„Nicht um den Preis neuen Misstrauens oder gar Unsicherheit Sicherheit erkaufen”: Frank-Walter Steinmeier

Steinmeier warnt Amerika

„Wir wollen kein neues Wettrüsten in Europa!“

In einem Gastbeitrag für die F.A.S. warnt Außenminister Frank-Walter Steinmeier (SPD) im Streit um ein amerikanisches Raketenabwehrsystem vor der Spaltung Europas und ruft Amerika zur Zusammenarbeit in der Sicherheitspolitik auf.

Lesermeinungen zum Beitrag

19. März 2007 19:27

Anti- Anti- Anti-!

Georg Dargelies (ragnita)

Es geht doch eher darum ob Deutschland als
"Erwachsener" anerkannt wird!

In vielen Koepfen scheint der Facktor etwas verwirrt
zu sein.----Selbst Vater und Sohn loesen sich von
einander und haben recht oft andere Einstellungen
zum Leben.------------Deswegen ist der Sohn nicht dauernd
Anti-Anti Vater! ---Nein er ist "Erwachsen"

Und ich glaube Deutschland hat in den letzten 60 Jahren
gezeigt das es auch ohne Aufpasser grade Gehen kann
und verdient hat selbst zu denken!!(Sogar Manchmal Anti)

Diese Lesermeinung bewertenBelanglos Lesenswert
19. März 2007 18:50

Raketen und USA

Gerd Bungartz (gerdbungartz)

Ob Deutschland oder ganz Europa jetzt weiter den USA in den A.... kriechen soll oder nicht sollte doch langsam nicht mehr zur Debatte stehen. Es ist doch offensichtlich, dass die USA ihre eigenen Plaene verfolgen (America first), wo die anderen bleiben ist sekundaer. In europaeischer kleinstaatlicher Tradition wird eine Menge rumdiskutiert und letztendlich nichts erreicht. Wenn wir in Europa (fuer Europa!!) Abwehrraketen brauchen, sollen wir sie auch selbst errichten!
Die Amis werden Kurt Beck ohnehin nicht in ihre Entscheidung einbeziehen. Wenn die Deutschen die einzigen sind, die das nicht so toll finden, die Polen aber US-Bonuspunkte sammeln wollen, stehen wir in der Tat bloed da.
Letztlich ist das Problem, dass die Europaer selbst nicht gemeinsam die Faeden in die Hand nehmen. Als Resultat kommen die Amis und ziehen das Ding durch. Das ist doch prinzipiell das Probelm; bei Airbus, Euronext oder auch hier. Europa braucht mehr Mut zur eigenen Identitaet - da liegt der Hund begraben.

Diese Lesermeinung bewertenBelanglos Lesenswert
19. März 2007 18:19

Wir sind bloß friedliche Waffenhändler

Gerhard Dünnhaupt (dunnhaupt)

Unerhört, dass Frankreich und Russland uns im Waffenexport übertrumpfen. Wir sind ein friedliches Volk. Wir wollen doch gar nicht rüsten, beileibe nicht, nur fleißig weiter Waffen an andere verkaufen.

Diese Lesermeinung bewertenBelanglos Lesenswert
19. März 2007 16:26

Bayerl

Marco Vogt (MarcoVogt)

Ballistische Raketen sind keine Atomraketen...

Aber als promovierter Mitbürger kann man IHnen natürlich nicht zumuten sich sachkundig zu machen.

Wer eine defensive Verteidigung ablehnt, der stärkt die aggressiven Potentiale Russlands.

Washat Russland gegen eine defensive Verteidigung?

Richtig, Russland kann Europa dann nicht mehr mit einer nuklearen AUslöschung erpressen. Das ist aggressive Politik!

Diese Lesermeinung bewertenBelanglos Lesenswert
19. März 2007 12:24

JA - „Wir wollen kein neues Wettrüsten in Europa!“

Tara King (raraking)

Herr Steinmeier, mit Ihrer Politik stimme ich, wie auch viele andere Bürger und Bürgerinnen, sicherlich nicht immer überein.

