Fußball

Matthäus wird iranische Nationalelf nicht trainieren

Daumen hoch, Daumen runter: Lothar Matthäus

Daumen hoch, Daumen runter: Lothar Matthäus

24. Januar 2008 Die Spekulationen über einen möglichen Wechsel von Lothar Matthäus oder Christoph Daum auf den Posten des iranischen Fußball-Nationaltrainers sind vorerst beendet. Der iranische Fußballverband (FFI) meldete am Donnerstag, dass der Spanier Javier Clemente das Nationalteam zur WM 2010 in Südafrika führen soll.

Der 57-Jährige bestritt allerdings die Aussagen eines Verbandssprechers, er habe bereits einen Dreijahresvertrag unterschrieben. Clemente will ein Engangement von seinen Eindrücken bei einem Besuch in Teheran in der kommenden Woche abhängig machen. „Iran will mich als Trainer, aber ob wir uns einigen, hängt davon ab, was in der kommenden Woche passiert. Unterschrieben ist noch nichts“, sagte Clemente der Nachrichtenagentur Reuters.

Schäfer und Neururer, Daum und Matthäus?

Javier Clemente wollte wohl weniger Geld

Javier Clemente wollte wohl weniger Geld

Sollte er Probleme mit den Lebensbedingungen oder den Planungen des Verbandes haben, so Clemente, werde er den Job nicht annehmen. Clemente, der zwischen 1992 und 1998 die spanische Nationalmannschaft betreut hatte, war im Dezember als Trainer Serbiens nach dem Aus in der EM-Qualifikation entlassen worden. Nun soll er in Iran die Nachfolge von Amir Ghalenoei antreten, der im Juli 2007 nach dem Scheitern im Viertelfinale des Asien-Cups gehen musste. Sein Debüt soll er beim ersten WM-Qualifikationsspiel gegen Syrien am 6. Februar in Teheran geben.

Es hatten sich immer wieder hartnäckige Gerüchte um den Wechsel eines deutschen Trainers in das politisch im Westen weitgehend isolierte Land gehalten. Nach Winfried Schäfer und Peter Neururer waren zuletzt vor allem der derzeit vereinslose Rekord-Nationalspieler Lothar Matthäus und Daum, Coach bei Zweitligist 1. FC Köln, im Gespräch gewesen. Ein iranischer Verbandssprecher erklärte, dass die Wahl unter anderem deshalb auf Clemente gefallen sei, weil dessen Gehaltsvorstellungen unter denen der Mitbewerber lagen. Der Spanier soll künftig monatlich 30.000 Euro verdienen.

Text: dpa
Bildmaterial: AP, REUTERS

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