„Tibet ist nicht frei“

Mönche protestieren bei Journalistenbesuch

Die chinesischen Behörden wollten der Weltpresse zeigen, dass in Tibet wieder Ruhe herrscht. Sie luden eine Delegation ausgewählter ausländischer Journalisten zu einem Besuch in Lhasa ein. Dann störten dutzende Mönche die Veranstaltung mit Protesten.

Lesermeinungen zum Beitrag

28. März 2008 02:53

China am Hebel des Welthandels

Dieter von Jettmar (d.vonjettmar)

Wäre China ein eher bedeutungsloses Land in Hinsicht auf Welthandel, wäre schon längst eine internationale Truppe in Tibet einmaschiert um der ursprünglichen Bevölkerung Recht zu verschaffen, wie im Kosovo. Aber das ist nicht der Fall. Wir dürfen die Chinesen nicht vergrämen, denn sonst könnten wir ja die Quelle unser billigen Hemden, Turnschuhe, Kunststoffspielzeuge, etc. etc. verlieren. Also drücken wir die Augen vor dem chinesischen Imperialsmus zu. Arme Welt!

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27. März 2008 18:07

Die Wahrheit schimmert durch,

Patricia Jung (jungpf)

hat ein Journalist gesagt. Die Polit-Show ist geplatzt. Diese Mönche dürfen mit dem Schlimmsten rechnen, ich bewundere diesen Mut. Aber gleichzeitig zeigt es die verzweifelte Lage dieser Menschen, die sich um unsere Aufmerksamkeit bemühen. Den Tränen der jungen Mönche kann man nichts hinzu fügen. Verletzte chinesische Nationalgefühle hin oder her, hier darf die freie Welt nicht schweigen.

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27. März 2008 11:58

Wie in Berlin anno 36

Andreas Frick (Hephaistos)

Vermutlich läuft es darauf hinaus, daß wir eine Wiederholung der Olympischen Spiele in Berlin von 1936 erleben. Es wird Friede, Freude, Eierkuchen vorgespielt, ansonsten wird weiter fleißig unterdrückt. Sind die Spiele erstmal vorbei und die Journalisten weg, wird es richtig zur Sache gehen.

Es geht hier um die Macht. Es war unglaublich naiv zu glauben, durch die Austragung der Spiele könnte man ein Besserung der Zustände erreichen. Sicher war das auch nur vorgeschoben, es ging hier einfach nur um das Prestige, nicht um irgendwelche Werte oder den Frieden (Was ist das eigentlich?). Das IOC hat nichts dazugelernt, alles ist wie damals.

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27. März 2008 10:46

Schön, dass die Show geplatzt ist

TOBIAS RÜGER (t.ruger)

Gestern war's noch ein 'Feindbild', die Einschätzung, dass es in Tibet nicht mit rechten Dingen zugeht. Aber die Gesellschaft für bedrohte Völker und amnesty international sind keine Schwätzer, es liegen glaubhafte Berichte über das vor, was in Tibet vor sich geht. Wenn ein paar ausgewählte Journalisten theresienstadt-mäßig das schöne, friedliche Tibet vorgeführt bekommen sollten, dann kann man nur sagen: Schön, dass die Show geplatzt ist.
Die Pekinger Junta sollt die Tibeter einfach in Ruhe lassen, sie haben niemandem Probleme gemacht, es hat zu keinem Zeitpunkt irgendeinen Grund für die Besetzung Tibets gegeben.

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27. März 2008 09:40

Mission accomplished

Gabor von Zoltan (Putinras)

Kennen wir doch: Alles im Griff. Dieses Mal nicht Bush, sondern die chinesische Regierung. Und dass die Versuche, die bestzten Tibeter - und insbesondere den Dalai Lama - als Ausgeburt des Bösen darzustellen, noch einen guten Tick absurder sind als Bushs Begründung im Irak "Terroristen" anzugreifen.

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