Aber in dieser Angelegenheit haben Sie Recht. Wenn jemand sich völlig "daneben benimmt" wie die aktuelle us-Administation, dann muß man ihn zurechtweisen. Und wenn nötig mit Nachdruck.

Diese Lesermeinung bewertenBelanglos Lesenswert
19. März 2007 10:47

Antiamerikanismus ist kein Argument!

W.P. Bayerl (Dr.Bayerl)

Es ist schlicht Antikriegtargumentation, Antiatomraketenargumentation.

Diese Lesermeinung bewertenBelanglos Lesenswert
18. März 2007 22:40

Der Schröder-Mann schadet weiterhin Deutschland

Roman Marowiecki (wawel)

Es reicht schon, dass Schröder die deutsch-amerikanische Freundschaf mit Füssen zertrampelt hat, es muss doch nicht noch sein ehemaliger, enger Mitarbeiter mehr kaputt machen. Ich traue diesem Minister, genauso wie ich dem Schröder nicht getraut hatte - nicht mal 1 mm und er ist noch dazu inkompetent. Ich erinnere mich sehr gut an seinem ersten öffentlichen Auftritt zu dem amerikanischen Raketenschild in Polen und Tschechei. Er sagte damals, er findet das nicht in Ordnung, dass Amerikaner darüber vorher nicht mit Russland gesprochen haben. Als er später von der amerikanischen Außenministerin Frau Condoleezza Rice erfahren hat, dass das Thema mit Russen bereits mindestens zehn mal besprochen wurde, war er sprachlos und später bei gemeinsamen Zusammentreffen mit Journalisten kein Piepston von sich gegeben hat. Wie kann ein Außerminister so dilettantisch handeln, sich so blamieren?

Und jetzt kommt er wieder auf den Plan und „warnt“ wieder, wie das schon sein Chef Schröder gemacht hat, USA vor Spaltung Europas, als ob das schon Schröder nicht gemacht hätte, zur Freude Russlands und Herrn Putin.

Diese Lesermeinung bewertenBelanglos Lesenswert
18. März 2007 22:26

Das aktuelle US BMD Programm wurde unter Clinton aufgelegt!!!!!

Sven Hauser (Hauser3)

Allen denen, die hier die aktuelle Bush-Administration tadeln, sei gesagt: Das aktuelle "Ballistic Missile Defence Programme" der USA wurde bereits durch den Ex-Praesidenten Clinton im Jahre 1998 aufgelegt. Damals unter dem Begriff "National Missile Defence (NMD)" wurde das Programm, so wie es heute aufgebaut ist bzw. sich in der Planung befindet, bereits niedergeschrieben. Erst im Jahre 2002 hat Praesident Bush verschiedensten Nationen die Zusammenarbeit und somit auch eine Art Mitbestimmungsrecht angeboten. GB, Japan, DK und Australien sind diesem Angebot gefolgt.
Im Juli 2002 wurde auch ein Angebot an die Bundesregierung uebermittelt. Die damalige rot-gruene Koalition hat auf Weisung des Aussenministers Fischer sogar von einer Beantwortung des Bush-Angebots abgesehen. Seither hat die Bundesregierung m.E. auch das Mitspracherecht zum Sachgebiet BMD verwirkt.
Sollten zu diesem Thema weitere Informationen benoetigt werden, kann ich diese gerne offenlegen. Sie werden einmal mehr den Diletantismus deutscher Politik nachweisen, aber leider auch die Unbekuemmertheit der Waehler offenlegen.

Diese Lesermeinung bewertenBelanglos Lesenswert
18. März 2007 16:29

Antiamerikanismus

Anton Uzbasich (iBanat)

Eine vernuenftige Einstellung.

