Borussia Dortmund

BVB-Stadion-Rückkauf kommt voran

BVB bald wieder Hausherr im eigenen Stadion?

BVB bald wieder Hausherr im eigenen Stadion?

29. Mai 2006 Der Fußball-Bundesligist Borussia Dortmund (BVB) ist einen wichtigen Schritt auf dem Weg zum Rückkauf seines Stadions vorangekommen.

Die Anteilseigner der Commerzbank-Tochter Molsiris, die 51 Prozent an dem Stadion hält, seien zu einem Verkauf der Anteile an den BVB bereit, teilte der Champions League-Sieger von 1997 am Montag in Dortmund mit. Damit ist eine wichtige Voraussetzung für den 57,2 Millionen Euro teuren Rückkauf geschaffen. Die Finanzierung der Transaktion ist indes noch immer nicht in trockenen Tüchern. Es werde voraussichtlich erst Ende der Woche eine Entscheidung über die Zusage für den vom BVB benötigten Kredit geben, den die Investmentbank Morgan Stanley organisieren will, sagte ein Borussia-Sprecher.

Scheitern des Rückkaufs könnte existenzgefährdend sein

Der einzige börsennotierte Bundesliga-Verein in Deutschland will sein Stadion vollständig zurückkaufen, um Miete zu sparen und so seine laufenden Kosten zu senken. Scheitert das Geschäft, drohe „eine deutliche Abwärtsspirale“, hatte der BVB- Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke angekündigt, die den BVB „ganz schnell in eine existenzgefährdende Situation bringen“ könne.

Bereits vor einem Jahr hatte der BVB 43 Prozent der Stadionanteile von der Fondsgesellschaft Molsiris für 43 Millionen Euro zurückgekauft. Die Borussia hatte 2002 94 Prozent ihrer Stadion-Anteile an den Fonds für 75,4 Millionen Euro verkauft, um mit dem Geld den Ausbau des einstigen Westfalenstadions zu finanzieren.

Das Dortmunder Stadion ist die größte der deutschen WM-Arenen und bietet 80.000 Zuschauern Platz. Die wichtigsten Gläubigerbanken haben Deutschlands einzigem börsennotierten Verein die Rückzahlung der Schulden bis Mitte 2006 gestundet. Früheren Angaben des BVB zufolge lagen die Verbindlichkeiten des sechsmaligen Deutschen Meisters zuletzt bei rund 90 Millionen Euro.

Text: Reuters
Bildmaterial: picture-alliance/ dpa/dpaweb

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