Transatlantisches Forum

Von Außenseitern und Aufsteigern

Schwarz-grüne Annäherung? Trittin und Klaeden beim “Frankfurter Allgemeine Forum“Staatsmänner im Zwiegespräch: Kissinger und WeizsäckerAußenminister Steinmeier und Henry Kissinger bei der Konferenz im Berliner Hauptstadtbüro der F.A.Z. Kissinger lobt die Ergebnisse der transatlantischen Partnerschaft

Bildergalerie Offener Schlagabtausch zwischen Deutschlands Außenpolitikern: Auf der F.A.Z.-Konferenz „Transatlantic Relations“ streiten Trittin, von Klaeden und Ischinger über die Zukunft der europäisch-amerikanischen Beziehungen nach dem Ende der Amtszeit Bushs. Von Wulf Schmiese

Lesermeinungen zum Beitrag

04. Juli 2008 16:48

Fallhöhe

Otto von Bismarck (Fuerst_Bismarck)

Eines verstehe ich nicht: Sämtliche Personen, die Obama (der in der Tat beeindruckend ist und die Leute mitreißt; ich habe ihn in Philadelphia erlebt) als Heilsbringer sehen, haben sich offenbar nicht klargemacht, was es heißt, wenn die USA irgendwo auf der Welt Truppen abziehen. Da wird der Präsident, egal ob Obama oder MCCain an uns Europäer herantreten und wissen wollen, wie es denn nun mit unserer Partnerschaft, die wir immer so betonen (miteinander und nicht gegeneinander), aussieht und konkrete Zusagen haben wollen. Auch ein Obama kann nicht zaubern und er kann es sich schon gar nicht erlauben, Schwäche zu zeigen. Denn das würden seine Wähler ihm noch viel weniger verzeihen. Aber wie so oft in Deutschland verschließt man lieber die Augen und erwartet das Blaue vom Himmel. Dementsprechend hoch wird für manchen die Fallhöhe sein.

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04. Juli 2008 14:45

Falsche Heilserwartungen

Justus Möser (Advocatuspatriae)

Die Äußerungen Jürgen Trittins zeigen, daß die Heilserwartungen, die Obama-Verehrer in Europa und den USA auf den charismatischen Senator aus Illinois projizieren, eine echte Atlantikbrücke bilden. Ob sie trägt, scheint dagegen fraglich. Denn der Sturz Saddams, zwar grausamer Diktator, aber Säkularist, hat den Iran gestärkt. Dies wird den Handlungsspielraum des nächsten US-Präsidenten einschränken, einen schnellen Abzug aus dem Irak verunmöglichen, weil dieser aufgrund seiner schiitischen Bevölkerungsmehrheit sonst zum Satelliten der iranischen Theokratie würde. Auch im Hinblick auf das iranische Atomprogramm würde ein möglicher Präsident Obama die militärische Option nicht kategorisch ausschließen können. Denn England, Frankreich und Deutschland versuchen seit Jahren, den Iran mit Verhandlungen und Kooperationsangeboten zum Verzicht auf die Urananreicherung zu bewegen. Dies hat aber bisher keine Erfolge gezeitigt. Schließlich hat Wolfgang Ischinger recht: Es ist wahrscheinlich, daß Rivalen der USA – China, Iran, Syrien, Rußland – die Standfestigkeit des neuen US-Präsidenten mit Provokationen testen werden. Auch die vermeintliche Friedenstaube Obama wird dann Stärke zeigen müssen. Darauf sollten seine Fans sich einstellen.

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04. Juli 2008 14:22

Deutschlands Aussenpolitiker?

Rolf Joachim Siegen (rolfS2)

Wir, die in den USA taetigen Auslandsdeutschen, sind die w a h r e n Aussenpolitiker!

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