WM 2010

Fifa hält kategorisch an Südafrika fest

28. Februar 2007 Der Fußball-Weltverband (Fifa) hat allen Spekulationen über eine mögliche Verlegung der Weltmeisterschaft 2010 erneut kategorisch widersprochen. „Wir sollten uns von solchen Spekulationen - woher sie auch kommen mögen - ein für alle Mal lösen, wir werden in diese Diskussionen nicht mehr einsteigen“, sagte Fifa-Mediendirektor Markus Siegler am Mittwoch bei einer Veranstaltung zum Stand der WM-Vorbereitungen in Südafrikas Metropole Johannesburg.

Wegen Problemen bei der WM-Vorbereitung hatte es Spekulationen über eine Verlegung des Turniers in die Vereinigten Staaten, nach England oder auch nach Deutschland gegeben. Im WM-Gastland sei die operative Phase angelaufen. Der Wissenstransfer vom vergangenen WM-Gastgeber Deutschland sei beendet, sagte Siegler. Der Neu- oder Umbau der Stadien habe begonnen. Erster großer Test im WM-Kalender wird der 23. November sein, wenn in Durban die Auslosung für die WM-Qualifikationsgruppen stattfindet. „Wir erwarten ein Großaufgebot an internationalen Medien“, sagte Siegler. Für die Finalrunde erhält Europa 13 Plätze, Afrika fünf (plus Gastland Südafrika), Asien/ Ozeanien ebenfalls fünf sowie Süd- und Nordamerika und Karibik acht Plätze.

„Südafrika muss Deutschland noch toppen“

Der Confederations Cup als WM-Test wird im Juni 2009 in Port Elizabeth, Bloemfontein, Rustenburg, Pretoria und Johannesburg (Ellis Park) ausgetragen. Für die Zeit bis zur WM 2010 erwartet die Fifa Einnahmen in Höhe von 3 Milliarden US-Dollar, die überwiegend aus TV-Lizenzgebühren resultieren. Das örtliche Organisationskomitee (LOC) werde mit 250 Millionen Dollar unterstützt.

Tumi Makgabo, die Sprecherin des LOC, erklärte, die Hälfte der im Vorfeld zu buchenden 55.000 Unterkünfte seien bereits gesichert. Fünf von insgesamt sechs Fifa-Partnern, drei von sechs Sponsoren und einer von sechs nationalen Unterstützern seien bereits gefunden. Nach den Worten des LOC-Kommunikationsdirektors Tim Modise werden für die WM 2010 in Südafrika 350.000 Besucher und 30 Milliarden Fernsehzuschauer in aller Welt erwartet. Modise: „Das wird Afrikas Gelegenheit zur Selbstdarstellung sein - und Südafrika muss das, was Deutschland fertig gebracht hat, noch toppen.“



Text: FAZ.NET / dpa
Bildmaterial: AP, REUTERS

 
FAZ.NET Suchhilfe
F.A.Z.-Archiv Profisuche