18.10.06
Sehr geehrte Damen und Herren,
einerseits finde ich diese vermutete "Lovestory" sehr amüsant, erinnert sie mich spontan an den alternden
Willy Brandt mit seiner "heißen Griechin",die er damals störrisch verteidigte, den seine Liason aber auch das Spitzenamt in der SPD kostete. Ganz ähnlich verhält sich heute Günter Verheugen und es ist nicht ganz ausge-
schlossen, dass er dafür ebenfalls einen hohen Preis be-
zahlen wird.
Sind die Vorwürfe gegen ihn zutreffend, dann ist das eine
Instinktlosigkeit sondergleichen, die man vermutlich nur
"Liebesrausch/ wahn" und "Altersstarrsinn" erklären kann..
MfG
Hans-Jürgen Schroeder
Verheugen offenbart mit seiner Kritik an den Brüssler Kommissionsbeamten, daß er und womöglich auch seine Kabinettsmitarbeiter dem wirtschaftspolitischen Kommissarsamt nicht gewachsen sind.
Die Brüsseler Beamten sind überwiegend hervorragend begabt und von hoher Professionalität. Ich befasse mich seit über 40 Jahren mit Europapolitik und habe von 1997 bis 2000 in der Kommission gearbeitet.
Verheugen mag als Historiker ein guter SPD–Parteisoldat geworden sein (nachdem er seinen liberaleren Ambitionen in der FDP aufgegegben hat), ökonomischer Verstand fliegt aber nicht zu.
Verheugens Beamtenschelte dokumentiert, daß die auch in Deutschland verbreitete Personalpolitik, Politiker ohne einschlägige fachliche Vorbildung in ein Amt zu setzen, nicht funktioniert. Ohne eigenen spezifischen Sachverstand ist niemand in der Lage, Vorschläge differenziert zu beurteilen; sachgerechte Entscheidungen sind eher Zufall – und den Beamten/ öffentlichen Angestellten zu verdanken.
Der deutschen Präsidentschaft 2007 leistet Verheugen einen Bärendienst. Denn ohne die Mitwirkung der gescholtenen Kommissionsbeamten funktioniert eine Präsidentschaft organisatorisch, technisch und fachlich nicht.
Dr.jur. Thomas Bodewig, Bonn