Diese Lesermeinung bewertenBelanglos Lesenswert
18. März 2007 13:14

Wie damals beim NATO Nachrüstungsbeschluss...

thomas schulz (peanutbutter)

haben die Gegner auch heute von geopolitischen Zusammenhängen keinen blassen Schimmer. Im Gegensatz zu den Völkern sind Nationen an Freundschaft nicht interessiert, nur nationale Interessen zählen. Ohne Nachrüstung und Abschreckung wäre der Warschauer Pakt nicht implodiert. Friedfertigkeit, ohne die Möglichkeit, sich wirksam zu verteidigen, ist der beste Weg, seinen Handlungsspielraum gegen null zu fahren. Schon mal was von Finnlandisierung gehört ? Russland ist nach wie vor dabei, sich seine alte Supermachtposition zurück zu erobern. Streng genommen ist der Iran, so seltsam es klingt, demokratischer als Russland, was ein bezeichnendes Bild auf die Annäherungsversuche bestimmter poilitscher Kreise in Deutschland wirft. Oder ist das ein erster Nebeneffekt der Abhängigkeit von russischen Öl und Gas ?

Europa ist nur wirtschaftlich ein Global Player, politisch und miltärisch aber nur ein Witz. Nur Frankreich und zum Teil GB sehen die dunklen Wolken, die da aufziehen und reagieren folgerichtig. Unsere zweitklassigen Politiker sollten sich auf das konzentrieren, was sie schon immer besser konnten, nämlich Scheckbuchdiplomatie.

Diese Lesermeinung bewertenBelanglos Lesenswert
18. März 2007 11:43

Anti-Amerikanismus

Rudolf Neuber (r.neuber)

Sie haben vollkommen recht: Steinmeier versucht nach wie vor, den Schröder'schen Anti-Amerikanismus zu pflegen!
Schröder und die SPD haben zu verantworten, daß die deutschen Beziehungen zu Amerika zerschlagen wurden und stattdessen Schröder einen Job bei Putin bekommen hat.
Steinmeier hat die Schauspielerei Schröders bis heute nicht durchschaut. Schröder war der Irakkrieg völlig schnuppe, wichtig war ihm nur, die damaligen Wahlen zu gewinnen und sei es auch nur durch eine Anti-Kriegspsychose gegen Amerika.
Schröder und die SPD haben Amerikas Freundschaft mutwillig verspielt. Die Folgen für Deutschland werden Jahrzehnte spürbar sein.
Mit Schröder und der SPD hat sich Deutschland selbst-verstümmelt und mit Steinmeier den Kannibalismus übernommen, mit dem Schröder die politische Landschaft vergiftet hat.

Diese Lesermeinung bewertenBelanglos Lesenswert
18. März 2007 08:12

Sven Hauser

Marco Vogt (MarcoVogt)

Danke, dass Sie es aussprechen: Die Flugroute gegen die USA wird über den Nordpol gehen.

Doch anscheined ist selbst die Physikerin Merkel und Steinmeier der Meinung, dass am Nordpol das Ende der Welt erreicht sei und man dort von der Erde falle...

Diese strategischen Flugrouten scheinen nicht allen Politikern klar zu sein, obwohl sie naheliegend sind. Manchmal tut ein Blick auf unsere Welt gut, der unvoreingenommen ist, ich empfehle Weltkarten aus Sicht der Aussis!

Diese Lesermeinung bewertenBelanglos Lesenswert
18. März 2007 08:11

Endlich, ein leiser Anflug von Vernunft...

jörg sutter (jsutter)

Nach mehreren, politisch katastrophalen und militärisch erfolglosen Kriegen der USA hat Deutschland die Pflicht, weitere Kriegsgefahren zu vermindern.
Die USA wollen den permanenten Krieg. Deutschland darf da nicht mittun. Wenn nur Herrr Steinmeier mit dem Schurkenstaat Israel ebenso umgehen würde!

