17. November 2005 Trinidad/Tobago hat sich erstmals für eine Fußball-Weltmeisterschaft qualifiziert.
Der CONCACAF-Vertreter setzte sich im Playoff-Rückspiel im Königreich Bahrain mit 1:0 (0: 0) durch und sicherte sich nach dem 1:1 im Hinspiel die Teilnahme an der Endrunde 2006 in Deutschland. Das Tor des Tages in Manama erzielte Dennis Lawrence (50.) per Kopfball.
Trinidad/Tobago: mehr Glück und Konzentration
Asien-Vertreter Bahrain, der noch bis Ende Juni vom früheren Bundesligaprofi Wolfgang Sidka trainiert worden war, agierte vor eigenem Publikum lange Zeit zu passiv und wollte sich durch ein torloses Unentschieden die erste WM-Teilnahme sichern. Als die Gastgeber in der zweiten Halbzeit auf den Ausgleich drängten, hätte Trinidad/Tobago mit mehr Glück und Konzentration bei seinen Kontern das Ergebnis sogar noch höher gestalten können.
Für Turbulenzen sorgte in der Nachspielzeit ein Treffer der Gastgeber, als Ahmed Hassan dem Torwart von Trinind/Tobago den Ball beim Abschlag wegspitzelte und zum vermeintlichen Ausgleich einschoß, der Referee dem Treffer jedoch die Anerkennung verweigerte. Nach wütenden Protesten sah Hussain Ali eine Rote Karte.
Keine Boni für Bahrein
Im Erfolgsfall hätte die Mannschaft aus Bahrain umgerechnet vier Millionen Euro erhalten. Zusätzlich hätte es 50.000 Euro pro Spieler, ein Haus, ein Auto und eine Sofortrente ab Juni 2006 von umgerechnet 2000 Euro gegeben. Das war im Vorfeld vom Parlament beschlossen worden.
Qualifizierte Teams Fußball-Weltmeisterschaft 2006
Teilnehmer 32 - qualifiziert 32
Europa (Gastgeber + 13 Startplätze)
Deutschland, England, Frankreich, Italien, Kroatien, Niederlande, Polen, Portugal, Schweden, Serbien-Montenegro, Ukraine, Schweiz, Tschechien, Spanien
Asien (4,5 Startplätze)
Iran, Japan, Saudi-Arabien, Südkorea
Südamerika (4 Teilnehmer)
Argentinien, Brasilien, Ecuador, Paraguay
Nord- u. Mittelamerika/CONCACAF (3,5 Startplätze)
Costa Rica, Mexiko, USA, Trinidad/Tobago
Ozeanien (1 Teilnehmer)
Australien
Afrika (5 Teilnehmer)
Angola, Elfenbeinküste, Ghana, Togo, Tunesien
Text: FAZ.NET mit Material von dpa/sid
Bildmaterial: FAZ.NET, REUTERS