Das eigene Verhalten zeigt wovon man in Wahrheit überzeugt ist:
Rot-Grün hat zur Atomenergie bekanntlich viel beschlossen, die Analyse ergibt, sie wussten schon, dass sie sicher ist, denn:
wären AKWs wirklich unsicher und ein unverantwortbares Risiko, dann müssten sie sofort abgeschaltet werden (was man 20 J. betreiben kann, kann man bei ständiger Modernisierung auch länger)
wenn die Endlagerung ein wichtiges Problem wäre, dann hätte Trittin nicht ein 10-J-Moratorium angewiesen, also nichts dafür zu tun
wenn die Lagerung von verbrauchtem Material riskant wäre, hätte Trittin nicht die offene Lagerung um die AKWs herum erlaubt
wenn die Castortransporte irgend ein Strahlungsrisiko darstellten, dann würden die Transportgegner nicht sogar mit Gewalt deren innige Nähe suchen
wenn man Angst vor einem GAU hätte, würde man modernste AKWs entwickeln, die systembedingt keinen GAU haben können (dt. Forschung war hier mal führend)
wenn das Land mit den besten PISA-Ergebnissen (SF) neue AKWs baut, dann kann`s wohl nicht so falsch sein.
Dass man in einem technikfeindlichen Land keine Anträge für Neubauten stellt, ist kein Beweis für Nichtbedarf, sondern nur eine Kapitulation vor der Mikrobe der menschlichen Dummheit.
Die Laufzeitverlängerung von alten Atomkraftwerken ist gefährlich. Weil die Anlage eh stillgelegt wird, wird nicht mehr viel investiert. Der Reaktormantel wird durch den ständigen Beschuß mit Elementarteilchen mit den Jahren undicht. Es wird Radioaktivität frei. Dann muß ein neuer Reaktor samt Blei- und Betonmantel gebaut werden. Mit dem Strahlungsrisiko muß leben, wer auf Atomkraft setzt. Auch einen GAU kann niemand ausschließen - auch bei uns nicht. "Menschliches Versagen" des Personals kann ich konstruktiv nicht verhindern - und Anschläge schon gar nicht.
Es scheint zu lange (glücklicherweise) nichts mehr passiert zu sein, mit Kernkraftwerken. Sonst kann ich mir diesen Rummel für Kernkraftwerke nicht erklären. Aber da unsere Kernkraftwerke die sichersten der Welt sind (So, wie die Französischen, wie M. Sarkozy versichert; oder die Japanischen, wie Herr Fukuda versichert, oder die Amerikanischen, wie Mr. Bush versichert,...) können wir ja den Markt über die Risiken entscheiden lassen. Die nötigen Versicherungen sollen die Betreiber selber bei den Versicherungen beantragen und bezahlen. Falls eine Versicherung das Risiko übernehmen sollte, ist das Märchen mit dem preisgünstigen Atomstrom vorbei, und das, obwohl die Betreiber schon mit vielen, vielen Euro und Mark gefördert (subventioniert) wurde. Es spricht ja auch für sich, das kein Betreiber auf die Idee kommt, ein neues Kernkraftwerk zu wollen.
Sicher sind Kernkraftwerk nur solange, bis sie nicht mehr sicher waren ...