Filmproduktions-Festival Edit

Hessen und Hollywood

Von Eva-Maria Magel

12. Juni 2008 Die Edit, das Frankfurter Festival der Filmproduktion und Postproduktion, wird sich verändern. Mit neuen Partnern, der Cutter-Organisation American Cinema Editors und der Vereinigung der europäischen Kameraleute, Imago, treten Filmschnitt und Kameraarbeit bei der elften Ausgabe, die von 28. bis 30. September stattfindet, mehr in den Vordergrund des Festivals. Als Branchentreff der digitalen Produktion hat sich die Edit einen Namen gemacht.

Nach fünf Jahren ist die Kooperation der Edit, die vom Land Hessen, der Stadt und der Landesanstalt für den Privaten Rundfunk (LRP) mit einem Budget von insgesamt 900 000 Euro ausgestattet wird, mit der amerikanischen Visual Effects Society (VES) beendet. Die beiden neuen Partner sind zu denselben finanziellen Konditionen eingetreten. Festivalleiter Sebastian Popp sagte, die Edit gehe nun zurück zu den Wurzeln, verändere aber auch den Focus: Schnitt und Kamera seien neben Regie und Buch die wichtigsten kreativen Gewerke der Filmbranche, ihre Veränderung durch technische Möglichkeiten werden Thema der Edit, auch in Workshops.

Awards für Oscar-Preisträger

Die Verknüpfung von „Hessen und Hollywood“ gewährleiste weiterhin der VES-Gründer und ehemalige Leiter Tom Atkin, der Co-Direktor der Edit bleibt und die Kontakte zu den Visual-Effects-Spezialisten pflegt. Neue Schirmherrin ist Silke Lautenschläger (CDU), Ministerin für Wissenschaft und Kunst. Sie lobte die Wirkung der Edit auf den Film- und Medienstandort Hessen. LRP-Präsident Wolfgang Thaener erinnerte wie die Branchenvertreter Irene Trampler und Kurt Kohlbecker daran, dass Hessen zweitwichtigster europäischer Postproduktions-Standort sei.

Atkin sagte, ein Aushängeschild der Edit, die kommentierten Vorführungen großer Hollywood-Produktionen durch die Verantwortlichen der Visuellen Effekte, würden noch eindrucksvoller als in den vergangenen Jahren. Mehrfache Oscar-Preisträger bekämen diesmal Edit-Awards, den neuen Imago-Preis für Kameraleute erhält für sein Lebenswerk der 1923 geborene Giuseppe Rotunno, der unter anderem einige der größten Erfolge von Federico Fellini und Luchino Visconti gedreht hat. Wieder soll es viele Veranstaltungen für Jugendliche geben, Trampler regte auch einen Austausch junger Kreativer zwischen Hessen und Hollywood an.



Text: F.A.Z.
Bildmaterial: picture-alliance/ dpa

 

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