Der eine kritisiert, der andere droht gleich: Guttenberg (l.) und Steinbrück

Angst vor Kreditklemme

Steinbrück droht Banken mit Sanktionen

Im Wahlkampf treibt die Bundespolitiker die Angst vor einer Kreditklemme um. Die Sorge ist derzeit noch größer als die Zurückhaltung der Banken bei der Vergabe. In einigen Banken wird von einer „gefühlten Kreditklemme“ gesprochen. Von Konrad Mrusek und Steffen Uttich

Lesermeinungen zum Beitrag

06. Juli 2009 22:47

Wer Wirtschaft nicht versteht, wird die Krise nicht beseitigen können

Dirk Ehnts (dehnts)

Private Banken sind profitorientierte Unternehmen. In guten Zeiten vergeben sie mehr Kredite als eigentlich sinnvoll, und in schlechten Zeiten stehen sie vor einem Problem. Sie haben mehr Kredite vergeben als sie an Einlagen haben. Es droht ein "bank run": wollen alle Sparer ihre Einlagen sehen, ist die Bank pleite, wollen einige Sparer sie sehen, braucht die Bank cash. Zudem droht ein Ausfall der Fremdkapitallinien, mit welchen sich Banken zusätzliches Geld verschafft hatten. Nun ist es nur logisch, dass sich Banken bei der Zentralbank zu niedrigem Zinssatz Kredit beschaffen und diesen aber nicht langfristig, sondern nur kurzfristig weitergeben wollen. So kann zumindest ein partieller Wegfall des Fremdkapitals verkraftet werden. Die Firmen jedoch brauchen langfristige Kapitalzusagen und können mit kurzfristigen Krediten nichts anfangen - ohne eine Verlängerung der Kreditlinien würden die Unternehmen an die Banken fallen. Nun haben wir zwei Optionen: die Zentralbank vergibt Kredite direkt an die Unternehmen (Planwirtschaft), oder der Staat weitet die Nachfrage aus und bringt dadurch den privaten Sektor wieder in Schwung (Keynes). Untätigkeit hingegen führt zu weniger Einkommen, Deflation und Massenarbeitslosigkeit, wie 1929-36.

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06. Juli 2009 14:43

Zerrspiegel des Klassenkampfes

Herold Binsack (Devin08)

Die Aporie der bürgerlichen Ökonomie, zumal in der Krise. Ist sie nun Überproduktion oder Unterkonsumtion? Welche Seite überwiegt wohl? Dank der Produktion von „Wert(en)“, statt von Gebrauchsgütern, beschleunigt durch lockeres Geld, wohl Überproduktion, doch auch Unterkonsumtion, nicht an den 7 Sachen, die man braucht um einen guten Kuchen zu backen, nein, aber an jenen schönen Sachen, die die moderne Wirtschaft braucht, um einen relativ stabilen inneren Markt (die Melkkuh für den Weltmarkt) zu halten. Alle 5 Jahre einen neuen Laptop, man sollte das auf 2 Jahre runterfahren!, alle 10 Jahre ein neues Auto (manche machen das jährlich, das kann man kaum noch unterbieten), daher die Idee mit der Abwrackprämie – 9 Jahre alt darf es dann auch mal sein, das alte von Ottonormalfahrer. Rein ökonomisch also Unsinn, jene Anschubfinanzierungen – gleich welche - und jeder Liberale schreit nun Heureka, aber politisch/“national“ betrachtet, rutscht das Krisenkapital auf seinen Brustwarzen und wimmert nach „sozialistischer“ Hilfe, ohne zu begreifen, dass da seine Zukunft ist, welche da anklopft, seine sozialistische. Der Markt also, das verinnerlichte Gesellschaftsmodell, ein paradigmatisches Rätsel, ein Zerrspiegel des Klassenkampfes.

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06. Juli 2009 12:51

Keine Kreditklemme aber...

Andreas Bächtle (Andreas_B.)

