Finanzkrise

Merkel schnürt Rettungspaket

Im Ringen um einen Ausweg aus der Finanzkrise richten sich die Hoffnungen auf den Krisengipfel der Euro-Länder in Paris. Kanzlerin Merkel will dann ein umfassendes Rettungspaket mit Milliarden-Finanzspritzen für deutsche Banken vorstellen.

Lesermeinungen zum Beitrag

12. Oktober 2008 20:25

wie Vertrauen schaffen ?

Werner Symolka (symolkw1)

Bailouts, Konjunkturprogramme, gigantische Liquiditätsspritzen alles wird getan um Vertrauen zu schaffen. Vertrauen der Sparer in das bisherige System, um dieses am Leben zu erhalten. Dieses System hat sich durch Eingriffe der Politik verändert. (Präs. Carter 1977 Ermutigung der Banken, Hauskredite an bisher kreditunwürdige Personen zu gewähren, 2004 Leverage von bisher 12:1 wird erweitert auf 100:1 (!!), Fannie &Freddie erhielten trotz Hinweisen –so auch von Greenspan- a.G. grandioser Lobbyarbeit keine Ermahnung ihre manipulierten Bilanzen zu ordnen. Beide Institute erhielten 12 Jahre kein Testat für die publizierten Bilanzen, wohl aber erhielten beide Vorstandsmitglieder zusammen US$ 120 Mio Abfindung ) Gierige Systemprofiteure findet man in Wirtschaft und Politik. Sind sie letztlich der Garant unseres Wohlstandes und müssen sie und die von ihnen geschaffenen Strukturen nun vertrauensvoll erhalten werden? Sollen Wirtschaftkorruption, gewollte Schwachstellen in den Kontrollsystemen,Manupulationen an den Devisen- und Kapitalmärkten erhalten werden? Erreicht ist ein Punkt, der das Finanz-Politsystem implodieren lassen könnte. Entweder gelingt eine evolutionäre Bereinigung oder wir werden eine revolutionäre Zeit erleben.

Diese Lesermeinung bewertenBelanglos Lesenswert
12. Oktober 2008 17:25

Peannuts

Hans Klöffel (Wetterwitz)

Also Geld kann man eigentlich nur unter dem Kopfkissen sparen, wenn es weg ist isses weg- nur Glauben versetzt Berge. Frau Mekeil so hat es allen Anschein möchte gerne ins Wachsfigurenkabinett !!

Diese Lesermeinung bewertenBelanglos Lesenswert
12. Oktober 2008 16:04

Wer soll das noch verstehen?

Michael Arndt (Mikel1962)

Unsere Regierungen haben in den letzten 10 - 15 Jahren alle Forderungen der Wirtschaft weitgehend erfüllt: Senkung der Sozialleistungen, Ausstieg aus der paaritätisch finanzierten Sozialversicherung, Sonder- und Zuzahlungen der Arbeitnehmer, Deregulierung des Arbeitsmarktes, Senkung der Unternehmensteuern sowie der Spitzensteuersätze und nicht zuletzt Abschaffung "bürokratischer Hemmnisse", die erst den globalen Einstieg in das Spielkasino der Investmentbanker ermöglichte. Dazu hat die Bundesaufsicht (BaFin), deren oberster Chef Herr Steinbrück ist, die Augen geschlossen und fleißig "mitgestaltet". Jetzt, wo die Karre unrettbar im Dreck steckt, kommen die Steuermilliarden (aufgrund der o.a. Steuerermäßigungen erneut nur aus dem Mittelstand) gerade recht. Wieso fehlen 600 bis 700 Milliarden EUR Eigenkapital? Wo sind die? Wieso fehlen die heute und nicht vor einem Monat??? Im Übrigen arbeitet unsere Regierung (im Verein mit den Privatbanken) weiter fleißig an der Privatisierung der Sparkassen, während sie die insolventen privaten Banken gerne verstaatlicht. Und der "Godfather of Marktwirtschaft" (Herr Ackermann) klatscht dazu... Ich gestehe ein, dass mir meine Wahl zu letzten Bundestag (CDU, leider) heute ehrlich richtig Leid tut.

