Lernen für das Leben: Jugendliche ohne Abschluss haben kaum Chancen auf dem Arbeitsmarkt

Bildung

7,9 Prozent schaffen keinen Hauptschulabschluss

Die Kultusministerkonferenz hat neue Zahlen über Schulabbrecher vorgelegt. Danach haben im vergangenem Jahr 76.249 Jugendliche ihre Schule ohne Hauptschulabschluss verlassen. Dies sind 7,9 Prozent des Altersjahrganges. Vor zehn Jahren lag die Quote bei 8,7 Prozent.

Lesermeinungen zum Beitrag

27. Dezember 2007 10:53

Sprachtabu = Denktabu

Michael Thum (stefanvolker)

Es ist schon auffallend, wie sich der Artikel um die Nennung der Hauptursache herumdrückt. Ein Land, das jahrelang die Unterschichten der ganzen Welt zu sich hereinläßt und die Gebildeten und Tüchtigen der Welt den klassischen Einwanderungsländern überläßt, braucht sich nicht zu wundern, wenn daraus keine Nobelpreisträger hervorgehen.
Der erste Schritt bei der Problemlösung müßte nun sein, die Dinge klar und deutlich beim Namen zu nennen und ggf. auch eigene Fehler (in der Einwanderungs- und Integrationspolitik) zuzugeben.
Da genau das Gegenteil geschieht und diese Ursache möglichst vertusch wird, sorgt man nur dafür, daß sich auch in der Zukunft nichts verbessert.

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26. Dezember 2007 18:02

Mal sehen wie lange es dauert

Torsten Klier (TorstenKlier)

bis ein Bildungs"wissenschaftler" (Prof. Hurrelmann, übernehmen Sie!) uns einreden wird, Ursache für dieses Desaster wären die sagenumwobenen falschen Gymnasialempfehlungen.
Denn die Frage ist nicht "ob" (das kommt so sicher wie das Amen in der Kirche), sondern das "wann".

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26. Dezember 2007 15:40

Macht es doch so wie bisher, nur noch radikaler!

Michael Menzel (Galenos)

Das Abitur hat in den vergangenen 20 Jahren zu einem "Abschluß" geführt, der nichts mehr mit Hochschulreife zu tun hat. Man kann damit gerade eine Friseurlehre beginnen. Nichts gegen Friseure oder "Fleischfachverkäufer/innen" aber Ingenieure oder andere dringend benötigte Akademiker werden auf diese Weise nicht geschaffen (Lehrer zähle ich im allgemeinen NICHT zu Akademikern, auch wenn die sich einbilden, "studiert" zu haben). Lehrer haben den gleichen Dekadenzschritt getan, wie der, den sie an ihre Schüler weitergeben.

Die "Abiturienten" der Jahrhundertwende sind studierunfähig.

Also, laßt alle Schüler, gleich welcher Stufe, an dem Schul-Jahresende, ab dem sie "keinen Bock mehr haben", ein paar Bilderchen ausmalen und ein Computerspiel gewinnen und überreicht ihnen dann feierlich ein Abiturzeugnis. Sie und ihre Lehrer werden alsbald selbst glauben, damit hätten sie ihre voruniversitäre Ausbildung erfolgreich abgeschlossen und die Welt warte auf ihren Genius der sich dann entfalten möge. Einbildung ist auch ein Bildung,- sagt der Volksmund.

Und alle statistischen Probleme sind gelöst. Bei Pisa meldet sich Deutschland dann ab - ist auch höchste Zeit, damit der wahre Zustand unserer Bildung nicht weltweit publik wird.

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26. Dezember 2007 15:39

Wozu die Aufregung?

Lukas Machala (LM87)

Ob mit oder ohne Hauptschulabschluss, wo ist da der Unterschied? Diejenigen, die den Hauptschulabschluss gerade so noch schaffen, haben weder eine gute schulische noch persönliche Basis um noch etwas aus sich zu machen.

Ohne mindestens einen vernünftigen Realschulabschluss kann man es eh vergessen.

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26. Dezember 2007 15:33

Nicht jeder hat den Marschallstab im Tornister

Gerhard Dünnhaupt (dunnhaupt)

Offenbar liegt die Quote der deutschen Schulabbrecher ziemlich konstant bei acht Prozent. Das mag zwar den Statistikern der Kultusministerkonferenz wenig behagen, aber so ist es nun mal von Deus sive Natura eingerichtet. Nicht jeder von uns hat die Inklination zum Gehirnchirurgen oder gar -- man wagt es kaum zu sagen -- zum Kultusminister. Einige sind nun mal lieber Bäcker oder Metzger, wofür wir alle dankbar sind.

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26. Dezember 2007 14:56

Bin mal gespannt

Ralf Walter (Ralf-Walter)

wann uns dieser soziale Sprengstoff um die Ohren fliegt.
Es ist mehr als skandalös, wie unsere Jugend um ihre Zukunft betrogen wird.

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