
Frau Schwarzers grotesk-überzogene Dramatisierlust ist wie immer Teil der ewigen Wiederholung ihres ideologischen Billigprodukts. Sie rächt diesmal Frau Merkels Desaster dadurch, daß sie über die Machos, die Schröders und all die Ungläubigen schäumend herfällt wie eine bestellte Richterin. Nur, wer hat sie bestellt?
Wo nämlich bleiben in ihrer verwirrt-verworrenen Wutpredigt die eigentlich 'Schuldigen' – die Frauen? Denn: Wären die Frauen dieser Republik das, was Frau Schwarzer immer meint, wenn sie von Frauen spricht, müßte jetzt Frau Merkel haushoch triumphieren. Kann sein, daß Frau Schwarzers Vehemenz all die Jahre bloß die Abgeltung der traumatisierenden Gewißheit war, nie Frauen genug für ihre 'Frauenbewegung' gehabt zu haben?
Michail Savvakis
Fahrgasse 24
60311 Frankfurt
Zum Thema passend: http://www.maskulist.de/Revolte.htm

Ob Merkel oder Schröder, das verspätete Sommertheater, welches Berlin hier zum Besten gibt, hat mit der Geschlechterfrage meiner Meinung nach nichts oder nur sehr wenig zu tun.
Hier geht es um Machtpolitik und zwei Menschen, die (noch) nicht erkannt haben, daß der Wähler wohl keinem von Beiden zutraut, die Probleme unseres Landes zu lösen.
Frau Schwarzer sollte sich doch für ihre Sache ein anderes Thema suchen, vielleicht eines, in dem etwas mehr Fakten und etwas weniger Behauptungen, Anschuldigungen und Spekulationen notwendig sind, um wirksam zu sein.

Schade liebe Frau Schwarzer,
Aus einer ganzen Reihe von Diskussionsrunden und von Ihnen verfassten Artikeln in den letzten Jahren hatte ich den Eindruck gewonnen, nicht nur EMMA sondern auch deren Herausgeberin seien moderater und auch irgendwie reifer geworden.
Nach diesem Artikel muss ich diese Meinung wohl doch noch einmal überdenken. Reife ist offensichtlich keine Frage des Alters.
Ist es einfach nur der Drang irgendetwas zur Diskussion beitragen zu wollen, oder der Frust der aus der Erkenntnis resultiert das deutsche Frauen ihre Themen längst schon besser allein, ohne eine Alice Schwarzer, vertreten können und dies auch tun, der Sie einen so rückständigen Artikel schreiben läßt?
Waren Ihre Kommentare im ZDF zum "Mega"-TV-Duell zwischen Frau Merkel und Herrn Schröder schon eher erheiternd bis bemitleidenswert als irgendwie zielführend, so haben Sie hier einen Griff nach ganz unten in die Kiste männerfeindlicher Demagogie gewagt.
Ich warte jetzt eigentlich nur noch auf Ihre Legitimatiom zum "Tyrannenmord", von Ihren althergebrachten Schw...-ab-Thesen aus der Frühzeit vom EMMA sind wir jedenfalls nicht mehr allzuweit weg.
Ganz ehrlich, ich habe lange nicht mehr so einen Schwachfug gelesen.
Schade eben!

Danke, Alice Schwarzer, fuer diesen etwas anderen Blickwinkel...
Man muss Ihrer Argumentation nicht in allen Punkten folgen, um doch mehr zu verstehen von dem, was sich in den letzten Wochen vor fassungslosen Augen abspielt. Und jedenfalls keine rationale Erklaerung findet.
Was ist in eine Partei gefahren, die sich
hinsichtlich Ihrer eigenen, von Verletzungen gepraegten Geschichte immer gern das Maentelchen der einzig verechtigten Bewahrerin demokratischer Verhaeltnisse trug? Und die nun wie - von Sinnen - dem Machtrausch eines gekraenkten Egomanen in dessen persoenliche Goetterdaemmerung zu folgen bereit ist.
Man muss Angela Merkelnicht widerspruchslos zugetan sein, um sich einigermassen erstaunt zu fragen, in welcher Weise die Kanzlerkandidatin geeignet ist, einen solchen emotionalen Sturm des Widerstandes zu entfachen!
Dieselbe Partei, die im Jahre 1980 den Staatsnotstand proklamierte, um einen gewissen Franz-Joseph Strauss wegen gefuehlter demokratiegefaehrdender charakterlicher Defizite zu verhindern, sie folgt nun ihrem egomanischen Herrn wie ein Huendchen dem duerren Stock.
Dabei ist das Verhalten des, wie Sie sagten, gefuehlten Wahlsiegers noch nachzuvollziehen. Dem selbsternannten Kanzler der Herzen geht es nur um das eigene Bild in der Geschichte. Dass aber die SPD dem Kanzler in devoter Ergebenheit blind und bereitwillig in diesen Abgrund folgt, dies ist doch erschuetternd. Und endet fuer diese im eigenen totalen moralischen Bankrott.