Diese Lesermeinung bewertenBelanglos Lesenswert
12. Oktober 2008 13:20

Die Gründe für den Absturz sind hausgemacht.

norbert doerre (ndoerre)

Die FAZ macht es seit Jahren genauso wie die allgemeine Presse. Mehrfach wies ich in anderen Zusammenhängen bereits darauf hin, auch im Hinblick auf den bevorstehenden Zusammenbruch unserer wirtschaftlichen Grundlagen. Politikfreundliche Meldungen von DPA werden einfach wortgetreu übernommen, ohne in eine Recherche zu investieren. Die FAZ arbeitet also auch nicht anders als die Bänker, die einen wertlosen Overhead produzieren, um ihn teuer an seine Kunden zu verkaufen. Selbst mit diesem Beitrag zeigt die Zeitung, daß sie immer noch willfährig dem Wort der Göttin aus der DDR gehorcht. Die Systemkrise, in der wir nun stecken, hat zwar durch globale Verwerfungen den Anstoß erhalten, aber die Gründe dafür sind hausgemacht. Deutschland mit nahezu 1,6 Billionen Schulden nimmt nun auch noch einen Kredit auf dieses Defizit auf, um unseren Euro wieder solonfähig zu machen. Das wird nicht gelingen, denn bereits bei der Währungsreform von der D-Mark zum Euro wurden die deutschen Bürger um 40% von der Politik betrogen. Wir, die wir ohnehin den Löwenanteil von 70% zur EU beisteuern, sollen nun noch einmal zur Kasse gebeten werden, damit eine Frau Merkel weiterhin Küßchen verteilen kann und Lobeshymnen von Sängern ohne Stimme genießen kann.

Diese Lesermeinung bewertenBelanglos Lesenswert
12. Oktober 2008 12:52

Ideeneinwurf

alexandra Ostrowicz (justus94)

Genau weil der Bürger sich heutzutage alles gefallen läßt und in eine Art Politikverdrossenheit verfallen ist, sind wir mit dort angekommen, wo wir heute sind. Deshalb verbindet man mit dem Wort Staat wenig Positives. Wenn man sich aber darauf besinnen würde, woraus der Staat sich eigentlich zusammensetzt, nämlich uns, dem "wählenden" Volk, würde sich vielleicht doch manches ändern können. Ein Staat ist immer nur so gut, wie er mit dem schwächsten Mitglied seiner Gesellschaft umgeht. Die Idee unserer heutigen - sogenannten - Demokratie entspringt der griechischen Polis - eine Institution zum Wohle aller und nicht einiger Weniger. Man kann also nicht behaupten, das das Wohle aller unbedingt gleich zum Kommunismus führe. Unabhängig davon wird auch diese politische Idee aufgrund der politischen Entwicklung und Medienmanipulation der letzten Jahrzehnte völlig falsch verstanden. Zumal man ja nun gerade heute sehen kann, wohin der einst so hoch gelobte agressive Kapitalismus, der in den Vereinigten Staaten praktiziert wird, führt.

Diese Lesermeinung bewertenBelanglos Lesenswert
12. Oktober 2008 12:49

Wer rettet wen?

Franco Bonistalli (DerFranco)

Es ist doch so: Meine Steuergelder werden dafür verwendet, dass mein Erspartes gerettet wird. Alles nur bla bla bla...

Diese Lesermeinung bewertenBelanglos Lesenswert
12. Oktober 2008 12:43

FIAT Mony: Wie der Dieb zum Wächter wird..