Eine Kreditklemme gibt es den Zahlen nach anscheinend nicht, aber ganz sicher haben die Banken die Vergabekriterien und vor allem die Risikobewertung ordentlich nach oben geschraubt. Das ist zwar in Krisenzeiten einerseits verständlich, andererseits ist aber für gesunde Unternehmen ohne akute Probleme und guten Prognosen nicht nachvollziehbar warum sie plötzlich mehr Geld für Kredite ausgeben müssen obwohl die Banken neues Geld zu Konditionen bekommen die einen historischen Tiefststand markieren. Genau hier liegt der wirkliche Skandal. Das Klischee des skrupellosen und gierigen Bankers, so es denn eines ist, wird prompt bedient. Die hässliche Fratze der gierigen Krisengewinnler passt gut zum momentanen Bild der Banker in der Öffentlichkeit. Sie tuen auch nicht viel um daran etwas zu ändern. Ganz im Gegenteil sind ansonsten keine Änderungen im Geschäftsgebaren im Vergleich zu vor der Krise zu erkennen.
Das Steinbrück jetzt die Banken wegen der vermeintliche Kreditklemme an den Pranger stellt mag populistische Wahltaktik oder schlichte Unwissenheit sein, dass der neue Held der Neoliberalen zu Gutenberg in's selbe Horn bläst übersehen die Steinbrück-Kritiker dabei geflissentlich.

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06. Juli 2009 11:30

Wo sind denn die guten Schuldner?

Horst Henn (glufa)

Ähnlich wie die Banken haben auch unsere Unternehmen "gehebelt", um mit möglichst wenig Eigenkapital Renditen ähnlich wie die Deutsche Bank zu erzielen. Das Risiko wird dann über die Banken an die realen Sparer und die Steuerzahler weitergegeben. Gesunde Unternehmen mit genügend Eigenkapital und soliden Sicherheiten werden am Markt händeringend für die Anlagen der erzeugten Geldfluten gesucht. Leider gibt es nicht viele Unternehmen, die diese Voraussetzung erfüllen und auch bereit sind die gewünschten Zinsen zu zahlen. Die klassische Finanzierung von Firmen durch Eigenkapital oder Aktien ist ja durch unsere Steuergesetze mit aktiver Hilfe von Herrn Steinbrück und durch die Lobby der Banken ja platt gemacht worden.

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06. Juli 2009 11:23

Realitätsfremd

Lars Köhler (LK670)

Ja es gibt eine Kreditklemme - und zwar zu Recht bei den Unternehmen, die mit hoher Wahrscheinlichkeit ihre Kredite nicht zurückzahlen werden können. Und es ist richtig so, dass Unternehmen wie Quelle, Opel und ähnliche keine Mittel von Banken erhalten, die das Geld mangels Wirtschaftlichkeit nicht wiedersehen werden. Die Unternehmen, die sauber aufgestellt sind, erhalten weiter problemlos Geld. Der Maschinenbau erhält keine Kredite? Warum wohl? Weil die Abnehmer fehlen. Ohne Abnehmer keine Einnahmen. Und womit sollen die Kredite wohl zurückgezahlt werden? Und dann "die Banken" (welche konkret - vielleicht die IKB z.B.) "zwingen" wollen, Kredite an schlechte Kreditnehmer zu vergeben ist der blanke Wahnsinn, und juristisch völlig indiskutabel. Was im Moment stattfindet ist nichts anderes als eine Konsolidierung, auch bei der Kreditvergabe. und das ist gut so, um nach der Krise eine Chance zu haben. Reiner Populismus. Nur schade, dass isch auch Leute wie zu Guttenberg auf das Niveau herablassen.

