
Frau Dr. Pauli sollte auf dem CSU-Parteitag eine faire Chance bekommen. Die Delegierten sollten ihr Programm „Von Menschen für Menschen – CSU: Beginn der ganzheitlichen Politik“ richtig und vor allem aber komplett lesen. Darin geht es nicht nur um Ehe und Familie. Frau Pauli appelliert darin an die Verantwortung der CSU mit dem "S" im Namen. In ihrem CSU-Programm geht es aber auch um das politische System, das immer mehr die Unterstützung der Bürger verliert, um die Wahlmüdigkeit der Bürger, aber auch um Menschen, die nach vielen Jahren der Berufstätigkeit zu Hartz IV-Empfängern werden, um Hauptschulabgänger, die keinen Ausbildungsplatz finden und sogar um alte Menschen, denen in Heimen durchschnittlich 50 Pflegeminuten am Tag zur Verfügung stehen. Pauli spricht in ihrem Programm auch von Parteien, die oft zum Selbstzweck und zum Erhalt ihrer Macht arbeiten. Dabei verlieren sie manchmal aus den Augen, dass Macht nur ein Mittel ist, um für die Menschen Gutes zu tun. Politiker vertreten oft nicht mehr ihre innerste Überzeugung, sondern denken taktisch, richten ihre Meinung an Umfragen aus und an dem, was "ankommt". Gerade das führt aber zur Politikverdrossenheit vieler Bürger.

Liebe FAZ,
ein Zitat aus obigem Artikel:
"Die dritte Kalenderwoche dieses Jahres war ihre Woche gewesen."
Sagen Sie mal, haben Sie zu lange mit Pisa-überforderten Jugendlichen "abgehangen", oder wie erklären Sie sich einen solchen Faux-Pas? ....war ihre Woche!!!
war ihre Woche gewesen ist schlechtes Deutsch!!!
Präteritum reicht vollkommen!

Bei der Forderung nach einem Ende der stoiberischen "Demokratur" war Frau Pauli erfolgreich, weil sie die Meinung der Mehrheit der Bevölkerung artikulierte. Bei der "Ehe auf Zeit" ist dies nicht der Fall, im Gegenteil hoffen auch Geschiedene beim 2. Versuch auf eine Beständigkeit ihrer neuen Partnerschaft bis zum Tod. Diese Erwartung verletzt der Vorschlag auf "Befristung" einer Eheschließung und ist schon aus diesem Grund zum Scheitern verurteilt. Außerdem sprechen gewichtige juristische Gründe dagegen;zum Kernbereich der grundgesetzlich geschützten Ehe gehört neben der "Einehe" auch die auf Lebenszeit der Partner angelegte Ehedauer. Ohne diese Perspektive ist doch Vertrauen, Geborgenheit und Zuneigung gar nicht aufzubauen! Die "Lebensabschnittsehe" widerspricht deshalb der grundgesetzlich geschützten Institution der Ehe. Der Gesetzgeber kann sie gar nicht "einführen", ebensowenig wie die "Vielehe", also die in anderen Kulturen vorkommende Ehe eines Mannes mit mehreren Frauen! Da Frau Pauli offensichtlich keinen juristischen Berater hinzugezogen hat, trifft sie auch noch der Vorwurf mangelnder Sorgfalt!Die daraus abzuleitende "Unbekümmertheit" im Umgang mit elementaren Rechtsgütern macht sie für jede leitende Position ungeeignet!