Der Evolutionsprozess kennt gegen kollektive Fehlentwicklungen nur einfache, selbstdurchsetzende Lösungen der Umsteuerung und Erneuerung. Auch der Zusammenbruch einer Kulturentwicklung gehört zu dieser Kategorie der einfachen Lösungen.
Auf den Bewegungsmangel der Jugendlichen gehen fast alle kollektive Fehlentwicklungen zurück. Der Mangel an Leistunges-, Grenz- und Glückserfahrungen, die durch Bewegungsmangel (= Nicht-Anstrengung, -Wagen, -Erfahrung) eintritt, führt zu Ersatzhandlungen. Aggressivität in der Gruppe, Drogen- und Ersatzbefriedigungen im Konkurrenzkonsum treten als leicht erreichbarer Kick an die Stelle der friedlichen, fast kostenlosen Selbsterfahrungs, wie sie körperliche Betätigung an frischer Luft, z.B. Radfahren, anbieten. Die Stressbiologie zeigt diese kulturprägenden, langfristigen Zusammenhänge auf.
Wer eine aggressive, konsumorientierte Kultur herstellen will, weil sie Umsatz und Wachstumszwang generiert, der programmiere die Jugendlichen in den hochindustrialisierten Länsern auf Bewegungsmangel, und ganz zwingend auf 'Runter-vom-Fahrrad'. Aldous Huxley 'Brave New World' ist das Buch, das diese negative Utopie beschreibt.
Hier müßte die Diskussion ansetzen. Hier, und nur hier.
