Benedikt XVI. in Bayern

Der Papst rügt „Schwerhörigkeit gegenüber Gott“

Am Sonntag hatte Benedikt XVI. vor rund 250.000 Gläubigen in München eine Messe gefeiert und vor einer zunehmenden Gleichgültigkeit gegenüber Gott gewarnt. „Gott ist da!“, rief er den Menschen in seiner Predigt zu.

Lesermeinungen zum Beitrag

14. September 2006 19:25

Häufig verwechselt werden Toleranz und Liebe.

Wolfgang Kaiser (WolfgangKaiser)


Man kann einen Menschen, der etwas in den eigenen Augen falsches oder schlechtes tut, durchaus lieben, d.h. annehmen, so, wie und dort, wo er gerade ist. Trotzdem kann ich sein konkretes Verhalten verurteilen. Genau das hat Jesus auch getan. Und wenn man es mit jemandem ehrlich meint, ihm wirklich "Gutes" will, wird derjenige es auch erkennen, und dann bewegt sich etwas...
Das ist "christlich", und das ist viel mehr, als eine möglicherweise hohle, möglicherweise aus Gleichgültigkeit bestehende Toleranz.

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13. September 2006 12:00

Der Auftritt des Papstes ..

Elisabeth Müller (liemue)

... und die Rückkehr des Mysthisch-Religiösen in Deutschland lässt mich erschaudern.

Hat man im Vatikan nun die Absicht, die Errungenschaften der letzten 2 Jahrhunderte Aufklärung und Wissenschaft völlig zu negieren und arbeitet bereits am Rückschritt ins finstere Mittelalter?

Offensichtlich geht nun auch die zweite Weltreligion im Wettbewerb mit dem Islam den Schritt zurück in religiösen Fundamentalismus und mysthisch-verquaste Glaubenslehren und Dogmen.

Motto: "Ich Glaube also Bin Ich".


Ohne mich. Ein klares Nein Danke Papst Benedikt.

Gruß
Dr. Elisabeth Müller

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11. September 2006 21:49

Eine der letzten glaubwürdigen moralischen Instanzen,

Wolfgang Kaiser (WolfgangKaiser)

das ist dieser Papst und die so oft gescholtene römische Kirche.
Dass v.a. konsumistische Meinungsinqisitoren darauf blindwütig mit immer den gleichen, abgedroschenen Stereotypen versuchen herumzutrampeln, wundert mich nicht. Es ist natürlich wenig schmeichelhaft, wenn der eigenen verlogenen Lebensweise die Maske heruntergerissen wird.

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11. September 2006 16:25

aber wo bitteschön...

Peter Luther (HAHOHE)

...ist der Anfang und das Ende einer geforderten Toleranz, Frau Lehmeier?

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11. September 2006 14:44

Ursache und Wirkung

Klaus-Henning Bähr (henning_baehr)

Die katholische Kirche, deren Oberhaupt die zunehmende Ferne der Menschen zu Gott beklagt, hat zu diesem Zustand selbst nicht wenig beigetragen. Auch der neue Papst gibt keinen Anlass zu der Hoffnung, dass dogmatische Verhärtung, zum Beispiel die nachrangige Rolle der Frauen in der Kirche, die Ablehnung auch von rechtlich zulässigen Schangerschaftsabbrüchen, der Ehescheidung und homosexueller Partnerschaften, einer Haltung weicht, die von Respekt vor den Persönlichkeitsrechten geprägt ist. Und wer dann auch noch die vermeintlich irritierende Wirkung unseres "gottfernen" Lebens auf andere Religionsgemeinschaften, insbesondere die Muslime, ins Feld führt, macht sich vollends unglaubwürdig. Der Papst, der als scharfsinniger Gelehrter gilt, hat in seiner Predigt auf dem Münchner Messegelände vermutlich nicht ohne Absicht versäumt, die von ihm kritisierten Zustände im Licht von Ursache und Wirkung zu beschreiben.

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10. September 2006 13:57

Glaubensverlust... verwundert?

Heiko Dieter (heiko1980)

Abseits der Euphorie um den "deutschen Papst" stellt sich mir die Frage:
Wird die beklagte „Schwerhörigkeit Gott gegenüber” nicht durch die rückschrittliche Glaubensführung des Vatikans gerade noch unterstützt?