Emmanuel Declerq (Declerq)

Wie kann man ernsthaft darüber schreiben oder sich äußern, dass der Staat, dieses Hochverschuldetes Monstrum, nun die Bürgschaft und die Rettung für die Banken übernehmen soll?? Woher nehmen sich die bankrotten Staaten und Regierungen die Milliardenbeträge her, wenn nicht durch "Fiat"-Geld. Einfach Geld zum Ausdrucken, gegenstands- und wertlos. Dass dies im Nachhinein die Abwertung des Geldes mit sich trägt und den größten Feind aller Sparer füttert, die Inflation. Diese und nicht die aktuelle Finanzkrise ist die größte Gefahr für alles Ersparte. So aber spielen sich Merkel und Co. als große Retter auf und werten das Geld der Bürger weiter ab. Damit erhebt sich der Dieb zum Wächter. Der Betrag bleibt auf das Sparbuch geschrieben, ist aber kaum etwas Wert und der ahnungslose Bürger jubelt: Jaaa, mein Geld ist gerettet. Oh Danke Frau Merkel.

Diese Lesermeinung bewertenBelanglos Lesenswert
12. Oktober 2008 12:41

Rettunspaket Finanzkrise

monika ezzi (true07)

Paul Hilder - Avaaz.org Einkaufen statt Freikaufen „Wir müssen sicherstellen, dass unsere Gelder nicht einfach verschleudert werden, sondern dass durch eine staatliche Investition "Eingekauft" wird, damit die Steuerzahler/Bürger nachher an den Gewinnen beteiligt werden“ • gemeinsames Handeln gemeinsam abgestimmte Maßnahmen • Verschärfung der Bankenaufsicht • fundamentale Revision des Gesamtsystems

Diese Lesermeinung bewertenBelanglos Lesenswert
12. Oktober 2008 10:51

Sprechblasen

georg hellner (georg58)

Wir erleben im Moment einen Exzess der Märkte, der wieder eingezwängt werden muss in eine soziale Ordnung.Zitat Merkel. Ah ha, das ist also nur im Moment so, was war denn vorher ?? Es gibt so viele Blasen, die Kreditblase, die Immobilienblase und in Berlin gibt´s die Sprechblase. Wie wir ja erfahren, steigen diese Blasen auf und dann peng !!

Diese Lesermeinung bewertenBelanglos Lesenswert
12. Oktober 2008 10:19

Ketzerische Frage

Martin Geiger (marcarger)

Warum muß denn der Staat gerade jetzt beispringen? Waren wir seinerzeit gezwungen, eine Unterschrift unter den lukrativen Anlageplan unseres Bankberaters zu setzen? Oder sind wir doch eher selbst schuld, verführt von er eigenen Gier? Wussten wir wirklich nicht, was wir da taten, als wir die entsprechenden Anlageprodukte kauften? Wie erbärmlich, jetzt nach dem großen Retter zu rufen. Dann bitte aber auch wirklich den fürsorglichen Staat, derstets immer nur das Beste für seinen Bürger macht, dann bitte aber auch ist es vorbei mit selbst bestimmter, eigen verantworteter Lebensplanung und -führung. Dann hat jetzt wirklich die Staatsfürsorge, vulgo der Kommunismus gewonnen. Sollten wir überhaupt zulassen, daß der Staat - die oportunistische Machtclique, die uns regiert - auch noch weitere Befugnisse erhält?

Diese Lesermeinung bewertenBelanglos Lesenswert
12. Oktober 2008 10:13

Verdummung des Volkes

alexandra Ostrowicz (justus94)

Zuerst einmal ist es doch sehr befremdlich, daß in der gesamten Presse der Vorfall so dargestellt wird, als sei die Bankenkrise eine Verkettung widriger Umstände und unterschiedlicher Unkompetenzen. Es muß hier einmal erwähnt sein, daß es sich um die Bereicherung einiger weniger "Haie" geht, denen wir schlußendlich die Verspielung unseres stattlichen und staatlichen Geldes zu verdanken haben, damit sie ihre Milliarden weiter vermehren können. Wenn wir dann schon das hart vom Steuerzahler verdiente Geld zur Rettung des Systems investieren sollen, ohne es je Zurückzuerhalten (so würde eine Bank niemals handeln - siehe Kredite, die hoch und teuer verzinst werden), dann haben wir doch zumindest ein Recht, einen Anteil an dem System zu erhalten in Form einer Verstaatlichung - denn wir sind das Volk und das Volk ist der Staat und somit würde jedem von uns ein Anteil gehören. Es drängt sich somit der Eindruck auf, daß es sich nicht mehr um Demokratie, sondern eine auf Zeit gewählte Oligarchie handelt (griechisch: Regierung von wenigen Schlechten).

