02. Dezember 2007 An Spiele gegen Kroatien hat die deutsche Fußball-Nationalmannschaft bei großen Turnieren nicht die allerbesten Erinnerungen. Bei der Weltmeisterschaft 1998 bedeutete die von einem Platzverweis für Christian Wörns zusätzlich getrübte 0:3-Niederlage gegen den späteren WM-Dritten in Lyon das vorzeitige Aus für das Team von Berti Vogts.
Zwei Jahre zuvor hatten sich die Wege beider Mannschaften im Viertelfinale der Europameisterschaft gekreuzt: In einem Spiel mit vielen hässlichen Tritten schossen Jürgen Klinsmann und Matthias Sammer in Manchester den deutschen 2:1-Sieg heraus. Für den Kroaten Ivan Stimac war die Partie in der 57. Minute nach einer Gelb-Roten Karte wegen wiederholten Foulspiels beendet.
Die Mannschaft, die am meisten zu fürchten ist
Früher häufig als Raubeine und Provokateure verschrien, zählt die kroatische Mannschaft heute zu den spielerisch stärksten des Kontinents. Der Sieg in der Qualifikationsgruppe E vor Russland und den im Vorfeld klar favorisierten Engländern belegt die Qualität der Mannschaft von Trainer Slaven Bilic. Kroatien ist auf dem Papier die Mannschaft, die am meisten zu fürchten ist, zollte DFB-Teammanager Oliver Bierhoff dem zweiten deutschen Vorrundengegner am 12. Juni in Klagenfurt Respekt.
Der 3:2-Sieg zum Abschluss der EM-Ausscheidung im Londoner Wembley-Stadion war das Sahnehäubchen und riss die Engländer aus allen Träumen. Ihre einzige Niederlage auf dem Weg zum Turnier in Österreich und der Schweiz hatten die Kroaten beim 0:2 in Mazedonien erlitten, als die erfolgreiche Qualifikation längst feststand.
Größter Erfolg: Platz drei bei WM 1998
Der bisher letzte von sieben Vergleichen gegen Deutschland endete am 18. Februar 2004 in Split mit einer 1:2-Niederlage. Dennoch ist Trainer Bilic vor dem erneuten Duell nicht bange: Wir haben sehr viel Respekt vor den Deutschen, aber wir haben eine Mannschaft voller Qualität. Wir können gegen jede Mannschaft in Europa spielen und wir werden gut sein. Größter Erfolg der kroatischen Fußball-Geschichte war Platz drei bei der WM 1998.
Zu den überragenden Offensivakteuren der Kroaten zählen in Mladen Petric von Borussia Dortmund, dem Schalker Ivan Rakitic und Ivica Olic vom Hamburger SV drei Bundesliga-Profis. Trotz ihres fortgeschrittenen Alters gehören auch die Kovac-Brüder Robert (Borussia Dortmund) und Niko (Red Bull Salzburg) noch immer zu den Stützen des Teams mit dem rot-weiß karierten Trikot.
Deutsche Bilanz gegen Kroatien: 7 Spiele: 5 Siege, 1 Unentschieden, 1 Niederlage
Text: dpa
Bildmaterial: AP
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