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10. September 2006 13:28

Botschaft des Friedens an die Hassprediger

Dirk Krueger (Benedikt25)

Man kann von der Katholischen Kirche und dem Papst halten was man will. Aber eine seiner wichtigsten Botschaften ist doch, dass Christus für die Liebe Gottes zu den Menschen steht. Der Papst setzt damit ein wichtiges Zeichen für Frieden und gegen den Terror in der Welt.

Juden, Christen und Muslime führen ihren Glauben alle auf den Gott Abrahams zurück. Ist es dann nicht pervers, wenn islamische Fundamentalisten meinen, in Namen Gottes und ihres Propheten unschuldige Menschen ermorden zu können und zur Belohnung ins Paradies einzuziehen?

Daneben sehe ich auch, dass die Kirche in der Tat noch für Werte steht, die mittlerweile in unserer Gesellschaft zu kurz kommen. Für viele Menschen bildet die Kirche angesichts von Skandalen in Gesellschaft und Politik, dem rasanten Wandel in der Welt, einen Anker der Beständigkeit, der nicht blindlings dem Zeitgeist folgt.

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10. September 2006 12:20

Pro Personenkult

Richard Scholl (scholli1961)

In einer Zeit der wirtschaftlichen, gesellschaftlichen und persoenlichen Stagnation klammern sich die Menschen an alles, was ihnen die Illusion einer Erleuchtung bringt. Der Papst ist ein Star, dies war er immer und wird er immer sein. Das ist auch gut so, denn fuer viele stellt erst eine begreifliche Sache/Person die Gegenwart Gottes dar. Gott ist in uns, das ist er nicht mehr oder weniger, wenn der Papst auf Tournee ist.
Aber nur durch diese massenintensiven Gottesdienste wird den Menschen die Gegenwart Gottes und des heiligen Geistes so richtig bewusst.
Es ist vergleichbar mit einer Musikgruppe, dessen Musik man mehrmals taeglich im Radio hoert. Man findet die Musik gut. Geht man auf ein Konzert und ist zusammen mit vielen Gleichgesinnten, faengt man an, die Musik ganz anders zu hoeren, vielleicht sogar zu lieben.
Also ist der Aspekt "Personenkult" in keiner Weise als negativ aufzufassen, denn alle modernen Religionen bauen auf Ueberlieferungen und Dogmen, also auf nicht nachpruefbare Tatsachen.
Die Menschen wollen in ihrem Glauben ueberzeugt bzw. bestaetigt werden!




























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10. September 2006 05:47

Personenkult?

Herbert Frohnhofen (Theophil23)

Wer hier von Personenkult spricht, hat nichts verstanden. Es geht gerade nicht darum, Joseph Ratzinger als Person zu feiern (wie etwa einen Fußball- oder Popstar), sondern in der Gestalt des jeweiligen Papstes ehren Christen Jesus Christus selbst und dessen kompromissloses Eintreten für die Würde jedes Menschen, an das der Papst mit seinen Gottesdiensten und Reden anknüpft. Genau dieses ist aber in einer Welt des Betrugs, des Mordes, des Ehebruches, der Gewalt usw. jede Feier wert, um auch das Licht wieder sehen zu können, das allein unser Leben zu erleuchten vermag.

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09. September 2006 23:45

benedikt

heinz herzing (heinz48)

ein synonym für frieden abstosend zu empfinden ist wiederlich und erschreckend zugleich .
Heute steht die kirche für wehrte die jeder gesellschaft mehr als fehlen , sondern si sind richtungsweisend .

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09. September 2006 13:45

Der Papst - ein Symbol für Liebe und Hoffnung

Ogdan Ücgür (Ogdan)

Ich freue mich sehr, daß der Papst nach Bayern kommt. So sehr ich Jesus liebe, so sehr freue ich mich auch, daß der Papst als Mensch uns allen hier in Deutschland ein Zeichen dafür gibt, daß Liebe und die Hoffnung mehr wert sind alles Böse, aller Haß und alle Mutlosigkeit.

Was die Medien nicht schaffen, ein einzelner, alter Mann kann es!

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