Diese Lesermeinung bewertenBelanglos Lesenswert
18. März 2007 08:08

Ein Abwehrschild ist defensiv!

Marco Vogt (MarcoVogt)

Wenn jemand etwas dagegen hat, dann hegt er aggressive Pläne

Herr Steinmeier, treten Sie zurück, Sie handeln zum Wohle Russlands, dass weiterhin die Möglichkeit haben möchte das Deutsche Volk auszulöschen!

Sie haben jedoch einen anderen Eid geschworen.

Diese Lesermeinung bewertenBelanglos Lesenswert
18. März 2007 05:10

An die Gralshueter des Anti- Anti- Amerikanismus

Rolf Joachim Siegen (rolfS2)

Sollten diejenigen, die vor lauter Anti - Amerikanismus Sorgen nicht mehr schlafen koennen, meinen, in den USA werde dieses Verstaendnis von deutscher Loyalitaet geschaetzt, dann sind sie gewaltig auf dem Holzweg. Denn den Amerikanern ist es herzlich schnuppe, ob wir Europaer ihnen wohlwollend zugetan sind - oder nicht. Die ziehen ihre Vorhaben ohne Ruecksicht auf andere durch.
Wir Europaer sollten dies zur Kenntnis nehmen: Die machen ihre Politik, wir sollten unsere machen, 'transatlantische Partnerschaft ja - aber mit grossem Vorbehalt.
In Europa haben die Amerikaner militaerisch ueber die Belange des NATO - Truppen- Status hinausgehend nichts verloren. Die Tage des kalten Krieges sind passe, Europa sollte sich auf sich selbst besinnen.

Diese Lesermeinung bewertenBelanglos Lesenswert
18. März 2007 02:01

Bollwerk Deutschland

A. Malliki (a.malliki)


Die Freiheit in unserem Lande haben wir alleine der Tatsache zu verdanken, dass Russland damals Deutschland teilte und die Alliierten sich für das "Bollwerk Deutschland" entschieden und damit den "Kalten Krieg" eröffneten. Sie brauchten Stützpunkte vor den Toren des neuen Klassenfeindes, das war aber nur mit einer Industrienations möglich.

Das alleine verhinderte weitere Demontagen und ermöglichte den Marshallplan, anstatt Reparationszahlungen: Dies war der alleinige Grund, warum die Pläne für den "Arbeiter- und Bauernstaat Deutschland" über Bord geworfen wurden.

Es wurde eine Demokratie unter der Herrschaft der Alliierten errichtet, die immer und überall das Mitspracherecht hat und getreue Gefolgschaft verlangt.

Diese Lesermeinung bewertenBelanglos Lesenswert
17. März 2007 22:32

Eine alte Haut!

Herold Binsack (Devin08)

Dieser Streit zwischen den USA und Deutschlands zeigt einmal mehr, dass die Nato nur noch eine alte Haut ist, die wohl bald irgendwo in der Landschaft Europas verlassen herumliegen wird. Und vielleicht ist es dieser Streit um die Raketen in Polen und Tschechien der deutlich macht, wo die Symphatien der USA in Europa (und eben nicht solche um Europa) liegen. Und es scheint sich zu bestätigen, dass das Projekt Europa nur eine Illusion mehr unter vielen ist - reaktionär war es ehe schon immer, letzteres vor allem, wenn es sich anschickt mit den USA um das Projekt „Neue Weltordnung“ zu wetteifern; dann verliert es geradezu jede Scham! Schade nur, dass man die Welt auch nicht so sehen kann, wie unsere Pro-Amerikaner hier, die ihren westlichen Lebensstandard immer noch unter einem US-Schutzschild am besten gesichert sehen – auch das ist eine Illusion und auch dies war als eine solche schon immer reaktionär. Die Welt steht Kopf, aber wir sehen das nicht, weil wir auch auf unserem Kopf stehen, anstatt mit diesem zu denken!

