Fußball-EM

Das Erbe der WM in Gefahr

Lange sah es so aus, als würde Löw die Arbeit von Klinsmann nahtlos fortsetzen, tatsächlich aber haben sich in den vergangenen Monaten immer größere Unterschiede aufgetan. Die Sorge um eine erfolgreiche Europameisterschaft wächst. Von Michael Horeni

Lesermeinungen zum Beitrag

06. Februar 2008 11:01

@ Herr Steinhauer

Joachim Kühn (jokuehn)

Sehr wohltuend Ihr Kommentar... Ich stimme Ihrer Meinung vollkommen zu und dachte bisher ich sei der einzige gewesen der nach dieser produzierten Euphorie den Durchblick behalten hat.

Und ich bleibe weiter dabei.... Mit Völler wären wir Weltmeister geworden.

Grüße...

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06. Februar 2008 09:12

was soll man dazu sagen?

Erwin Steinhauer (hauer2)

Klinsmann hatte vor der WM Italien mit 1-4 und ein beinahe k.o.-Spiel gegen die USA

Danach hat die Auslosung mit Costa Rica und Equador geholfen, die Vorrunde zu übersethen, der Zittersieg gegen Polen kam dazu; nach dem Heimsieg gegen Schweden (das einzig wirklich gute Spiel), stolperte man gegen Argentinien dank Schiedsrichter Michel in Halbfinale, wo die Italiener wieder besser waren

Bei der EM gibts keine Heimspiele und kein Costa Rica und Equador: so simpel ist die Rechnung: es kann passieren, dass nach der Vorrunde Schluß ist...

Mit Löw hat das am wenigsten zu tun: er hat die Arbeit unter Klinsmann gemacht und macht sie auch jetzt gut (Klinsmann hat außer platten REden in der Kabine wenig geleistet; dank S. Wortmanns Film haben wir das auch noch überprüfen können); der Deutsche Fußball ist derzeit nun mal nicht besser und war auch nichts besonderes 2006 bei der WM; die massenpsychotischen Schlagzeilen vom Sommermärchen waren so deplaziert, wie die Scharzmalerei von Herrn Bierhoff jetzt: Die EM können 12 Mannschaften gewinnen und das ist alles...

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05. Februar 2008 15:59

Schlecht reden und schlecht spielen

Sebastian Olbrich (Basti1976)

Der Hauptunterschied zu Klinsmann waren nicht die Leistungen - ganz im Gegenteil ist die Bilanz von Löw weit besser - sondern vielmehr, dass sich Klinsmann derartiges Schlechtreden verboten hat.
Jetzt lasst uns alle doch mal das Spiel schauen und - egal wie es ausgeht - auf die WM freuen und der Mannschaft alles Gute wünschen!

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05. Februar 2008 12:14

Taktik und Fitnes

Heinz Coenen (Fazination)

Klinsmann hat es mit seiner Fitnesphilosophie auch nur ins kleine Finale geschafft. Die Mannschaft ist gescheitert, weil taktisches Verständnis und Spielwitz hinterherhinkten. Man vergleiche nur einmal die Spiele gegen Argentienien und Italien: da sieht man, wie Taktik Fitness schlägt. Wer seine Positionen hält und Laufwege antizipiert, muss sich weniger uneffektiv bewegen.
<br>Löw hat gemerkt, dass der Mannschaft wirkliche Qualität fehlt (siehe Tschechien) und wird sich hüten, mit vollmundigen Sprüchen eine überzogene Erwartungshaltung zu schüren. Fitnes kann man im verein grundlegen oder in einem individualisierten Training, Taktik lässt sich nur dann schulen, wenn die Spieler tatsächlich zusammenkommen. Und da in taktischen Fragen noch viel Nachholbedarf ist, die Zeit aber kanpp ist, werden wir erleben, dass die Mannschaft nicht über die Vorrunde hinauskommt.
<br>

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