Ein langer schmaler Schlauch: So sieht die Moschee der Ditib in Ehrenfeld heute aus

Moscheebau

Die Angst vor dem Nachbarn

Der Kölner Moscheebau stellt den sozialen Frieden im Stadtteil Ehrenfeld auf die Probe. Urkölsche Anwohner befürchten, dass das Viertel sein Gesicht verliert. Türkische Ehrenfelder sind erschreckt über die Polemik von ganz rechts. Jetzt ist es Zeit, dass man offen über die Streitpunkte spricht.

Lesermeinungen zum Beitrag

12. Juli 2007 13:09

Von der Türkei mitregiert

Bernd Hafenberg (Bernie0711)

Deutschland wird bereits seit längerer Zeit innenpolitisch von der Türkei mitregiert. Die türkischen Verbände in Deutschland sind der verlängerte Arm türkischer Behörden. Zur türkischen Botschaft in Berlin gehört auch ein Religions-Attaché. Das zeigt, daß es sich beim Islam nicht um eine Religion allein, sondern um eine Ideologie mit politischem Anspruch handelt. Die Tatsache, daß ein protziger, überdimensionaler Moschee-Bau weder in Köln-Ehrenfeld noch in Berlin-Heinersdorf von der deutschen Bevölkerung verhindert werden kann, zeigt, daß sich die Türkei hier schon ganz klar durchgesetzt hat.
Ich habe übrigens elf Jahre in islamischen Ländern gelebt und bin mit einer türkischen Ärztin verheiratet.

Diese Lesermeinung bewertenBelanglos Lesenswert
12. Juli 2007 10:30

Wie Wallraff - ein anderer kindlich-naiver Vorschlag . . .

Achmed Dybe (a-we)

Diese Idee beschäftigt mich schon viele Jahre -
ein großes Gottes/VersöhnungsHaus zu bauen , daß von außen klar zu erkennen drei Gebäude miteiander vereinigt : Eine Moschee , eine Synagoge , eine Kirche .
Drei Seiten , drei Ansichten miteinander zu einem verbaut als ein VersöhnungsGotteshaus .

Hier können sich die Menschen (wieder) mit Gott versöhnen - hier können sie sich miteinander versöhnen - hier kann man sich (wieder) mit seinem innersten ich , dem Gewissen , versöhnen .
In diesem Gotteshaus gibt es drei große Räume (Kapellen , Schiffe) , in denen jeweils jüdische , moslemische , christliche Gottesfeiern abgehalten werden können .

Utopie - Hoffnung - Wunsch ?

Wie denken Sie - Du - darüber ?

Diese Lesermeinung bewertenBelanglos Lesenswert
05. Juli 2007 12:27

ist die Moschee auch angemessen groß?

Jens Muche (yahel)

Die Intention der DITIB in Köln ist klar. Sie will mit dem Bau dieser Moschee eine Integration der in Köln und Umgebung lebenden Muslime verhindern. Die Moschee beinhaltet 20000m² Nutzfläche, von denen nach Auskunft des Architekten nur 10% Betraum sind, der Rest wird für ein Kultur- und Einkaufszentrum benötigt. Es wird dem Muslim somit alles geboten, um sich der deutschen Mehrheitsgesellschaft zu entziehen. Intergration????

Diese Lesermeinung bewertenBelanglos Lesenswert
05. Juli 2007 08:23

Empfindungen und Wünsche

Thomas Frieling (TFrieling)

Ich möchte persönlich nicht in einem Stadtteil leben möchte, in dem eine freiheitsfeindliche und rückwärtsgewandte Ideologie wie der Islam derart präsent ist.

Wie auch im Artikel selbst geschildert, ist diese schroff ablehnende Haltung nicht mit dem Attribut "rechtsextrem" gleichzusetzen. Es ist mein Wunsch, daß sich die betroffenen Bürger nicht einschüchtern lassen sondern zu ihrem Empfinden stehen, das ich so interpretiere: nicht noch mehr Islam bei uns zu Hause.