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06. Juli 2009 10:52

Politische Täuschungsmanöver statt Kreditklemme

Johannes Hintzen (JohannesLeonhard)

In der Diskussion um die Kreditvergabe der Banken wird viel Sand verschüttet. Sie wird von der politisch gewollten Illusion getragen "In der Wirtschaft wird´s schon wieder, es braucht nur Kredite." - wovor heftig gewarnt werden muß. Es gibt bis heute angesichts weiter rückläufiger Wirtschaftsdaten keinen Grund zu der Annahme eines Wirtschaftswachstums - allenfalls die Hoffnung auf den Beginn einer Stagnation. Schaut man auf weitere Tatsachen: Ad 1) hat die wilde Kreditvergabe der Banken u.a. zu dem augenblicklichen Down geführt (Schneider, HRE u.a. lassen grüßen). Man kann den Esel nicht in zwei Richtungen prügeln. Ad 2) können die politisch geführten Banken und Sparkassen mit gutem Beispiel vorangehen. Wo geschieht das? Die stehen nämlich vor dem gleichen Dilemma. Das wird ad 3) auch von dem folgenden Pferdefuß geprägt: Die Eigenkapitalausstattung vieler Mittelstandsfirmen war vor der Krise schon so erbärmlich und wurde durch die Wrtschaftskrise zusätzlich lädiert, daß ich als Bank angesichts der einzelwirtschaftlichen Grunddaten meine Kreditvergabe auch lieber ein Mal zu viel als ein Mal zu wenig durchrechne. Eine Bank kann es sich nicht leisten, so horrende Schulden auf ungewisse Zukunft zu machen wie ignorante Politiker.

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06. Juli 2009 10:15

Welcome to socialism...

Michael Meier (never1)

...der Staat baut Autos (VW, Opel) bzw. greift zu Gunsten dieser Teilnehmer massiv in den Markt (die Umweltprämie kam in Stgt, M und IN nie an!), er betreibt Banken und greift massiv in den Markt ein, er subventioniert und reguliert große Teile der Wirtschaft (Landwirtschaft, Gesundheit, öD usw), er presst den Bürger per Steuergesetzgebung aus und kriminalisiert ganze Branchen, er verschleudert Gelder in internationalen Töpfen und Projekten, die nie wieder in D ankommen, manche Protagonisten schimpfen und kriminalisieren Andersdenkende im Ausland, er sichert sich Einfluß bei den Banken per Enteignung und beschimpft sie dann, wenn sie sich vorsichtig verhalten und Wackelkandidaten keinen Kredit mehr geben..........WO EIGENTLICH LEBEN UDN ARBEITEN WIR?

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06. Juli 2009 10:12

John Galt

Per Denez (kekko.desu)

Ich kann mir nicht helfen: Der eine redet so. Der andere redet anders. - Was stimmt denn nun in der Einschätzung der Ursachen? - Was stimmt denn nun in der Wahl der Mittel, um der Krise zu entkommen?
Eines kann jedenfalls nicht sein: Der Neoliberalismus ist keine Ursache. Neoliberalismus gibt es nämlich nicht. Es gibt immer mehr staatliche Interventionspolitik. Immer mehr Verordnungen. Immer mehr Bürokratie. Auf allen Ebenen. Liberalismus würde sich offenbaren als eine umgekehrte Bewegung.

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06. Juli 2009 10:04

In der Sache sind sich ...

bernd ullrich (demokrat2)

..... Steinbrück und Guttenberg einig. Weshalb schlagen die Bürgerlichen nur auf Steinbrück ein? Weil er der SPD angehört? Merkel, die Bundeskanzlerin, die Vorsitzende der CDU, sagt dazu nicht viel. Wahrscheinlich hat sie Angst, dass die Banken auf sie pfeifen. Wer wiedergewählt werden will, bleibt besser still? Ein jämmerliches Verhalten. Die Bürgerlichen müßten doch kapiert haben, dass nichts mehr zu verteilen ist.
Die SPD hat für den sozialen Ausgleich in dieser Regierung gesorgt. Wenn mit der FDP die Balance verloren geht, erhöht dies die sozialen Spannungen mit nicht berechenbaren Folgen.

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06. Juli 2009 08:40

Der Neoliberalismus hat versagt.

