Ausrüsterstreit unter Sepp Herberger

„Adidas hat uns die Spieler weggekauft“

Nike gegen Adidas - die großen Ausrüster streiten um die Gunst der Nationalmannschaft. Das gab es schon mal: kurz vor der WM 1954. Ein leidtragender Puma-Mitarbeiter erinnert sich und räumt mit der „Schraubstollen-Legende“ auf.

Lesermeinungen zum Beitrag

13. Februar 2007 18:08

Ein Ende des Neids.

Nathalie Neumann (NathiNeu)

Der Herr von Puma sollte die Behauptung unterlassen, seine Firma habe die Schraubstollen erfunden. Das ist die Rechthaberei des Unterlegenen, der dem erfolgreicheren Bruder eins auswischen will.
Tatsächlich haben Rudolf und Adolf Dassler in den dreißiger Jahren gemeinsam den Schraubstollen erfunden und zum Patent angemeldet. Als sich die Wege trennten, nahmen beide ihr Wissen mit.
Als sich Herberger und der DFB für adidas entschieden, war das natürlich unschön für den Unterlegenen. Diese Jammerei aber ist Quatsch. Und daß Hannover 96 im DM-Endspiel 1954 die Puma-Schlappen trug, lag nicht daran, daß sie schneller fertig wurden, sondern daran, daß adidas das Ereignis WM als Marketingstrategie nutzen wollte und konnte.
Und es besteht wohl kein Zweifel daran, daß im WM-Endspiel die Spieler adidas-Schuhe getragen haben.

Diese Lesermeinung bewerten Belanglos Lesenswert
1 - 1 von 1 Lesermeinungen
Suche in Beitrag Lesername oder Login
Datum bis
FAZ.NET Suchhilfe
F.A.Z.-Archiv Profisuche