
Hrant Dink wurde im Sommer 2006 wegen "Beleidigung des Türkentums" gemäß Paragraph 301 des türkischen Strafgesetzes zu einer mehrmonatigen Haftstrafe verurteilt.
Oder ist das Urteil nur ein antitürkisches Propagandamärchen, genauso wie der Mob beim Prozeß gegen Orhan Pamuk?
Zu der Papstkritik:
Johannes Paul II hat sich recht deutlich gegen den Irakkrieg ausgesprochen.
Und Bush +Blair sind mir auch nicht als Katholiken bekannt.

Es scheint eine neue Absprache in Europa zu herrschen, die Türkei in ein gewisses, sehr negativ behaftetes Licht zu rücken. Zeitungsartikel, TV-News, Magazine, Nobelpreis-Festlichkeiten - kein Anlass scheint verfehlt, das Land zu kritisieren, abzuwerten und einen EU-Untauglichkeits-Stempel aufzudrücken.
Auch dieser Artikel lässt sich wieder wunderbar einreihen in diese Rige vorurteilsbelasteter, deutlich Stellung beziehender Meinungen in der ach so neutralen Presselandschaft Deutschlands.
Es mag sein, dass es zu diplomatischen Spannungen im Vorfeld sowie auch im Zuge des Papst-Besuches in der Türkei gekommen ist. Aber an solchen Spannungen immer genau den einen, ganz eindeutigen Schuldigen auszumachen, erinnert mich irgendwie an Extremismus, Demagogie etc., also genau den Merkmalen, deren Fehlen sich das demokratische Urgestein Europa immer so schön rühmt.
Konflikte haben an sich, dass es immer um zwei streitende Parteien geht und meistens liegt die Schuldfrage immer auch ein bisschen in der Mitte dieser zwei Parteien.
Was sich hier liest, klingt wie Propaganda-Wellen zweier im Krieg stehender Staaten, die sich gegenseitig mit Kanonen beschießen. Abartig, wirklich abartig...

Sie haben Recht!Der Papst ist einfach zu teuer.Es wäre auch nicht im Interresse vom Gott oder Jesus Christus.Für seine Besuche werden Miollionen von Euros verschwendet während wo anders Menschen hungern müssen.Der Papst hätte viel mehr Anhänger, wenn er sich z.B. wie Mutter Teresa verhalten würde.Für mich ist sie eine richtige Christin und kein Christ der versucht auch noch sich in die politischen Machenschaften sich einzumischen.

Ihr Vorschlag gefällt mir.....

Angenommen der Leiter der türkischen Religionsbehörde Bardakoglu würde nach Deutschland kommen.Die Türken würden ja auch nicht unbedingt erwarten, dass die Deutschen Bürger ihn lieben, dass Frau Merkel ihn empfängt.Das aber von den Türken zu verlangen ist sehr primitiv.Denn der Papst ist kein Politiker sondern ein Papst.Es wäre schon gerecht wenn der türk. Religionsführer Bardakoglu ihn empfangen würde.Und in einer Demokratie sind auch Proteste zulässig.Sonnst wäre es keine Demokratie.

Man darf sich schon wundern. Ein seit Monaten feststehender Besuchstermin des Papstes in der Türkei wird aus innenpolitischen und religiösen Gründen von staatlicher türkischer Seite mit allen Mitteln sabotiert.
Was soll das Oberhaupt der katholischen Kirche in einem Land, in dem eine winzige Minderheit christlichen Glaubens lebt, die von staatlicher Stelle drangsaliert wird, in dem die Gefahr einer angeblichen christlichen Missionierung wider besseres Wissen künstlich aufgebläht und mit nationalen Gefühlen vermengt wird und Christen getötet werden? Sind dies die Grundwerte, welche die Türkei berechtigen, Mitglied der EU zu werden? Wenn das mal nicht Wasser auf die Mühlen aller Beitrittsgegner der Türkei ist.
Herr Ertürk ergeht sich in Phantastereien über den angeblichen Prunk dieses Papstes und spricht über die mangelnde Wandel- und Reformfähigkeit der katholischen Kirche sowie die unnötigen Kosten des geplanten Besuches. Wohl wahr. Das Geld wäre besser für den Schutz der christlichen Minderheit in der Türkei angelegt. Aber so weit wird es bestimmt nicht kommen, da die Releigionsfreiheit in der Türkei offenischtlich nicht existiert. Diese gehört aber zu den unverzichtbaren Grundrechten der europäischen Wertegemeinschaft.

Zum Kommentar von Herrn Seidl:
Wie haltet Ihr es mit der Gewalt?
Antwort:
Nicht mehr oder weniger, wie ihr es haltet...
Wie haltet Ihr es mit der Toleranz?
Antwort:
Nicht mehr oder weniger, wie ihr es haltet...
Wie geht ihr mit Aufwieglern und Extremisten um?
Antwort:
Nicht mehr oder weniger, wie damit umgeht...
Nehmen Sie bitte mal Kontakt zu ihren Landsleuten, die in der Türkei arbeiten und leben...