mit zustimmung habe ich von herrn kutz vernommen, dass vergleiche mit dem tierreich, insbesondere mit alpha tieren (maennchen?!), in der politik unter zivilisierten menschen nichts zu suchen haben und absurd sind. nur kommen diese "absurden" vergleiche nicht von mir sonderen vom schroeder adlatus striegler - da zeigt sich wie falsch herr kutz mit seiner einschaetzung von absurditaet liegt - offenbar verlief und verlaeuft der wahlkampf in deutschland besorgniserregend absurd, und das bewusstsein hierfuer ist schon gaenzlich abhanden gekommen.

Ja geht's noch?
In verzweifelter Erklärungsnot zum desaströsen Wahlausgang engagiert die FAZ ausgerechnet jemanden, dem auch schon vor 30 Jahren klar war, wer immer Schuld hat: der Mann, diesmal gegeben von G. Schröder und eine Jammerarie ohnesgleichen auf das Opfergeschlecht in Gestalt Frau Merkels ist die Folge.
Wirklich atemberaubend, wie sie einen Zusammenhang mit 'Ehrenmorden' in den einst auch unter Kohl hereingebetenen und nun tolerierten Parallelgesellschaften herstellt, schizophren das brachiale Tyrannengemälde.
Herr Schirrmacher ist uns noch in schlechter Erinnerung aus 03, als er wiederholt die schwachsinnigsten biologistischen Thesen von der Minderwertigkeit des Y- Chromosoms uns weismachen wollte entgegen knallharten wissenschaftlichen Erkenntnissen und dem Menschenverstand.
Mit seriösem Journalismus hat diese Schmierenkommödie jedenfalls nichts zu tun. Ein Niedergang der FAZ ist unverkennbar.

bravo frau schwarzer.
mit grosser freude habe ich ihren beitrag gelesen, und in vielen punkten sprechen sie mir aus der seele. insbesondere empfand ich auch ihre - anscheinend von einigen lesern als anstoessig eingestuften - formulierungen sehr treffend. auch ich empfand den habitus schroeders und seiner gefolgschaft, insbesondere herrn strieglers, als unertraeglich. die penetrante, testosterongeschwaengerte rhetorik von alphatieren und fuehrungspersoenlichkeiten hat mich stark an das dritte reich erinnert, und ich beglueckwuensche sie dazu, dies mit feiner klinge angedeutet zu haben.

Selten habe ich in der FAZ einen solchen Unsinn gelesen. Dass Frau Schwarzer aus ihren seit Jahrezehnten festgefahrenen Denkschemata nicht heraus kann, mag man fast als Selsbstverständlichkeit hinnehmen, dass die FAZ ihr für solchen Unsinn ein Forum bietet, befremdet.

Als erstes Distanz: Eine Freundin von Angela Merkel oder der Vorstellung, es müsse unbedingt eine Frau Kanzlerin werden, bin ich nicht. Hier und jetzt zählt nur eins: das Wahlergebnis; und wir alle können rechnen.
Und jetzt kommt das ABER:
Wäre Angela Merkel ein Mann, würde Gerhard Schröder diese frechen und ignoranten Vorstösse überhaupt nicht machen. Stellen Sie sich vor, derjenige, der ihn besiegte, hieße Friedrich Merz und nicht Angela Merkel. Der Noch-Kanzler würde nicht einmal auf die Idee kommen, das Amt in der vor uns allen liegenden Legislaturperiode zu teilen. Dieser Vorstoss ist an Überheblichkeit kaum zu überbieten. Oder doch: mit dem von Erler bejahten und von Müntefering dementierten SPD-Coup, die Unionsfraktion zu spalten.
Sie alle müssen sich also die Frage stellen: WARUM MACHT SCHRÖDER DAS?
Es gibt zwei Möglichkeiten: Schröder ist so machtsüchtig, dass er auf Entzug kommt, wenn er sein Amt verliert (hier steht kein Konjunktiv!). Oder er möchte als moderner Machiavelli Angela Merkel demütigen und desavouiren.
Lassen wir uns nicht von ihm täuschen. Bei aller persönlichen Distanz kann die nächste Kanzlerin nur Angela Merkel heißen.