Peter Szameitat (MAKSAS)

Das Fehlverhalten einzelner Banker soll nun Schuld sein. Nein - denn es geht um die altmodischste Vorgehensweise des Geldgeschaeftes: Staats- und Immobilienkredite und diese haben sich einfach immens aufgtuermt. Schuldenmilliarden haben die Staaten, auch die BRD, in den letzten 20-Jahren, nach dem implodieren der SU, aufgetuermt und suggerieren immer noch, es gebe keinen Zahltag dafuer. Die Staaten spielen immer noch das globale Schuldenmonopoli selber mit. Nun bringen die Zentralbanken ihre eigene Waehrung auf die Kippe, indem die Banken ihre wertlosen Papiere in Bad-Banks, fuer die der Staat garantiert, also alle Buerger, auslagern. Es wird wahrscheinlich die Situation eintreten, das nur noch der Staat durch Uebertragung neuen Eigentums die Zentralbank am Leben erhaelt. Trotzdem wird nun vor der Wahl vollmundig wider bessern Wissens erklaert, das es keine Steuererhoehungen geben wird. Die Parteien und ihre Politiker verhalten sich irrelevant, denn wenn sie heute die Banker beschuldigen, dann ist das so, als ob die Brandstifter die Streichholzindustrie fuers Feuer verantwortlich macht. Die Bundeskanzlerin ist hier Vorreiter: sie sagt sich vor der Wahl ist nicht nach der Wahl. Wird dies ein zweiter Fall wie in Hessen?
MAKSAS

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06. Juli 2009 08:24

verlogene Politik

Hermann Nübel (rosenfuchs)

statt zu drohen bräuchte es nur einer Zinssenkung bei der Commerzbank, die ja dem Staat halb gehört....den Rest würde der Markt erledigen.

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06. Juli 2009 08:14

Wer versucht mit dem Teufel den Beelzebub auszutreiben, der darf sich nicht ....

Reinhard Wolf (Pumuckel42)

wundern wenn er feststellt, dass er den Bock zum Gärtner gemacht hat und vom Regen in die Traufe kommt. Ein Raubtier bleibt immer ein Raubtier! Eine Ändeung bedarf einer mühevollen Züchtung über Generationen. Mit "Erziehung" allein kommt man da nicht weit. Wenn sich an der Moral von Banken etwas ändern soll, dann bedarf es als Minimum dem Austauch der derzeitigen Akteure und deren Denken. Aber auch dann gilt noch: "Die Schweine wechseln, aber die Tröge bleiben". Die Frage, die sich stellt: Wer braucht eigentlich die Geschäftsbanken für die Kreditvergabe? Diese Aufgabe kann problemlos von den Landesbanken substituiert werden oder wofür gibt es die eigentlich? Warum wird Frischgeld ausschließlich über die Kreditvergabe in den Markt geschleust? Dadurch wird das Geld von Anfang an zur Sklavenpeitsche, weil es nur über "Schuld" und "Verbindlichkeit" erhältlich ist ... und auf der Seite der Karusselltreiber (die Banken) werden die Forderungen formuliert .. und die Politik/der Staat wäscht seine Hände in Unschuld. Schön eingefädelt, funktioniert aber leider nicht. Es gibt auch andere Möglichkeiten Zentralbankgeld unter die Leute zu bringen: Zum Beispiel über die Entlohnung der staatshoheitlichen Aufgaben! Bildung, Gesundheit, Sicherheit!

