Von Eva-Maria Magel
18. Juli 2008 Traurig soll man nicht nach Hause gehen: Ein guter Vorsatz für ein Filmfest. Deswegen sind zumindest die letzten Filme jedes Programms bei Shorts at Moonlight“ lustig – etwa die Zeichentrick-Geschichte von dem Briefträger, der in Post!“ von Matthias Bruhns und Christian Asmussen dafür sorgt, dass alle Menschen nur noch Nachrichten bekommen, bei deren Lektüre sie in grölendes Gelächter ausbrechen.
Auch Peters Prinzip“, eine Animation von Kathrin Albers und Jim Lacy, oder der Monolog Doris“ von Julia Alice von Heinz reizten das Publikum auf der Höchster Schlossterrasse zum Lachen, wo das Kurzfilmfestival nun seine erste diesjährige Station aufgeschlagen hat.
Beliebteste Filme werden in Hofheim gezeigt
Nicht, dass es nicht auch ernste Filme gäbe bei der fünften Ausgabe des Festivals, das nach Angaben des veranstaltenden Vereins im vergangenen Jahr 7000 Besucher gezählt hat. Der Dokumentarfilm Biesterakademie“ von Alina Rudnitskaya etwa bietet einen ernüchternden Einblick in die Träume junger Frauen vom reichen Oligarchen, und Felix Hassenfratz’ Der Verdacht“ erscheint als Mini-Tatort“. Beide sind mit fast 30 Minuten allerdings fast zu lang für einen Kurzfilmabend.
Aber auch bei ernsten Themen ist bei Shorts at Moonlight“ dafür gesorgt, dass entspannte Ferienstimmung aufkommt: Gegen Pfand kann man warme Fleece-Decken als Kälteschutz leihen, und die Premierenbesucher hatten sogar bei Regen noch sonnige Gesichter: Es werden Capes verteilt. Jeweils acht Filme werden bis 16. August an wechselnden Orten gezeigt, jeden Abend stimmt das Publikum ab. Die Lieblingsfilme, einer aus jedem Programm, sind am 3. August in Hofheim zu sehen.
Shorts at Moonlight“ gastiert auf der Schlossterrasse Höchst, nächste Station ist von 24. Juli an Bad Soden. Informationen zum Programm im Internet unter www. shortsatmoonlight.de.
Text: F.A.Z.