Als Gast bei der SPD-Fraktion

Grass wirft der Linkspartei Geschichtsklitterung vor

Die Linkspartei versuche der SPD den Begriff des „demokratischen Sozialismus“ streitig zu machen, sagte der Literaturnobelpreisträger bei einem Besuch der SPD-Fraktion. Seine Partei werde „ihre Wurzeln“ nicht vergessen, versicherte ihm daraufhin der SPD-Vorsitzende Beck. Von Günter Bannas, Berlin

Lesermeinungen zum Beitrag

13. Januar 2008 10:06

Danke an Günter Grass und die Berichterstattung der F.A.Z.

Arthur Romanowski (plueu)

Es freut mich wirklich sehr, dass Günter Grass sich dazu entschieden hat, sich wieder verstärkt politisch zu engagieren, in Zeiten in denen Politiker wie Roland Koch und der Springer-Verlag ernsthaft meinen es sei notwendig ausländische Jugendliche abzuschieben, in ein Land zu dem sie fast gar keinen Bezug haben, muss man reagieren, ein Danke dafür. Jedoch sollte die SPD im Wahlkampf darauf achten auf Populismus nicht mit Populismus zu antworten, was ich Günter Grass auch nicht unterstellen will. Die SPD brauch den Populismus auch gar nicht, denn die Fakten sprechen eindeutig für sie. Es sind nämlich über 70% Deutsche Jugendlcihe, die sich für Gewaltdelikte verantworten mussten und Rassismus ist nicht die hinterlistige Wahlkampagne, ausgetüfteltet von einem engagiertem Soziologen, sondern die realexistierende Gefahr Deutschlands und zwar flächendeckend, auch heute noch. Wie Max Frisch in Homo Faber kunstvoll die Heuchlerei in der Schweiz entlarvt hat, so wird die SPD und deren Anhänger das selbe tun müssen. Ich hoffe sehr, dass der SPD in Hessen gelingen wird, geschickt umzugehen und so weitere Wähler an sich zu ziehen, dass Roland Koch, das bleibt was er ist, ein "Demagoge" ohne Machtanspruch.

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13. Januar 2008 00:40

Grass und die Geschichte bzw. Grass und die SPD

Robert Roth (Argozwei)

"Kains Mal . Ich muß hinnehmen, daß mir das doppelte S als Kainsmal für meine restlichen Jahre gewiß ist". FAZ 11.11.06.S.39.
Will uns Herr Grass durch seinen Neuauftritt vergessen machen, wie der Pressewald rauschte vor Erschütterung über sein spätes Bekenntnis der Mitgliedschaft in der SS-Division Frundsberg, die Hitler befreien sollte ?
Ist der Herr inzwischen so senil, daß ihm die öffentlich berichteten Zeichen seiner Zerknirschtheit entfallen sind ? Ganz offenbar ist ihm entgangen, daß er für die Zukunft beschädigt ist.
"Solange es nichts kostete" schrieb die NZZ am 28.4.2007 über "Grass und sein frühes Bekenntnis". Hier berichtet Joachim Güntner, daß bereits 1963, im Zusammenhang mit dem auf Grass liegenden Makel, erstmals von seiner Mitgliedschaft in der SS die Rede war. Und auf die Frage, warum Grass nach 1963 geschwiegen habe: Grass schwieg erst, als ihn sein Reden etwas gekostet hätte.
"Nichtreden" kann einen Zweck verfolgen. "Reden" ebensogut. Halt nur über etwas anderes, um anderes zu übertünschen. Das erheischte Ziel mag dasselbe sein.

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12. Januar 2008 16:00

Böser Gedanke

Franz Vogt (Znarf12)

Nazis 33-45: "Endlösung der Judenfrage"
Allierte 45-50er: "Entnazifizierung"
Grass 2008: "Für den Kehraus sorgen"

Bin ich der einzige, der diesen radikalen, brutalen Wunsch den Gegner "auszumerzen" in diesem Zusammenhang betrachtet??

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12. Januar 2008 11:22

Grass

Elisabeth Müller (liemue)

Si tacuisses .......

Bravo Deutschland. Ein Grass erklärt uns die Moral und ein Scholl-Latour agiert als Karl May der antiamerikanischen Auslandskorrespondenz.
Wie tief können wir denn noch sinken ??

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12. Januar 2008 10:45

Immer wieder amuesant ...

Bernd Siegel (bsgl)

und auch etwas laecherlich zugleich: Da ist der Schriftsteller Grass, der uns 40 Jahre seine Zugehoerigkeit zur SS verschwieg - waehrend er ueber andere moralisch richtete. Und jetzt geisselt er die Lobbyisten. Dann muesste ja ex SPD-Kanzler Schroeder aus allen SPD-Gremien verbannt werden: Er verkauft jetzt russisches Oel und Gas, nachdem er Putin als "lupenreiner Demokraten" pries. Immer wieder amuesant. Bemerkenswert nur, wie man mit solch einem Gehampel auf gute Umfragewerte vor der Hessenwahl kommen kann. Aber Umfrage sind ja keine Stimmen, gell?

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11. Januar 2008 21:10

Grass und die SPD

Robert Roth (Argozwei)

Nun ja, Herr Grass, Geschichtsklitterung und verschwiegene SS-Mitgliedschaft, liegen die beiden nicht nahe beieinander ?

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11. Januar 2008 21:02

Grass

Sabine Wand (SabineWand)

Grass hat gar nichts zu sagen. Er hat Deutschland 40 Jahre lang belogen. Er soll Zuhause bleiben, weinen und schweigen. Wir haben seine Lügen satt.

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11. Januar 2008 19:31

Ist die SPD so tief gesunken, dass ...........

wolf haupricht (emilgilels)

sie auf den alten Mann Grass ohne Glanz und Vertrauenswürdigkeit zurückgreifen muss?
Sein Gag bzgl. des Lobbyismus ist bezeichnend für seine Grundhaltung: Ein ganz banaler Egoist.....und er scheint es noch nicht einmal zu merken.

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