Italienischer Fußball

Der ewige Maldini

17. Februar 2008 Paolo Maldini hat in seiner phänomenalen Karriere eine weitere Schallmauer durchbrochen: Der 39 Jahre alte Star von Champions-League-Sieger AC Mailand wurde in der 68. Minute beim 0:0 der Lombarden beim AC Parma eingewechselt und bestritt damit sein 1000. Pflichtspiel in seiner Laufbahn.

„Ich versuche, in den nächsten Monaten das große Abenteuer, das vor vielen Jahren für mich begonnen hat, bis zum Ende zu genießen“, erklärte der Routinier, der zum 861. Mal für die Rossoneri in einem Pflichtspiel auflief. Hinzu kommen 126 Länderspiele für die Squadra Azzurra, zwölf Begegnung in der italienischen U21 und ein Auftritt in der Olympia-Auswahl.

Dank an die Mama

Im Januar 1985 - im Alter von gerade einmal 16 - hatte er gegen Udine sein Serie-A-Debüt gefeiert. Maldini skizzierte, was ihn stets angetrieben hat: „Du musst Stärke zeigen. Wenn man nicht gut trainiert, kann man nicht im Spiel gegen durchweg viel jüngere Gegenspieler bestehen.“

Champions-League-Sieger 2007: Paolo Maldini Einer seiner vielen Titel: Klub-Weltmeister Immer AC Mailand: Paolo Maldini Wenn's bei Milan was zu feiern gibt, ist Maldini mittendrin (Nr. 3) Nationalspieler Maldini (l.): Alles, außer Weltmeister Der stolze Vater: Cesare Maldini war selbst Nationalspieler und -trainer

Besonders beeindruckend ist die Tatsache, dass Maldini in 981 Begegnungen in der Anfangsformation gestanden und 916 sogar komplett durchspielte - das Parma-Match bildete somit wirklich eine Ausnahme für Maldini. Das Jubiläumsspiel widmete Maldini im Übrigen seiner Mutter, „die mich in all den Jahren stets begleitet und zu mir gestanden hat“.

Nur der WM-Titel fehlt ihm

Paolo Maldinis Vater ist der Ex-Nationalspieler und -Trainer Cesare Maldini. Der einstige Außenverteidiger Paolo Maldini, der zuletzt häufig in der Innenverteidigung eingesetzt wurde und am Saisonende seine Karriere beenden wird, hegt noch einen großen Traum: er möchte mit den Lombarden erneut ins Champions-League-Finale im Mai.

Die Titelsammlung der Milan-Ikone ist schon jetzt sehr beeindruckend. Er holte siebenmal mit dem Renommierklub den Scudetto in der Serie A, gewann fünfmal den Europapokal der Landesmeister bzw. die Champions League, einmal den italienischen Pokal, dreimal den Weltpokal sowie jeweils fünfmal den europäischen und den italienischen Supercup. Nur mit Italiens A-Nationalteam blieb dem Rekordmann der große Wurf versagt. Beim WM-Triumph 2006 in Deutschland war er nicht mehr im Aufgebot.



Text: FAZ.NET mit dpa
Bildmaterial: AFP, dpa, picture-alliance / dpa, picture-alliance/ dpa

 
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