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05. Juli 2009 22:55

Die Diskussion ist schizophren

Peter Fischer (pfischer)

Das lernen schon die VWL-Studenten im Erstsemester: Die Geldpolitik ist ein Strick. Man kann zwar ziehen, aber nicht drücken. Will heißen: ich kann zwar die Wirtschaft bremsen, aber nur bedingt anstoßen. Was wirft man den Banken denn jetzt vor: sie bekommen günstiges Geld, aber wollen es partout nicht maroden Unternehmen hinterherwerfen. Da sage ich als braver Banken-Sparer nur: glücklicherweise nicht. Das wusste schon Keynes: Ankurbeln der Wirtschaft geht in der Krise am Besten mit Fiskalpolitik, also mit Ausgabenprogrammen ("Abwrackprämie"), die Geldpolitik kann da nur flankieren. Wird in der VWL auch so ähnlich unter dem Begriff der Liquiditätsfalle diskutiert.

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05. Juli 2009 22:45

Steinbrück droht?

Judy Wenz (judyw)

welchen Kredit will er denn gerade haben und kriegt ihn nicht ohne ausreichende Sicherheit? Wirtschaftlich korrekt und gesichert arbeitende Banken sind viel wichtiger als ein Wirtschaftsminister, der zumindest seiner Aufsichtspflicht nicht nachgekommen ist, dafür keinen Schadensersatz bietet und hoffentlich sehr schnell vergessen sein wird. Steinbrück trägt Sorge um den Mittelstand? Soll das ein Joke sein? Er trägt höchstens Sorge, dass man ihm persönlich was nachweisen kann.

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05. Juli 2009 21:34

Deja vue?

Dagny Taggert (DTaggert)

Waren es nicht gerade staatliche Banken (Landesbanken, IKB, KfW ...), die ihre Daseinsberechtigung damit begruenden, fuer die Wirtschaft und hier insbesodere den Mittelstand dazusein? Und sind es nicht genau diese Banken, die jetzt mit immer neuen Milliarden unterstuetzt werden muessen und sich ploetzlich fuer den Mittelstand nur noch dann als Ansprechpartner ansehen, wenn andere Wege erschoepft sind? Werden jetzt Politiker bestimmen, wer kreditwuerdig ist und wer nicht? Werden Banken gezwungen, Dinosaurier wie Quelle zu unterstuetzen, weil dieses Arbeitsplaetze "erhaelt", das Geld aber aller Wahrscheinlichkeit nach weg ist? Die Krise in den USA begann genau so- politisch gewollte Hypotheken an Leute, die sie sich eigentlich nicht leisten konnten. Der Rest ist bekannt.

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05. Juli 2009 21:10

Es dauert alles viel zu lange,

Johann Vittel (havitt)

bis etwas unternommen wird. Steinbrück selbst kann nichts unternehmen, da sein Staatssekretär unter Beschuss steht. Selbst unfähig, eine wirksame Waffe auf die Banken zu richten und endlich mal Tacheles mit diesen zu reden. Viel einfacher ist es Nachbarländer zu beleidigen, bei IKB und HRE alles verschlafen, was man in Ordnung bringen sollte. Steinbrück ist das Finanzproblem Deutschland, es trägt diesen Namen. Frau Merkel muss sich diesen Herrn vornehmen und zurechtweisen. Deutschland hat nicht mehr viel zu verlieren, dann kommt der Abgrund.

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05. Juli 2009 20:42

Der Staat macht es genauso schlecht wie die Banken

Volker T. Fleischhauer (volkerfleischhauer)

Als Finanzmakler habe ich natürlich gehofft, das die Milliardenflut der EZB endlich auch bei den Zinsen für längerlaufende Darlehen Wirkung zeigt. Doch was ist passiert? Nichts? Nein, nein!!! Viele Banken egal, ob aus dem öffentlichen oder privaten Sektor haben ihre internen Margen erhöht, um noch mehr von den Kunden zu kassieren. Und dann kam Ende letzter Woche für mich der größte Hammer: Die KfW, als rein staatliche Bank, erhöht genauso wie alle anderen ihre Zinsen um bis zu 0,20%. Da werden die Banken von den Politikern zu Recht gescholten, aber die gleichen Politker machen keinerlei Anstalten, mit gutem Beispiel voran zu gehen. Nach dem Motto, wenn ich auf die anderen einhacke, merken die blöden Wähler nicht, dass wir es nicht besser machen. Hier fehlt mir absolut jedes Verständnis. Wir Steuerzahler (und das sind die Einzigen, die noch Bauen oder Kaufen können) lassen uns einfach vorführen. Wann wachen wir Deutschen endlich einmal auf? Sind wir schon so entmündigt, dass uns mittlerweile Alles egal ist? Mischen wir uns doch endlich wieder ein und machen unseren Abgeordneten und Ministern Druck. Überschütten wir sie mit Leserbriefen und E-Mails. Mehr Verantwort und und Freihet als Bürger wagen!!!