Diese Lesermeinung bewertenBelanglos Lesenswert
17. März 2007 22:04

Ambivalent

gisbert heimes (gisbert4)

Wem 'verdanken' die Deutschen Freiheit, Demokratie, Menschenrechte - und Wohlstand? Richtig, den USA. Ohne den Schutzschild Amerikas sähe die Landkarte Europas (und nicht nur Europas) in dieser Beziehung mit Gewißheit anders aus. Aus eigener Kraft hätten die europäischen Mächte - auch die Siegermächte unter ihnen, von (West-)Deutschland ganz zu schweigen - dem Druck der damaligen UdSSR natürlich nicht standgehalten. Man könnte jetzt noch allerlei Optionen für das Szenario nach WW II durchspielen, aber im wesentlichen dürfte es auf diese Aussage hinauslaufen.

Stimmt das? Was die rein politsche und militärische Sicht angeht, ja. Es ist immer noch schwer zu denken für Historiker, aber die bloß politisch-militärische Interpretation des Geschichtsverlaufs bleibt an der Oberfläche. Auch die dafür eingangs von mir genannten Wertvorstellungen verdecken nur ein anderes Interesse, das aber keineswegs schwer zu identifizieren ist: das Interesse, ein ökonomisches System aufrecht zu erhalten, das privaten, persönlichen 'Reichtum' erlaubt und absichert. Diesen Reichtum kann es aber per Definition nur und nur für wenige geben, wenn es bei den vielen anderen auch Armut bis hin zu Not und Tod gibt.

Siehe Irakkrieg.

Diese Lesermeinung bewertenBelanglos Lesenswert
17. März 2007 20:47

Abschreckung obsolet....?

wolf haupricht (emilgilels)

Ein Außenminister mit Anspruch auf Ernsthaftigkeit behauptet, dass (heute) militärische Abschreck nicht mehr notwendig sei. Das friedliche Miteinander sei das Gebot der Zukunft. Ein sehr gefährliches, weil naives Denken.
Leider ist die Welt noch nicht reif für eine derartige Sichtweise, wie das alltäglich zu erfahren ist.
Die Folge wäre doch, alle Armeen der Welt aufzulösen.
Das wird kein Staat tun, der ernstgenommen werden will.
Dies beinhaltet nicht automatisch ein Wettrüsten, wie Amerika und die UdSSR das bewiesen haben.
Dass RU nicht bedroht wird, haben viele Kommentatoren richtig ausgeführt. Gleichwohl kann die NATO bei einem derartigen Vorhaben nicht draußen vor gelassen werden, denn ein evtl Angriff auf die USA ha automatisch die Allianz zur Folge.
Dass Iran zu einem Erstschlag noch nicht fähig ist, kann doch nicht bedeuten, die Hände in den Schoß zu legen und Friedensapostel zu spielen. Hier hilft -wie bisher- nur eine glaubhafte Abschreckung gegenüber Bösewichten.
wolf amadeus

Diese Lesermeinung bewertenBelanglos Lesenswert
17. März 2007 20:15

Zusammenarbeit in der Sicherheitspolitik - JA

Marius Kaiser (Kaiser.M)

Aber doch nicht einen solchen Unfug, wie ihn die US-Amerikaner vorschlagen.

Zumindest ich gehöre nicht zu den Anhängern einer "Waschlappenmentalität", welche Sicherheit AUSSCHLIESSLICH von us-ameriknischen Interessen abhängig macht.

Sie sind in dier sache auf dem richtigen weg, herr Steinmeier.

