29. Oktober 2004 Der englische Fußball-Spitzenclub FC Chelsea London hat sich mit sofortiger Wirkung von Adrian Mutu getrennt. Der 25 Jahre alte rumänische Nationalspieler, der am 19. Oktober Kokain-Doping zugegeben und dieses Geständnis drei Tage später widerrufen hatte, wurde am Freitag von dem Premier-League-Club entlassen. Wir wollen damit klar machen, daß Chelsea bei Drogen-Konsum eine Null-Toleranz-Strategie hat, teilte der englische Hauptstadt-Verein mit.
Der Profi, dem eine Sperre von mindestens sechs Monaten bis zu zwei Jahren durch den Internationalen Fußball-Verband (FIFA) droht, habe gegen Vertrags-Inhalte und gegen die Regeln des englischen Fußball-Verbandes (FA) verstoßen. Er müsse nun die Konsequenzen tragen, hieß es dazu weiter. Denn der FC Chelsea unterstütze die FA in all ihren Maßnahmen zur Drogen-Bekämpfung total.
Der Drogenskandal um den rumänischen Nationalmannschaftskapitän war am 18. Oktober aufgedeckt und Mutu die Einnahme unerlaubter Mittel nachgewiesen worden. Der von ihm zunächst eingestandenen Kokain-Einnahme folgte die Aussage, er habe etwas eingenommen, um mich besser zu fühlen. Er habe lediglich etwas zur Steigerung der sexuellen Leistungsfähigkeit genommen, ließ Mutu wissen.
Der FC Chelsea nahm seinem in dieser Saison bereits sechs Mal erfolgreichen Torjäger diese Erklärung jedoch offenbar nicht ab und setzte ihn nun vor die Tür. Zumal der Stürmer kürzlich auch einräumen mußte, gegen Trainer José Mourinho handgreiflich geworden zu sein. Mutu, der im vorigen Jahr für 23 Millionen Euro Ablöse vom AC Parma auf die Insel gewechselt war, kann sich einen neuen Verein suchen.
Text: FAZ.NET mit Material von dpa und sid
Bildmaterial: dpa