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05. Juli 2009 20:32

"Toller" Minister, dieser Steinbrück!

Michael Menzel (Galenos)

der nur fortwährend kritisiert, beschimpft und im Grunde nichts macht. Er hat wohl seine eigene Rolle als Casino Obmann bei der Wahnsinns-Verschuldung der WestLB vergessen. Aber nein, seine Anwürfe in fast unflätiger Art, etwa auf unsere befreundeten Nachbarländer, sind maßlos. Jetzt krückt er sich noch auf zu einer Urteilsschelte am BVG:
"Die Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts, der zufolge die Pauschale ab dem ersten Kilometer gezahlt werden muss, kritisierte er als "fatal". "Mit dem Urteil ist der Spielraum des Gesetzgebers zum Subventionsabbau erheblich eingeschränkt worden", sagte Steinbrück."
Es ist ihm also wurscht, ob mehrere Jahre eines der mehreren verfassungswidrigen Gesetze aus der glorreichen Rot-Grün Ära, die nur Elend über das Land gebracht hat, die Bürger abgezockt hat. Er hätte das gern fortgesetzt.
Indem er bereits seine Sachen packt für den irreversiblen Abschied aus seinem Amt, verliert er jegliche Hemmungen, stößt Schuldzuweisungen gröbster Art im Land und gegen die Nachbarstaaten aus.
Er will sein Versagen auf der ganzen Linie vertuschen. Statt dessen stößt er leere Drohungen gegen die Banken aus, die ein neues Spiel mit "neuem" Geld (der Bürger) begonnen haben und Mittelständler kreditlos ignorieren.

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05. Juli 2009 19:45

wurde für das 1. Quartal eine rund 5 % höhere Kreditvergabe an Unternehmen ausge

Erwin Dufner (victor-d)

wiesen. Also was soll das ganze Theater, Herr Steinbrück, Herr Steinmeier? Wollen sie uns für dumm verkaufen? Wenn die Banken ihr Risikoverhalten verbessern, ist das durchaus richtig. Auch wenn ihnen das nicht gefällt. Suchen sie sich für ihr schlechtes Krisenmanagement andere. Am besten fangen sie bei sich selbst an. Opel retten, Arcandor retten wollen, .... Die private Kreditnachfrage durch öffentliche verdrängen.

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05. Juli 2009 19:18

Wo von einer "gefühlten Kreditklemme" gesprochen wird:

Thomas Punk (Der_springende_Punk_T)

Bei Opel, bei Quelle, bei Porsche, bei Karmann, etc. etc.
Typisch Bankenvorstände:
-erstmal nix aus der Kriese lernen und weiter so wie bisher
-dann Steuergelder abgrasen, soviel wie nur möglich
-Auf EZB Druck ausüben, damit man herrlich viel frisches Geld zum Nulltarif einkaufen kann, ohne es weiterzugeben.
-BadBanks forcieren, damit man den Schrott auch schön los wird im Notfall
-Kreditklemme verleugnen bis der Arzt kommt
-nächste Krise herbeiwirtschaften, sich aber vorher schön auf einer der vier Yachten bequem einrichten.
Fakt ist vielmehr: Banken vergeben derzeit noch weniger Kredite in Deutschland als zuvor- Wer heute Geld benötigt, gründet sich am besten seine eigene Bank. Dann kann sich sein eigenes Geld drucken.

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