Diese Lesermeinung bewertenBelanglos Lesenswert
17. März 2007 19:06

Transatlantische Partnerschaft

Detlef Stark (wool-web)

Leider scheinen einige Bürger unseres Landes, wohl als Folge ihres jungen Lebensalters und mangelnden Geschichtskenntnissen nicht zu realisieren, dass wir unsere Freiheit nach dem zweiten Weltkrieg bis heute allein der Freiheitsgarantie der USA zu verdanken haben und dies in Form der NATO als transatlantische Partnerschaft.
Ohne diese Freiheitsgarantie der USA sähe die europäische Landkarte mit grösster Wahrscheinlichkeit heute anders aus und unsere Freiheit ebenfalls.

Ich kann nur vor einer Europäisierung und Abwendung von der transatlantischen Partnerschaft mit den USA warnen!
Detlef Stark

Diese Lesermeinung bewertenBelanglos Lesenswert
17. März 2007 18:36

GB, Polen und Tchechien wollen die Raketen! D nicht gefragt!

Thorsten Pattberg (PhillipPaux)

Deutschland koennte womoeglich Polen und Techechien abwuergen in der Union, aber keinesfalls GB. D. h. die Raketen werden aufgestellt, ob wir das wollen oder nicht. Die deutsche Kultur, das wissen wir aus der Geschichte, kann wie die russische auch, nur durch Gewalt Macht ausueben, nicht aber durch Moral oder Leitkultur.

Unsere Arroganz macht uns ziemlich unattraktiv als politischen Partner. Wir noergeln gegen Russland, blocken die Angelsachsen, machen uns ueber die Chinesen und Inder lustig. Am Ende will keiner etwas mit uns zu tun haben. Selbst Frankreich wuerde uns in den Ruecken stechen, wenn es dadurch Deutschland fuer immer in die Schranken weissen koennte. Steinmeier ist nicht gut fuer unsere Zukunft. Er verspielt unsere Hoffnungen auf gute amerikanische Zusammenarbeit. Schon heute verlagern sich alle wirtschaftlichen und politische Aktivitaeten der USA mehr und mehr in den Osten. Oder ist Steinmeier nur sauer, dass Deutschland keine Raketenbasen abbekommt? Sind Polen und Tchechien jetzt wichtigere Verbuendete? Ich schlage vor diesen Laendern die Leviten zu lesen, noch bevor 2050. Dann naemlich haben GB, Frankreich und Tuerkei die groesseren Bevoelkerungen. Dann ist Schluss mit deutscher Schikane.

Diese Lesermeinung bewertenBelanglos Lesenswert
17. März 2007 18:35

Antiamerikanische Reflexe

Jöns-Peter Schmitz (Schmitz4)

Wieder einmal zeigt Steinmeier antiamerikanische Reflexe. Hat er evtl. schon den von der FAZ angedeuten Bruch der Koalition im Kopf und denkt an eíne ähnliche Wiederholung des Schröder´schen Nein zum Irak-Krieg? - Bahr hat - dieses Mal - Recht: Sicherlich wollen sich die Amerikaner nicht in die NATO-Zwangsjacke stecken lassen. Und wer kann es ihnen denn bei derartigen Bündnispartnern wie Steinmeier verdenken, die irgend wie schon vollständig ausgeblendet haben, wer Deutschland Demokratie und Rechtsstaat gebracht und über den Kalten Krieg erhalten hat?
Sicher ist für mich nur, dass auch alle Bedenkenträger gegen die amerikanischen Pläne im Notfall sicherlich gern unter dem von den USA in Europa ausgebreiteten Schutzschirm kriechen werden.
Jetzt kriechen sie aber erst einmal vor "lupenreinen Demokraten à la Putin. - Witzbolde!
Wo bleibt übrigens die Union in dieser Frage?? Opportunistisch unter der Koalitionsdecke?

Diese Lesermeinung bewertenBelanglos Lesenswert
17. März 2007 18:17

Nostalgien

B B (IT_Webber)

Manche Politiker haben Nostalgien. Über die Zeit, wo alles noch schön schwarzweiss war. Steinmeier hat verklausuliert vernünftig die Angelegenheit beim Namen genannt. Rußland und die USA müssen endlich akzeptieren, dass die Zeiten anders geworden sind. Ein Zurück geht nicht. Und Probleme lassen sich eben nicht mehr so leicht verschleiern.