TF

Diese Lesermeinung bewertenBelanglos Lesenswert
04. Juli 2007 11:08

Das also ist des Pudels Kern!

Klaus Meyer (deutschlaender2)

Vielen Dank Frau Bryant für Ihre klaren und ehrlichen Worte, die ich nochmal zitieren darf:

"Mit jedem Terror-Anschlag, der von Muslimen veruebt wird, steigen die Abneigungen gegen muslimischen Einrichtungen und den Islam und damit auch gegen muslimische Einwanderer."

Genau darum und um nichts anderes geht es hier. Sobald das Stichwort "Islam" auftaucht, schalten viele Leute in einen vom Einzelfall völlig losgelösten, argumentativ nicht ankratzbaren, da zutiefst emotional verankerten Ablehnungsmodus um.

Das dämliche Geblabber von Integration und Parallelgesellschaften, Minarett als Herrschaftssymbol, Moschee ein klein bisserl zu groß ist nur Augenwischerei. Selbst der kreuzbraven Ahmadiya-Gemeinde in Berlin will man mit den ewigselben Parolen ihre genehmigte Moschee wieder verbieten.

Dem Leser Ackermann, der dem Moschee-Projekt seinen "schrecklich häßlich-orientalischen Baustil" vorwerfen zu müssen glaubt, scheint es völlig egal zu sein, daß die Entwürfe von einem abendländisch-christlichen Kirchenbaumeister stammen und von ebensolchen Politikern mit ausgesucht wurden.
Im Widerstand gegen diese rohen islamophoben Ressentiments können dieselben Politiker mal Zivilcourage statt Populismus an den Tag legen! Ob sie's tun?

Diese Lesermeinung bewertenBelanglos Lesenswert
04. Juli 2007 05:19

Multikulti auch bei Christen

Klaus Meyer (deutschlaender2)

Auf Deutsch müsse in der Moschee gepredigt werden, meinen einige. Hmm. Ungefähr so, wie im polnischen Sonntagsgottesdienst auf Polnisch, im kroatischen auf Kroatisch und im afrikanischen auf Englisch gepredigt wird? Oder in der Deutschen Nationalkirche in Rom auf Deutsch - mitten in Italien?
Wir leben doch in einer Marktwirtschaft, wo das Gesetz von Angebot und Nachfrage gilt, und das ist gut so. Das muss dann aber auch für die sakrale Sprache gelten dürfen, bzw. für die Gottesdienstsprache von Nichtchristen. Gleiches sollte auch für den Bau von Gotteshäusern gelten: wo es Christen/Muslime/Juden usw. gibt, sollten sie Kirchen/Moscheen/Synagogen/Tempel bauen dürfen. Natürlich auch in der Türkei und Saudi- Arabien, sofern entsprechende Nachfrage vorhanden - nicht aus Prinzip. Und natürlich mit dem Geld der ansässigen Gläubigen, nicht Spenden aus Deutschland oder USA.
Ein Zeichen von kindischem Trotz ist es dagegen, wenn manche Leute sich auf das Niveau von Ländern begeben, die sie ansonsten lustvoll als rückständige, keinesfalls europataugliche Islamstaaten abqualifizieren, und verlangen, erst wenn Türkei oder Saudi Arabien mit Kirchen vollgepflastert seien, solle man Moscheebauten in Deutschland ertragen müssen. Wat soll'n dette?

Diese Lesermeinung bewertenBelanglos Lesenswert
04. Juli 2007 03:15

Mit jedem Terror-Anschlag der von Muslimen

Lill-Karin Bryant (kb26919)

veruebt wird steigen die Abneigungen gegen muslimischen Einrichtungen und den Islam und damit auch gegen muslimische Einwanderer.

