Endlich ein Beitrag, der wohl überlegt und von Verstand getragen ist.
Ich wünschte mir, dass auch andere derart konstruktiv über dieses Thema schreiben würden. Ihren Ansichten kann ich mich nur anschließen.
An dieser Stelle möchte auch ich den Opfern und deren Angehörigen mein Beileid aussprechen. Den Verletzten wünsche ich gute Besserung. Ich hoffe auch, dass die Polizeibeamten und Feuerwehrleute, die derzeit ein Trauma durchleben bald darüber hinweg kommen.
Zunächst einmal: Viele Menschen, davon in der Mehrzahl Kinder, sind ums Leben gekommen. Daher möchte ich den Angehörigen mein tief empfundenes Beileid aussprechen. Und meinen Respekt , dass der Vorsitzende der alevitischen Gemeinde der deutschen Polizei vertraut, dieses Geschehen aufzuklären.
Die Feuerwehrleute haben es nicht verdient, beschimpft und bedroht zu werden. Sie haben ihr bestes gegeben und einer hat ein aus dem Fenster geworfenes Kind aufgefangen, was wohl in blitzschneller Übereinkunft des Retters und des Angehörigen geschah.
Aber es agieren eben wieder die Scharfmacher , die die Toten instrumentalisieren wollen zu ihren eigenen niederen Zwecken.
Es bleibt dabei: ob Neonazis, Fundamentalisten oder Extremisten: Ein Mörder ist ein Mörder, ist ein Mörder und muß seine gerechte Strafe erhalten. Egal, welche konfuse oder ideologische Antwort ein Mörder auch immer geben mag.
Als zwei Jugendliche mit ausländischer Herkunft einen älteren Menschen in der U-Bahn angegriffen haben und ihn dabei schwer verletzt haben, wurde sofort in vielen Zeitungen u.a in FAZ geschrieben, dass es bei dem Täter um zwei Jugendlichen mit ausländischer Herkunft (Türke und Grieche) handelt.
Daher ist erstaunlich, dass die FAZ erst mit diesem Artikel bekannt gibt, dass die neun Opfer türkische Herkunft haben.
Man fragt sich jedoch, warum die FAZ und andere Zeitungen für die Bekanntgabe 3 Tagen gebraucht haben.
Erstaunlich, wie schnell einige Kommentatoren die Brandkatastrophe von Ludwigshafen nutzen, um Verbindungen zu einem stattgefundenen Wahlkampf oder zu anderen Brandkatastrophen in der Vergangenheit herzustellen.
Anstatt die schwierigen Untersuchungen abzuwarten, die dann ein Ergebnis zur Folge haben werden, wird genau das praktiziert, was gerade vermieden werden soll.
Gründlichkeit ist eine Tugend, die nicht alle beherzigen, jedoch eine typische deutsche ist. Gründlichkeit geht vor Schnelligkeit und führt dann punktgenau zum Ziel. Das gilt auch für geistige Arbeit, um Rohrkrepierer zu vermeiden.
Diese Haltung sollte stets Maßstab sein.
Dies gilt auch für andere Brände vor wenigen Tagen in NRW.
In solchen Fällen sollte man sich mit Verdächtigungen und Anschuldigungen zurückhalten, gewiss es könnte ein Werk von den Völkischen sein, aber ebensogut ein Werk krimineller oder persönlicher Natur – eine Eifersuchtstat wie Beispielsweise diese Mordsache jüngst in München -, also: Die Ermittlungen abwarten und Teetrinken.
Bedenklich scheint hier aber eher, wie verantwortungslos die hohe Politik mit der Souveränität dieses Staates umgeht und irgendwelchen fremden Ländern gestattet hier ihre Diener hoheitlich tätig zu sein. Herr Dr. Schäuble, ich bin empört.
Die Hürriyet ist das türkische Gegengewicht zur deutschen Bild-Zeitung. Diesmal ist die "Dreckchleuder" anderweitig tätig; auf türkischer Seite.
Die publizierten Aussagen über die Brandursache sind "noch" spekulativ. Aber Zündstoff genug um auf beiden Seiten die Gemüter zu erhitzen. Die Situation ist ideal für polarisierte schmutzige Politik, die auf beiden Seiten betrieben wird.
Mal davon abgesehen, stelle ich mir die Frage; was wohl passiert wäre, wenn im Ausland neun Deutsche in einem Hausbrand ums Leben gekommen wären? Wäre das auswärtige Amt völlig teilnahmslos geblieben, wie es derzeit einige Kommentaroren von der türkischen Seite verlangen?
Und was hat der EU-Beitrit der Türkei mit der Brandursache in Ludwigshafen gemein?
Auf türkischer Seite denke ich; sind die Aussagen Beck's eine willkommene Gelegenheit, das Ganze auf's äusserste auszunutzen und so in der eh' angespannten inneren politischen Lage mit "erfolgreicher" Auslandspolitik zu punkten. An einer effizienten Arbeit deutscher Polizisten zweifelt mit Sicherheit keiner. Es geht mehr um politische Präsenz.
Da bleibt nur noch die Antwort auf eine Frage offen; Wer zieht wohl am Ende den Kürzeren?
Sollte sich tatsächlich bewahrheiten, dass der Brand in Ludwigshafen das Werk rechtsextremer Terroristen sein, so würde man nicht mehr behaupten können, der Wahlkampf von Roland Koch und Angela Merkel hätte sein Ziel verfehlt.
Es schein, der Saat der Haßkampagne würde dann tatsächlich Früchte bringen.
Das wäre was, Herr Koch?
Das wäre was, Frau Merkel?
oder...?
Ja, wir sollten darauf achten, daß es kein zweites Solingen gibt. Aber was zum Teufel haben türkische Beamten hier zu suchen, haben wir schon vergessen, wie SUPER die Bearbeitung im Fall Marco war, wie schleppend bzw. verschleppend dies vor sich ging. Man sollte sich eher überlegen ob man diese erst einmalwegen Ermittlungsbehinderung einsperrt. Uns auch jetzt schon wieder unterschwellig Ausländerfeidichkeit unterstellt. Was wenn es ein Landsmann dieser Bematen war, der diesen Brand gelegt hat? Ich möchte niemand was unterstellen, aber im Fall Marco ging es doch auch nicht ohne Vitamin B. Also, lassen wir die Angelegenheit von unserer Poizei klräen, bei ihr kann man davon ausgehen, daß nichts vertuscht und unterschlagen wird, keiner die Hand aufhält Schickt die türkischenBeamten wieder zurück in IHRE Heimat, dort haben diese genug zu tun, z.B. um sich auf einen event. EU-Beitritt vorzubereiten. Man sollte erst einmal vor der eigenen Tür kehren, bevor man es bei anderen tut. Der Fall Marco in seiner Abhandlung durch die türkischen Behörden bleibt für viele UNVERGESSEN.