
Herr gilbert heimes, da muss ich Ihnen widersprechen. Ich lese täglich englische und spanische Zeitungen und in beiden Ländern, aber vor allem in England, ist Ballack wesentlich besser angesehen als in den deutschen Medien, ganz zu schweigen in der deutschen Öffentlichkeit. In der Mehrheit der englischen Presse wurde er für den Finaleinzug von Chelsea verantwortlich gemacht und auch seine EM-Leistung wurde übrigens sehr viel besser bewertet. Es ist eine typisch deutsche Eigenschaft alles schlecht reden zu müssen. Ballack ist der beste Fußballer, den wir momentan haben, - klar, hat er auch mal schlechte Tage, aber wer hat die nicht. Und was Bierhoff angeht, bin ich froh, dass ihm mal jemand die Meinung gesagt hat. Ich hätte auch was dagegen zum Medienclown gemacht zu werden. Die Feier am Brandenburger Tor mit Pocher z.B. war doch nur peinlich und Danke-Banner nach einem verlorenen Finale sind wirklich unnötig.

Ein Glücksritter der mit einem Stolpertor im Windschatten von Matthias Sammer Europameister wurde. Der, bar jeder Aufgabe, als DFB Smartie und Nachläufer von Klinsi in ein Amt gehieft wurde, dessen Aufgabenstellung difus wie Septembernebel ist und bleibt. Der letzte große Titel den Deutschland oder sagen wir besser Bayern eingefahren hat war die Champions-League 2001. Wer war entscheident? Herr Kahn und Herr Effenberg! Erster wurde gerade wegen seines Ego,s von Herr Klinsmann und Herrm Bierhoff aus der Nationalmanschaft geschmissen, letzterer war sicher auch kein Chefdiplomat. Aber ist das tatsächlich die Arbeit auf dem Platz? Die bundesrepublikanische Öffentlichkeit soll durch Figuren wie Herrn Bierhoff sugeriert bekommen, dass mit netten Interviews, Dauernlächeln und Promo,s mit Herrn Pocher die Qualität des Spiels ansteigt. Dem ist leider nicht so. Deswegen solange die Barbie-Fußballer neben Ballacke keine besseren Vereine finden (ich meine europäische Spitzenklub,s) sollten alle aufhören Herrn Ballack anzumeiern, auch wenn er mal einen schlechten Tag hat! Fußball ist eine Kampfsportart!!!!

was er ist: ein überdurchschnittlicher aber keinesfalls hervorragender Fußballer. Weder bei der WM noch bei der EM hat er auch nur ein gutes Spiel abgeliefert (von äußerst seltenen Einzelaktionen mal abgesehen), als "Führungsperson" ist er eine eklatante Fehlbesetzung. Ist schon einmal jemandem aufgefallen, dass er bei so Nebensächlichkeiten wie Qualifikationsspielen und selbst Gruppenspielen gerne aufgrund merkwürdiger Zipperlein erst gar nicht dabei ist? Er ist zu langsam und zu zweikampfschwach, um einem Spiel seinen Stempel aufzudrücken. Insofern kann man seinen Manager nur weiterempfehlen, denn für seine Fähigkeiten ist Michael Ballack extrem überbezahlt.

liegen schon länger zurück: in seinem letzten Leverkusener Jahr nämlich. Seine Reputation auf der Insel verdankte sich den Champions-League-Spielen Leverkusens gegen Liverpool und ManU. Durch seine Wechsel zu Bayern und Chelsea stieg er dann in der Wahrnehmung der fußballerischen Öffentlichkeit zu 'Weltklasse' auf; einem Anspruch, den er nie einzulösen vermochte, weder bei den Bayern, die ihn ohne Tränen gehen ließen, noch bei Chelsea, wo nur deutsche Medien ihn im letzten Champions-League-Finale als Anführer der 'Blues' sahen, noch in der Nationalmannschaft wie jüngst bei der EM. Dort ging es übrigens nicht um 'endlich einen Titel für Ballack', sondern um einen für die DFB-Elf. Ballack ist manchmal gehobener Durchschnitt, so what.

Mir ist immer noch unverständlich, wie Herr Ballack zu der Reputation kommt, ein großer Führungsspieler zu sein. Wie oft habe ich ihn lustlos über den Platz traben sehen. Einsatz, Leidenschaft und Kampfgeist sehen anders aus.

Wenn es des Nachweises einer dringend erforderlichen Führungskraft auch auf dem Fußballplatz wirklich bedurfte, dann ist die aktuelle Diskussion um Ballack wie zur Bestätigung ausgelöst worden. Und Ballack wird dieser Diskussion im persönlichen Auftreten und in vielen Fällen auch auf dem Platz gerecht. Sein Fehler bei der EM war eigentlich, dass er den anderen zu viel zugetraut hat. Eigeninitiative, auf den Punkt trainieren, fußballtechnische Fähigkeiten, Wettkampfhärte, etc.. Dies muß auch für einen Fußballlehrer wie Jogi Löw gelten. Ich vermisse unter Löw die Leidenschaft und den Siegeswillen. Man ist nicht Weltmeister geworden, auch nicht Europameister. Man ist Zweiter bzw. Dritter. Das was da fehlt, möchte wahrscheinlich nur Ballack herauskitzeln. Löw/Bierhoff richten sich im Mittelmaß zu antriebslos, zu beliebig ein. Wenn man zurückdenkt, gab es eine solche Situation auch schon einmal zwischen Beckenbauer und Helmut Schön. Der WM-Trainer 1974 war eigentlich Beckenbauer. Weiter so, Michael Ballack, 2012 kann kommen.

die nationalmannschaft hat in wien sicherlich nicht wegen dem saechselden londoner verloren, besonders viel zum spiel hat er damals allerdings auch nicht begetragen, das faehchenschwingen in der fankurve war dann wohl seine beste tat.

Bierhoff biedert die Nationalmannschaft derart bei Sponsoren an, dass einem schlecht wird. Wie fühlt man, wenn man im Augenblick des Triumphes Postbankbälle in die Massen kicken muss? Ist das professionelles deutsche Farben vertreten? Und wie erst in der Niederlage, wenn einer einem vorbereitete Gefühle vorsetzt? Profi sein, heißt auch mit Leidenschaft bei der Sache zu sein und da ist es eher verwunderlich, dass Ballack Bierhoff für sein Geschleime nicht eine gelangt hat. Löw und Ballack sind für das sportliche verantwortlich, Bierhoff fürs Geld. Mal sehen, was Zwanziger wichtiger ist.