Kulturtipps

Wo im Rhein-Main-Gebiet was los ist

Kulturtipps: Wo im Rhein-Main-Gebiet was los ist

Das Rhein-Main-Gebiet mit Frankfurt im Herzen bietet für Liebhaber von Konzerten und Ausstellungen, Lesungen und Theateraufführungen ein reichhaltiges Angebot. Den Überblick über die einzelnen Termine zu behalten, ist nicht einfach.

Die Kulturredaktion der Rhein-Main-Zeitung hilft mit Tipps regelmäßig dabei, wichtige Ereignisse nicht zu übersehen. Ihr redaktioneller Veranstaltungskalender zu Klassik, Pop und Theater, Ausstellungen und Literatur, der jede Woche aktualisiert wird, soll als Leitfaden dienen und die Auswahl erleichtern.

Text: @thwi
Bildmaterial: dpa

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Felder und Farbfelder: “An der Leine“ von Günther Förg, zu sehen im Sinclair-Haus im Bad Homburg

„Aufbruch der Farben“: In Bad Homburg zeigt das Sinclair-Haus Papierarbeiten von Günther Förg. Frisches, leuchtendes und fröhliches Farbengeflimmer umgibt den Besucher. Von Katharina Deschka-Hoeck

Szene aus “Krücke von unter der Brücke“

Krücke hat einen Traum: Er will zum Mond. Vom Fliegen haben Kanalratten wie er nicht viel Ahnung, auch wenn sie unter der Stadt, in der „Untendrunterwelt“, ab und an Fledermäusen begegnen. Von Eva-Maria Magel

Cartoon aus der Poth-Serie “Last Exit Sossenheim“, zu sehen im Frankfurter Museum für komische Kunst

Der Künstler im Karikaturisten wird oft übersehen - das macht nun wieder eine Schau im Frankfurter Caricatura Museum augenfällig. „Poth für die Welt“ zeigt das Werk Chlodwig Poths, der nun 80 Jahre alt geworden wäre. Von Konstanze Crüwell

Magnettrick: Nina Canells Installation „Temporary Encampment (Five Blue Solids)“ im Frankfurter Kunstverein

Die künstlerische Moderne hat sich zwar redlich bemüht. Aber sie hat das Wesen der Dinge nicht wirklich aufgedeckt. Es bleibt ein Geheimnis. Gleichwohl: Im Frankfurter Kunstverein ist „Das Wesen im Ding“ zu besichtigen. Von Michael Hierholzer

In der Schirn vor dunkelblauer Wand: Georges Seurat (1859 bis 1891), „Ein Abend am Kanal von Gravelines“, 1890.

Die seit 30 Jahren erste umfassende Schau in Deutschland mit Werken des pointillistischen Meisters: Die Schirn widmet sich Georges Seurat. Von Michael Hierholzer, Frankfurt

Parodiert unter anderem die Kanzlerin: Reiner Kröhnert

Reiner Kröhnerts Programme wie das „Jesus Comeback“ leben wesentlich von seinem parodistischen Talent, mit dem er Norbert Blüm, Wolfgang Schäuble, Papst Benedikt oder die Kanzlerin auf die Bühne holt. Doch er kann und will dann schon etwas mehr. Von Christoph Schütte

Welt zwischen Traum und Realität: Szene mit Cyndia Sieden (stehend) und Michael McCown (rechts)

An diesem Sonntag hat die Oper „The Tempest“ von Thomas Adès in Frankfurt Premiere. Sie wird zum ersten Mal in Deutschland aufgeführt und ist das zweite Musikdrama des britischen Komponisten. Von Wolfgang Sandner

„Das Gähnen der Leere“ von Stephan Seidel bietet bei der Uraufführung in der Wartburg des Hessischen Staatstheaters in Wiesbaden wenig mehr als treffsichere Pointen. Seidel mixt einige Teile „Trumanshow“ und „Und täglich grüßt das Murmeltier“ mit ein paar Spritzern Medienkritik und postmodernen Simulationstheoremen. Von Matthias Bischoff

„Willst du mich küssen?“ fragt Rosemarie Nitribitt (Valery Tscheplanowa) den Besucher

Die szenische Installation „Remake :: Rosemarie“ von Bernhard Mikeska im Bockenheimer Depot: Es sind die letzten Stunden im Leben der Rosemarie Nitribitt. Alle zehn Minuten wird ein interessierter Mensch auf einen Parcours geschickt, der eine Theatererfahrung der besonderen Art garantiert. Von Michael Hierholzer

Lümmelt sich im rosaroten Morgenanzug auf der Couch und liest was über Hitler: Michael Haase als Adi in „1000 Jahre Widerstand. Irgendwas mit Nazis”

Adi lümmelt auf der Couch. War spät gestern, so scheint er seinem Publikum zu sagen, schlappt im rosaroten Morgenanzug wie aus dem Hartz-IV-Kaufhaus in seinem Bunker hin und her und klebt sich sein Diktatorbärtchen an. - „1000 Jahre Widerstand. Irgendwas mit Nazis“ im Theater Landungsbrücken. Von Christoph Schütte

Braucht sich nicht zu verstecken: Marcel Reich-Ranicki.