Diese Lesermeinung bewertenBelanglos Lesenswert
04. Juli 2007 00:44

Moschee u. Bevölkerung

Emre Ertürk (HSCD)

Wenn man in Deutschland, per Gesetz das Recht bekommt, eine Moschee zu bauen, heißt das noch lange nicht, daß diese dann auch gebaut werden kann.

Es bilden sich Unterschriftenaktionen, die sich oftmals gegen alle Ausländer richten, egal ob Moslem oder Christ! Ich glaube deshalb, daß Integration in Deutschland nicht möglich ist. Man kann noch so gute Gesetze verabschieden, entscheidend ist jedoch die Einstellung der einheimischen Bevölkerung.

Als zur NS-Zeit viele antisemitische Gesetze verabschiedet wurden, fand dies bei der Bevölkerung Zustimmung. Man war also schon vor 1933 "vorbelastet". Und das tragische dabei: Die Juden dachten vor der Zeit des 3. Reiches wirklich, daß sie integriert wären.

Also kurz gesagt: Integration ist keine Einbahnstraße!

Diese Lesermeinung bewertenBelanglos Lesenswert
03. Juli 2007 21:02

Alboga und die fehlenden Christen in der Türkei.

Rainer Redeker (rentner44)

Wurde mal H.Alboga(DITIB) die Frage gestellt, wo die Christen in der Türkei geblieben sind, die diese, mittlerweile leeren, Kirchen gebaut und besucht haben ? Wenn man bedenkt, wie groß der christliche Anteil in der Türkei noch vor 100 Jahren war, stellt sich schon die Frage, was ist hier passiert. Hier schweigt H.Alboga. Vergisst er die Pogrome von damals, oder andere politischen Entscheidungen der türkisch/islamischen Regierungen? Oder darf so etwas nicht angesprochen werden, weil sich dann das türkische Volk beleidigt fühlt. Ist vielen das Beispiel der türkischen Holdings noch in Erinnerung, wo Hunderttausende Türken in Moscheen, um ihre Ersparnisse gebracht wurden, mit Hilfe vieler Prediger und williger Politiker, eingeflogen aus der Türkei. Aber scheinbar hindert es die Türken nicht, wieder ständig auf die Parolen dieser Verführer reinzufallen. Moscheebrachtbauten mit vielen geschäftlichen Umschlagpunkten, um das Geld der frommen Moslems aus der Nase zu ziehen. Diese Zentren dienen nur den wirtschaftlichen Interessen der Türken und dienen zur Verfestigung der Parallelgesellschaft.

Diese Lesermeinung bewertenBelanglos Lesenswert
03. Juli 2007 20:54

Die Lügen der DITIB

thomas ackermann (chefmixer)

Die DITIB besitzt bereits seit Jahren einen großen Moscheebaukomplex an der für den neuen Moscheebau geplanten Stelle.

Wenn der Autor jetzt das bekannte Jammern der DITIB nicht hinterfragt und in seinen Artikel einarbeitet, macht er einen schweren Fehler. Denn: Wer hat das Gebäude denn bis jetzt so herunterkommen lassen? Die DITIB selbst!

So ist das also in Deutschland. Man betreibt ein Gebäude, läßt es absichtlich herunterkommen und geht dann in der dummen deutschen Gesellschaft damit hausieren, dass das Gebäude so schlimm aussehen würde, das nun unbedingt ein neues Gebäude her muss.

Und: Warum verschweigt der Autor, dass die Mehrheit der Ehrenfelder für eine Moschee ist, aber nicht einem solchen Ausmaß und nicht in einem derart schrecklich häßlich-orientalischen Baustil?

Verschweigen werden auch die eklatanten Verkehrsporbleme...!

Ins Rollen gekommen ist in der Tat einiges. Nicht aber, wie es der Autor glauben machen will, für die Moschee... sondern gegen Sie!

Stoppt den Bau dieser Moschee!

