die Details der 30er Jahre sind mir entfallen, aber es gab eine verhaeltnismaessig starke Rhetorik nach dem Motto: "In zwei Stunden sind wir in Berlin". Man kann die Forderungen nach einer religioesen Praeambel in der EU Verfassung aehnlich sehen. Die Rhetorik ist gross, die tatsaechlichen Moeglichkeiten sind klein. Das scheint die Generallinie zu sein. Niemandem kann man es veruebeln, das tatsaechlich oder scheinbar Beste fuer sein Land zu fordern, besonders europavertraeglich ist das aber nicht.

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14. Juni 2007 19:55

Nizza ist gültg

Sebastian Olbrich (Basti1976)

Der polnische Präsident hat Recht: momentan gilt der Nizzavertrag! Das einzig gerechte Ersatzverfahren wäre das Beschriebene. Der Status-Quo ist unsäglich...

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14. Juni 2007 19:35

Polen waren immer die Betrogenen, wenn Nachbarn sich zusammenschlossen!

Hartmut Schliefkowitz (Kapau2007)

Es ist nur zu verständlich, wenn die Polen argwöhnisch kommentieren, was ihre Nachbarn wieder einmal planen. Bei solchen Aktionen waren sie bis in jüngster Vergangenheit stets die Verlierer. Wir Deutschen sollten uns daran erinnern! Aber auch daran, dass wir mal so etwas wie ein Brudervolk waren. Vielleicht geht es über diese Schiene besser?

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14. Juni 2007 19:28

Das Europäische Haus wird gebaut? Eher wohl ein Turmbau wie weiland zu Babel!

Hartmut Schliefkowitz (Kapau2007)

Die nationalen Interessen wiegen derart schwer, dass es ein geeintes Europa, nach dem Muster der Vereinigten Staaten von Amerika wohl nie geben wird.

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14. Juni 2007 18:15

Anteil am EU Haushalt=Anteil der Stimmen

harald schneider (asklepion)

Ein gerechtes Verfahren wäre doch den Anteil der Kosten den die einzelnen Mitgliedsstaaten tragen anteilig in Stimmanteile umzusetzen, frei nach dem Motto "Wer bezahlt, darf auch bestellen". Wie würde das den mittleren Staaten wie Spanien und Polen behagen?
Aber Spaß beiseite, wenn Polen weiter so gebärfreudig ist und wir so gebärfaul schneidet sich Polen mit der vorge-schlagenen Quadratwurzelregelung ins eigene Fleisch. ;))

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14. Juni 2007 18:14

a2 + b2 = c2

gerd posywio (hammer22)

also Pythagoras würde sagen:

der am meisten zahlt, hat auch am meisten zu sagen.
Außerdem, es wird niemand gezwungen in der EU zu bleiben, wer sich mit den Gegebenheiten nicht anfreunden kann, kann gern gehen.

gruß
g

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14. Juni 2007 18:11

one man one vote ???

K. Baumanns (Offermanns1)

- wie wäre es denn einfach mit Demokratie statt Manipulation?
- wenn ich den Text oben lese, geht es doch nur um eine Sache - wie hebele ich das Urgesetz eines demokratisch verfassten Gemeinwesens aus - "one man one vote"
- aber EU und Demokratie das ist doch wie .....

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