Diese Lesermeinung bewertenBelanglos Lesenswert
17. März 2007 18:12

„Wir wollen kein neues Wettrüsten in Europa!“

Leah Blum (LeahBlum)

Danke Herr Steinmeier. Endlich sprechen Sie mal "ein wahres Wort" im Namen der (Mehrheitsmeinung) der Bevölkerung.

Es macht nunmal keinen Sinn, jedweden us-amerikanischen Unfug - bei dem Ansinnen der aktuellen us-amerikanischen Administration, die 'Weltherrschafft' zu erreichen - "nachzuäffen".

Diese Lesermeinung bewertenBelanglos Lesenswert
17. März 2007 18:04

Sehr geehrter Herr Hauser

uwe mildner (recfarm2)

Besten Dank für Ihre Worte.

Diese Lesermeinung bewertenBelanglos Lesenswert
17. März 2007 17:44

kaum zu glauben, dass es hier Atomraketenbefürworter gibt

W.P. Bayerl (Dr.Bayerl)

Steinmeier hat recht und Merkel auch.
Atomraketen gehören geächtet für alle, auch die USA.
Atomwaffen heute neu aufzustellen ist schlicht ein Verbrechen, ein klares Signal für alle Welt, natürlich auch für Russland, ebenfalls neue Atomwaffen zu bauen, wie erfrischend, irgend ein Staat wird sie dann auch ganz gewiss anwenden, bisher war es ja nur die USA.

Natürlich spaltet das auch Europa.
Europa als friedliches Model einer Völkerentwicklung.
Man sollte den Polen das viele Geld entziehen, dass sie von Europa beziehen (größter Netto-Empfänger), einem friedlichen Europa.
Sie können ja mal freundlich bei den USA nachfragen, ob die Ihnen so viel Geld geben würden.
Es ist eine völlig überflüssige moralische Katastrophe!

Diese Lesermeinung bewertenBelanglos Lesenswert
17. März 2007 17:37

Wenig Sachverstand bei deutschen Politikern

Sven Hauser (Hauser3)

Habe selten so wenig Sachverstand bei der Politik erlebt, wie bei der Frage ueber Abwehrsysteme von ballistischen Flugkoerpern (nicht wie immer dargestellt Raketen, den Raketen sind ungelenkt).
Vielleicht sollten sich die Politiker einfach einmal den Sachverstand aneignen, bevor sie in Diskussionen einsteigen und den latenten Anti-Amerikanismus des deutschen Volkes immer wieder anstacheln. Hier sei einfach einmal ein Blick nach Japan gestattet. Japan sieht sich seit 1999 einer realen Bedrohung (oder sei es nur die politische Erpressbarkeit) durch Nord Korea ausgesetzt. Dort wird jetzt mit Nachdruck und dem entsprechenden Know-how an einem System zur Verteidigung gearbeitet. Deutschlands Politiker und auch das deutsche Volk reagieren reflexartig auf die Rede eines russischen Praesidenten, ohne die reale Absicht von Praesident Putin´s Rede zu hinterfragen. Russische ballistische Flugkoerper werden auf dem Weg Nord Amerika nicht den Weg ueber Polen einschlagen, sondern ueber den (Nord)pol. Somit ist das Abwehrsystem sicherlich nicht gegen Russland gerichtet. Desweiteren ist der Hauptanteil der nuklearen Abschreckung Russlands an Bord von UBooten zu finden, gegen die der US-Abwehrschild ebenfalls wenig ausrichten kann.

Diese Lesermeinung bewertenBelanglos Lesenswert
17. März 2007 17:15

Die "Überzeuger" am Werk!