Ludwig Börne hat die Tradition des politischen Feuilletons begründet. Sein Wirken in der Publizistik und das anderer Juden stellt nun die Schau „Von Börne zu Reich-Ranicki“ dar. Von Hans Riebsamen, Frankfurt

Die Fledermaus, Zwergausgabe

Einzig der Schlussakt im Gefängnis verbreitet Glanz: Am Staatstheater Darmstadt inszeniert Ansgar Weigner Johann Strauß’ „Die Fledermaus“ und präsentiert Scheinwelten. Von Benedikt Stegemann

Zu sehen beim Frankfurter Kunstverein: Betonmischer: Wim Delvoye, 'Concrete Mixer Scale Model', 2007

Die Ausstellung „Bilder vom Künstler“ im Frankfurter Kunstverein geht dem Selbstverständnis und der Fremdwahrnehmung von schöpferisch Tätigen nach. Von Michael Hierholzer

Da schau her: Szene aus “Altweiberfrühling“ im Volkstheater Frankfurt

Was der Bürgermeister seinen Taunus-Dörflern zu sagen hat, hören die Senioren nicht gern. Sie wollen keine spießigen Liebestöter mehr, sondern Spitzendessous mit Pariser Schick und Wonder-Bras mit Trachtenmotiven: Der Frankfurter „Altweiberfühling“ ist Volkstheater auf höchstem Niveau. Von Claudia Schülke

Am rechten Ort: Ben Willikens’ „Abendmahl“.

Ben Willikens‘ Gemälde „Abendmahl“ ist jetzt wieder an seinem ursprünglichen Platz im Deutschen Architektur-Museum zu sehen. Von Konstanze Crüwell, Frankfurt

All diese obskuren Theaterleute quälen einander: Szene mit Harald Schneider, Anne Hoffmann und Tino Lindenberg in “Gretchen 89ff“

Theater ist schrecklich, Theater ist eine Zumutung. Von schrulligen Theaterleuten und dem harten Spiel auf der Bühne: Lutz Hübners köstliche Theaterposse „Gretchen 89ff.“ am Staatstheater Darmstadt. Von Matthias Bischoff, Darmstadt

Schön, wahr, gut: “Titanic“

Es ist ein rares Vergnügen, sich in die Ausstellung „Titanic“ - das Erstbeste aus 30 Jahren“ im Frankfurter Caricatura Museum für Komische Kunst zu vertiefen, die am Samstag eröffnet worden ist. Wer hier nicht wenigstens ab und zu lacht, gehört zu den zuverlässig humorfreien Mitbürgern. Von Konstanze Crüwell, Frankfurt

Hier spielt die Musik: Hildegard Bernasconi, Antje Köhn und Mane Stelzer (von links)

Seit 25 Jahren gibt es das Frankfurter Frauen Musik Büro: Profis, aber auch engagierte Laien finden in dem kleinen Büro eine Anlaufstelle. Vieles hat sich schon getan. Von Eva-Maria Magel

Aus dem Besitz des Deutschen Ordens: Schutzmantelmadonna mit Gnadenstuhl (um 1400)

Der Auftrag des Deutschen Ordens hieß „heilen und helfen“. Das Frankfurter Ikonen-Museum zeigt eine Schau zu seiner Geschichte. Von Michael Hierholzer

Wie zwei ihr Glück finden, weil sie den Schritt in die Welt wagten: Die turbulente Komödie „Das Sparschwein“ ist bei den Festspielen Heppenheim zu sehen. Von Christian Riethmüller

Der Magdalenenaltar, der vorher in der Kunsthalle Jesuitenkirche zu sehen war

Das Aschaffenburger Stiftsmuseum erhält Cranachs Magdalenenaltar und den Stiftsschatz als Dauerleihgaben von der Kirche. Dafür wird ein Ausstellungsraum als mittelalterliche „Schatzkammer“ hergerichtet. Von Agnes Schönberger, Aschaffenburg

An der alten Brücke: der Portikus

Wer die Installation von Att Poomtangon im Frankfurter Portikus besucht, kann selbst zum Paddel greifen - und trifft den letzten Mainfischer.

Im Sommer wird sonntags im Garten des Liebieghauses Jazz gespielt

Den „Summer in the City“ gibt es nun erstmals im Liebieghaus-Garten. Von 26. Juli an spielen dort fünf Wochen lang jeden Sonntag um 11 Uhr skandinavische und hessische Jazzmusiker.

„Die Tödliche Doris“ wurde 1980 als Musikband gegründet. Ihre Mitglieder widmeten sich aber auch der Kunst. Die Galerie Kind zeigt eine Documenta-Arbeit der Gruppe. Von Christoph Schütte

Nachbau eines Zuse Z-3, dem ersten digital funktionierenden Computer der Welt

Das Kinderzimmer der deutschen Computertechnik stand in Haunetal: Dort baute Konrad Zuse, der 1941 die erste Computerfirma der Welt gegründet hatte, seine Elektronenrechner. Von Barbara Hofmann