04. Februar 2008 Die Mission Europameisterschaft könnte sich für die deutschen Nationalspieler im Erfolgsfall mal wieder lohnen. Für den Titel wäre die EM-Rekordprämie von 250.000 Euro pro Mann fällig - das ist gegenüber 2004 in Portugal eine Steigerung um 150 Prozent. Darauf einigte sich der Mannschaftsrat des DFB-Teams um Kapitän Michael Ballack nach Gesprächen mit der Spitze des Deutschen Fußball-Bundes (DFB). Bei einem erneuten Vorrunden-K.o. wie zuletzt 2000 und 2004 gingen die Kicker leer aus.
Die Mannschaft hat ganz klar Stellung bezogen, Geld gibt es erst, wenn die Vorrunde überstanden ist, sagte am Montag Manager Oliver Bierhoff. Die stark leistungsbezogene Regelung lehnt sich an die der WM 2006 an, bei der jeweils 300.000 Euro gezahlt worden wären. Das Erreichen des Viertelfinals bei dieser EM würde nun jedem Spieler 50.000 Euro bringen, das Halbfinale 100.000 und Finale 150.000 Euro. Bei einem Sieg kämen 100.000 dazu.
Ballack will im Erfolgsfall belohnt werden
Einen Teil der Prämien will die Mannschaft laut Bierhoff an ein soziales Projekt für die Frauen-WM 2011 weiterleiten. Mit der Prämienregelung folgte der DFB weitgehend den Vorstellungen des Mannschaftsrates. Ich war immer ein Verfechter davon, dass, wenn wir etwas gewinnen, das auch belohnt werden sollte, sagte Kapitän Ballack.
Der DFB kann aus einem Topf des europäischen Verbandes bei dieser EM bis zu 23 Millionen Euro kassieren. Der Veranstalter rechnet für das Turnier mit Rekordeinnahmen von 1,25 Milliarden Euro. Insgesamt werden an die 16 teilnehmenden Nationen 184 Millionen Euro an Prämien ausgeschüttet.
Text: FAZ.NET
Bildmaterial: dpa
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