Hartmut Schliefkowitz (Kapau2007)

Einfallslos und abgedroschen, die Taktik unserer blassen Politiker. Zu fragen wäre, wie sehr die Altersblindheit beim Bahr schon fortgeschritten ist. Bilaterales Problem? Unter Staaten Europas? Wenn Polen und Tschechien im gleichen europäischen Chor singen, sollten sie auch darauf achten den Refrain Europas in der richtigen Stimmlage anzustimmen. Europa ist kein Satellitenstaat Amerikas. Während sich Amerika alle Optionen bei allen Gelegenheiten offen hält, darf Europa nicht krampfhaft nach Erklärungen suchen, die legitimieren, was sich Amerika teils völkerwidrig einfach anmaßt. Ich denke wir wären besser beraten, wenn Frankreich in Europa die erste Geige spielen würde. Europas Unabhängigkeit wäre damit sichergestellt. Unsere deutschen Politiker sind nicht einmal als Diskutanten zu gebrauchen, weil sie ausschließlich versuchen, sich durch jede Problematik schadlos zu lavieren. Das ist zum Schämen! Aber da, wo der „Große Bruder“ Amerika kein Engagement zeigt, da wird sich breit gemacht und dort wird auch schon mal der Zeigefinger erhoben. Klare Aussagen und Standpunkte helfen wirklich. Siehe Schröder/Irak! Europa den Europäern! Amerika den Amerikanern. Das gilt für den Rest der Welt! Handel und Wandel, statt Aufrüstung!

Diese Lesermeinung bewertenBelanglos Lesenswert
17. März 2007 16:38

was soll das?

uwe mildner (recfarm2)

Ohne die Amerikaner, was wäre aus dem Balkan geworden? Ohne die Amerikaner, was wollen wir zu unserem Schutz tun? Ohne die Amerikaner, was kann Herr Steinmeier tun?

Es ist klappern, welches wohl dazugehört, aber wieder verstummt. Wir können nur mitwirken.

Diese Lesermeinung bewertenBelanglos Lesenswert
17. März 2007 16:21

Steinmeier's Reflexe

Michael Menzel (Galenos)

Steinmeier et al. bauen einen ideologischen Popanz auf, indem sie die Planung um die paar Abwehrraketen (die Russland NICHT BEDROHEN KÖNNEN) zu einem "Nato-Doppelbeschluß" aufwerten. Dieses Faseln von "alten Reflexen" sollte man als Reputation beanspruchender Politiker lieber unterlassen. Reflexe gehören eher in das veterinär physiologische Gebiet von Coping-Mechanismen. Von einem gestandenen Politiker erwartet man einen kühlen Kopf und rationales Handeln. Was Steimeier macht, ist ein Anstacheln der aus dem Bauch heraus entstehenden Phantasien von alter-"naiven" rotgrünen Gutmenschen die politisch 1979 stehengeblieben sind.
Und das Gerede von einer Spaltung Europas ist zwar ein eindrucksvolles Schlagwort aber man käme in Erlärungsnot, zu sagen, wer sich denn von wem abzuspalten droht. Ist mit der Spaltung gemeint, daß sich Amerikafeinde von Amerikafreunden trennen würden. Sprecht es doch bitte deutlich aus!
Der Merkel Vorschlag, diese Raketenabwehr der Nato zu überlassen, bedeutet ein gewolltes Verschleppen der Maßnahme bis zum Nimmerleinstag. Wozu die Nato eigentlich nutze sein soll, hat sie seit Gründung nie erkennen lassen. Gott sein Dank kam es nie zu einem Verteidigungsfall.
Egon Bahr spricht vernünftiger - lesen!

Diese Lesermeinung bewertenBelanglos Lesenswert
1 - 15 von 31 Lesermeinungen
1 | 2 | 3 VorZum Ende blättern
Suche in Beitrag Lesername oder Login
Datum bis
FAZ.NET Suchhilfe
F.A.Z.-Archiv Profisuche