Den immer noch demokratisch- mehrheitlich übrigens von Frauen- gewählten Kanzler in einem seriösen Medium als Polittyrannen bezeichnen zu können zeigt doch nur, wie berechtigt der Wutausbruch Schröders am Wahlabend war. Monatelang von einer Allianz aus STERN,SPIEGEL,BILD etc. als Nochkanzler, Versager und Unglück fürs Vaterland dargestellt und angesprochen zu werden erlaubt im Moment des Triumphes sicherlich eine solche Reaktion. Welche Mimosen sitzen denn da plötzlich in den Redaktionsstuben, wenns mal nicht ums Austeilen geht.
Nicht nur Schröder will Merkel nicht, sondern die vorher beschimpfte und verteufelte Sozialdemokratie wird diese Kandidatin nicht akzeptieren. Daran ändert auch keine
Gleichstellungsbeauftragte etwas.

Super Kommentar! Damit haben Sie den Nagel auf den Kopf getroffen. Endlich schreibt mal jemand Klartext.

Frau Schwarzer hat die Plychologie des Kanzlers richtig analysiert. Leider büßt der Artikel durch seine Radikalität (zu unrecht) ein wenig an Glaubwürdigkeit ein und läuft Gefahr in die Emanzenecke geschoben zu werden.
Abgesehen davon stimme ich Frau Schwarzer in jeder Hinsicht zu. Weitere psychologische Momente sind noch:
Schröder kommt aus kleinen Verhältnissen.
Das ist nichts schlimmes, macht ihn aber nicht unbedingt für das Amt geeignet. Wenn solche Leute aufsteigen, zeigt sich oft, daß sie die ihnen plötzlich verliehene Macht nicht als Verantwortung begreifen und ihnen die charakterliche Reife dafür fehlt.
Schröder demonstiert das jeden Tag.
Dreimal geschieden, viermal verheiratet.
Einmal kann jedem passieren. Viermal gibt jedoch zu denken. Gründe dafür können sein, daß der Mensch bei der Auswahl seiner Partner immer wieder den gleichen Fehler macht, also nicht lernfähig ist.
Andere Gründe sind mangelndes Durchhaltevermögen, fehlende Konfliktbereitschaft, Selbstüberschätzung, Egoismus.
Schröders Aktionen passen exakt in dieses Bild.
Sein Selbstbetrug nimmt bereits krankhafte Züge an. Er hat die zweite Legislaturperiode nicht durchgehalten und hält sich trotzdem für einen Gewinner.
Und so jemand will Deutschland regieren? Wenn er es wenigstens täte, stattdessen inszeniert er sich selbst.
Die Gelegenheit für einen würdevollen Abgang hat er verpaßt.
Frau Merkel mag vielleicht nicht alles besser machen, aber alles ist besser als Schröder.
C. Jakeman

Sehr geehrte Frau Schwarzer,
das bürgerliche Lager hat so schlecht abgeschnitten wie noch selten in der Geschichte der Bundesrepublik. Der einzige der eine links gerichtete Regierung verhindern kann ist Herr Schröder. Er alleine ist das Zünglein an der Waage.
Die neoliberalen Teile der SPD, keine Ahnung wie die dahinkommen, die neoliberalen Teile der CDU und die FDP könnten gemeinsam eine Mehrheit hinter sich bringen. Ohne Schröder wird der neoliberale Teil der SPD ohne Bedeutung sein.
Dann wird die CDU nicht mehr gebraucht!!!!!!!!!!!
Aber wer immer unsere Republik führen wird, in den nächsten 4 Jahre, die Mehrheit ist Links und wird es bleiben.
Denn der Bürger hat sonst nichts zu gewinnen, außer neue Ketten.

Eich bisschen herbe Wortwahl aber durchaus sehr zutreffend. Bravo! Gott sei Dank keine Bemerkung zur Haarfarbe sonst setzte es wohl eine Klage.