Diese Lesermeinung bewertenBelanglos Lesenswert
03. Juli 2007 20:15

Verständliche Angst

Karsten Cascais (karstencascais)

Die Angst der Menschen vor einem Moscheebau in ihrer Nachbarschaft sollte man in der Tat zu verstehen versuchen und nicht einfach mit rechtsradikaler Gesinnung abtun. Denn auch wenn man weder Religionsfreiheit, noch Toleranz gegen Fremdes in Frage stellt, ist die Angst durchaus erklärbar. Sie speist sich aus der rationalen Erkenntnis, dass wir nicht in der Lage sind, uns gegen die Erodierung unserer zivilen Werte zur Wehr zu setzen. Diese Werte hat man unter dem Schlagwort der freiheitlich demokratischen Grundordnung zusammengefasst und sie meinen z.B. alles, was in den Grundrechten des Grundgesetzes steht. Ihre Geltung aber wird immer wieder zugunsten von Migranten-Kulturen in Frage gestellt. Und dieses staatsbürgerliche appeasement macht den Leuten zu Recht Angst, zumal wenn dann noch in der Öffentlichkeit Foren für die Angriffe geschaffen werden. Nicht dass jeder zu seinem Gott auf seine Weise beten mag, macht Angst, sondern dass zugleich damit Vorstellungen auf unsere Gesellschaft übertragen und Forderungen gestellt werden, die unsere freiheitlich demokratische Rechtsordnung in Frage stellen – ohne dass die Härte de Gesetzes gegen diesen Frevel Anwendung finden würde. Die Würde des Menschen (Art. 1 GG) ist nicht verhandelbar.

Diese Lesermeinung bewertenBelanglos Lesenswert
03. Juli 2007 17:21

Moscheebau

Charlotte Zengler (Zengler)

Wie stehen die Menschen aus der Türkei wohl dazu, würden im ganzen schönen türkischen Ländle immer mehr christliche Kirchen gebaut? 20 Stück in Istanbul? Und drum herum 1000 Pommesbuden? Und schon während ich diesen Satz schreibe, merke ich, wie verklemmt vorsichtig ich dieses Thema und vor allem die dahinterstehende viel grössere Problematik behandele. Ist eine solche Sensibilität wohl in den türkischen Gehirnen ebenso vorhanden? Ich wünsche es mir. Im Übrigen frage ich mich sehr oft, warum die geistigen, religiösen, intellektuellen "Leiter" scheinbar so wenig Aufklärung leisten. Wollen sie die Frauenrolle womöglich garnicht verändern, wollen sie nehmen aber nix geben? Ich zweifele ob der fehlenden lauten Bekenntnisse. Und Zusatzfrage: Wieviel Arbeitslosengeld gibts für mich in Ankara?

Diese Lesermeinung bewertenBelanglos Lesenswert
03. Juli 2007 15:16

Parallelgesellschaft

Steve Schuster (PreSize)

Das ist das passende Wort.
Parallelgesellschaft...

Ich könnte hier einen Roman verfassen.
Ich selbst bin in einem Mult Kulti Stadtteil aufgewachsen.
Türken, Italiener, Spanier, Portugiesen, Iraner, Amerikaner...
Ich bin so auf dem "Bolzplatz" von klein auf mit anderen Kulturen aufgewachsen. habe schon als Kind bei Freunden gegessen und Bräuche kennen gelernt.

Allerdings sehe ich das so:

Befasst sich der Islam mit der Integration des Christentums?

Wie würde der Bau neuer Kirchen in islamischen Staaten aufgenommen werden?

Dazu muss man LEIDER sagen das diese Orte in Deutschland nicht nur zum Ausüben des Glaubens benutzt werden, sondern auch um politische Meinungen zu verbreiten. Leider kann ich somit den Bau dieser Moschee nicht unterstützen!

Diese Lesermeinung bewertenBelanglos Lesenswert
1 - 13 von 13 Lesermeinungen
Suche in Beitrag Lesername oder Login
Datum bis
FAZ.NET Suchhilfe
F.A.Z.-Archiv Profisuche