Diese Lesermeinung bewertenBelanglos Lesenswert
12. Oktober 2008 09:41

Zum Schluss

heinz herzing (heinz48)

ist unser Land Finanziel nicht mehr Handlungsfähig , die Statsverschuldung kann die nächsten 100 Jahre nicht mehr zurückgezahlt werden . Die ganze krise hat bis jetzt für die verursacher keinen nenenswerte konsequenz , und das kann einfach nicht sein. Schlimmer schaut man sich die Englische oder Amerikanische Volkswirtschaft an so weis man das es International keine verbindlichen regel geben wird , diese Länder haben keine nenenswerte Produktion mehr sie Leben vom Fleis anderer und genau das darf in Zukunft nicht mehr möglich sein daran darf man unsere Politiker messen .

Diese Lesermeinung bewertenBelanglos Lesenswert
12. Oktober 2008 09:39

Rettunspaket Finanzkrise

monika ezzi (true07)

Schritte in die richtige Richtung werden wir durch unsere Regierungsvertreter / Repräsentanten an den Schulden beteiligt, so ist es wichtig, zum Ausgleich an den zukünftigen Gewinnen beteiligt zu werden

Diese Lesermeinung bewertenBelanglos Lesenswert
12. Oktober 2008 08:34

Warum nur wird immer ALLES mit ALLEM vermischt und dann ein Giftcocktail

Melita Zimmermann (melitaz)

präsentiert, der zu noch mehr Angst, noch mehr Verunsicherung und noch mehr Verärgerung der Steuerzahler und Sparer führt? In dieser Situation nutzt das niemanden. Die handelnden Personen müssen eine globale Lösung finden, denn sie haben schon viel zu viel Zeit verstreichen lassen. Als Ackermann im Frühjahr nach staatlichen Eingriffen in Amerika rief, wurde er verhöhnt, damals wäre die Lösung noch billiger zu haben gewesen! Jetzt wo das Problem die gesamten Zahlungsströme weltweit erfasst hat, wird endlich gehandelt. Wenn Buchverluste innerhalb kürzester Zeit, das Eigenkapital einer Bank aufzehren, dann kann an der Bewertung etwas nicht stimmen! Keiner weis heute was von den "innovativen Produkten" tatsächlich zum Totalverlust führen wird, aber Banken werden HEUTE durch dieses System in den Ruin getrieben. Das ist doch der wahre Grund für die Vertrauenskrise! In den Jahren 2002/2003, als die Versicherungsbranche wankte, weil die Aktienkurse auf den Tiefststand waren, wurde schnell gehandelt. Die Bewertungsvorschriften wurden kurzfristig geändert, was zur Stabilisierung führte. In der jetzigen Krise wurde von der Politik gezögert und gezaudert bis das allerletzten Mittel (Teilverstaatlichung) eingesetzt werden muss.

Diese Lesermeinung bewertenBelanglos Lesenswert
12. Oktober 2008 02:12

Wo bleibt der Beitrag der Banker ?

Gregor Deckers (Dreizack)

Wie wäre es denn mal mit einer konzertierten Aktion der Herren Banker ? Wäre das nicht ein beruhigendes Zeichen für den Markt, wenn einige der prominenten Banker ein paar Millionen ihres Privatvermögens ihren Banken leihen würde ? Aber offensichtlich herscht da nicht gerade grosses Vertrauen in die Fähigkeiten des eigenen Berufsstandes, diese Krise zu bewältigen.

Diese Lesermeinung bewertenBelanglos Lesenswert
1 - 15 von 30 Lesermeinungen
1 | 2 VorZum Ende blättern
Suche in Beitrag Lesername oder Login
Datum bis
FAZ.NET Suchhilfe
F.A.Z.-Archiv Profisuche