„Papstreise zum Ökumenischen Patriarchen“
Ja, gerade dort liegt der Hund begraben!
Es ist auch höchst unklar was der heilige Vater
mit seinem Türkeireise bezweckt! Will er den
s.g. Ökumenischen Patriarch helfen den
verstorbenen Byzanz zum Leben zu rufen?
Millionen von Orthodoxen leben in Russland,
Griechenland, Egypten und USA! Russland mit
dem weit größten Anteil, lehnt Bartholomeus ab.
Beweiß dafür ist die Tatsache, dass Putin während
seiner Türkeibesuch Bartholomeus nicht einmal
Hallo gesagt hat! Wort wörtlich sagte Putin; "Wer
ist das, kenne ich nicht und brauche auch nicht".
Das türkischer Volk ist traditionell sehr gastfreundlich,
nur, der heilige Vater, eh. Kardinal Ratzinger hat
sich bei den Türken nicht gerade beliebt gemacht.
Man erntet was man seht, aber dennoch hoffe ich,
dass nichts passieren wird. Möge Allah den Papst schützen.

@Gerhard Dünnhaupt
sehr gute Betrachtung kann mich an Ihnen anpassen.
Eine Frage an die die immer eine Gelegenheit suchen die Türkei schlecht zu machen? Warum war der Vorgänger Papst Paul II. herzlich empfangen? Warum gab es gegen Ihm keine Proteste? Warum wurde er als Ehrengast vom Staatspräsidenten empfangen? Jeder MENSCH ist in der Türkei herzlichst empfangen - bis jetzt wurde bei keinem Gast eine Demos veranstaltet. Sogar bei dem Hernn Bush wurden keine großen Demos gemacht obwohl er nicht unbedingt beliebt im Land ist. Die Medien sollten auch mal positive Sachen betrachten und nicht immer die negativen Sachen ausnutzen um einen Land auszuwischen. Fair geht vor...... M.f.G.

Der sorgfältig recherierte Artikel zählt alle Versuche auf, den Besuch des Papstes zu sabotieren. Da kann man nicht hergehen und die vermutlich demonstrative Abwesenheit, - jetzt hat er sich's ja schon wieder anders überlegt - von Erdogan als wichtigen Grund für eine Verschiebung einer bereits jahrelang geplanten Reise des Papstes darzustellen. Präsident Sezer, der im Lande sein wird, wäre durchaus ein geeigneter Gastgeber für das Oberhaupt des Vatikan Staates. Aber nein, der will ihn auch nicht begrüßen. Anscheinend hat sich Erdogan eines Besseren besonnen und spekuliert, daß sein Affront, den Papst nicht zu treffen, der Türkei in Hinsicht Europa mehr schaden würde als das Mißfallen einiger Landsleute.
Es ist, wie im Artikel zu lesen: "Die Türken mögen den Papst nicht". "Er will die Muslime missionieren", wird dem Volk eingeredet. Bei der Handvoll noch geduldeter Christen in der Türkei würde es der Papst schwer haben, "den Rest" der Türken zu konvertieren. Man kann dem Papst nur wünschen, daß er die winzige Minderheit Christen durch den Besuch aufwertet. Man muß nicht die Armenier oder die Kurden erwähnen, um sich von der Beschwernis, als Minderheit in der Türkei zu leben, ein Bild zu machen.

Der Termin für die Papstreise ist schon seit Monaten bekannt, warum muß das türkische Staatsoberhaupt ausgerechnet an diesem Tage verreisen, Herr Dünnhaupt?
Besser als durch intolerante Proteste, bewußte Abwendung und ähnliche Ausdrücke des Mißfallen gegen die christliche = westliche Kultur, deren untadeligster Vertreter der Pabst nun mal ist, könnte die Türkei ihre mangelnde Reife für den EU-Beitritt nicht ausdrücken. Der überwiegende Teil der EU ist nun mal christlich.
Der Papst versteht es wie kein anderer die Türkei und die Muslime dazu zu bringen, Farbe zu bekennen, mit drei gelebten Fragen:
Wie haltet Ihr es mit der Gewalt?
Wie haltet Ihr es mit der Toleranz?
Wie geht ihr mit Aufwieglern und Extremisten um?

Bin gegen den Papst-Besuch. Ich kann es einfach nicht glauben, daß man für einen Religionsführer soviel Geld verschwendet, wenn gleichzeitig dessen Anhänger in Afrika, Asien, Lateinamerika hungern müssen!
Die kathol. Kirche hat sich seit den letzten 500 Jahren offenbar immer noch nicht verändert. Der gleiche Prunk wie bei den Medici-Päpsten! Aber das ist das Problem der Katholiken. Wenn deren Anhänger sich diesem System unterwerfen (teils aus Unwissenheit, teils aus Angst vor Exkommunikation), sollen sie das auch weiterhin so tun.
Nur habe ich ein Problem damit, daß er in einem moslem. Land soviel Kosten verursacht (allein 15 000 Polizisten!).
Mein Vorschlag: Er bleibt zu Hause (in Rom), bekommt dafür von der Türkei einen Scheck über 5 Mio Euro (bei weitem noch billiger als seine Reise), die er dann an die Hungernden weiterleitet, nachdem er einen Teil davon für die Restaurierung der Michelangelo-Gemälde abgezweickt hat. Dann läd er den orthodoxen Patriarchen nach Rom ein (Flug in der Touristenklasse für 1000 EURO) und alle sind zufrieden!

Der Vatikan betont, dass es sich um einen Staatsbesuch handelt, nicht um eine Visite beim Patriarchen. Der Papst ist Staatsoberhaupt des Vatikanstaates, und wählt absichtlich den Tag, an dem das türkische Staatsoberhaupt gerade zum NATO-Gipfel in Riga weilt. Selbst nachdem man ihn höflich darauf hingewiesen hat, weigert sich der Papst, das Datum zu ändern. Wenn das keine absichtliche Beleidigung ist, sollte es mich wundern. Kein Wunder, dass die Türken sauer reagieren. Fragt sich nur, was der Papst damit bezweckt.